Vor der Kulisse unverkaufter Neubauhäuser macht Golfen in Aranjuez in Spanien auch nicht mehr Spaß

Spanien

Eine Million Wohnungen stehen leer

Die Immobilienkrise hat in Spanien enorme Ausmaße angenommen: Eine Million Neubauwohnungen und Einfamilienhäuser finden keinen Käufer. Das trifft nicht nur die Spanier, sondern auch die vielen Ausländer, die in dem Land mehr oder weniger dauerhaft leben. Von Peter Odrich, Madrid

Lesermeinungen zum Beitrag

06. Januar 2009 15:41

Henrynold:

Janos Jung (j4ni)

Was bitte soll das? Lernt man dort drüben in Westeuropa nie, dass mit steigenden Anzahl von Drittweltler auf dem alten Kontinent nur die Ausbeutung der einheimischen Population (höhere Steuerbelastung), Kriminalstatistiken, Anzahl HIV/Hepatitis Infektierte und die Spannung im Gesellschaft erhöht wird? Das Integrationsprozess, falls man davon überhaupt sprechen kann geht nur langsam voran, große, neue Schichten der Gesellschaft können nicht mit den alten Normen klarkommen. Die Regierung soll zur Arbeit motivieren. Und das wird nicht dadurch vollbracht, dass Leute die hard für ihr Vermögen gearbeitet haben, einfach enterbt werden, ihre Häuser werden von anderen besiedelt, die noch nichts auf den Tisch gestellt haben, und die enteigneten sollten danach auch die Sozialkosten bezahlen. Sind Sie damit einverstanden Herr Rynold? Mfg Janos /aus Ungarn

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04. Januar 2009 13:57

Interesse hat stark nachgelassen

Armin Leßner (alessner)

Meiner Kenntnis nach hat das Interesse der Mitteleuropäer an Ferienimmobilien in Spanien stark nachgelassen. Vielmehr ist ein gegenteiliger Trend zu finden: Die nichtspanischen Eigentümer wollen sich von den Häusern an der spanischen Mittelmeerküste trennen. Eindeutige Signale sind die Verkaufsschilder an den Häusern. Wer beispielsweise an der Costa Blanca durch die Straßen von Urbanisationen geht, stellt erschrocken fest: An fast jedem dritten Grundstück hängt ein Schild mit der Aufschrift: Se vende (Zu verkaufen). Auf den Balearen und den Kanaren ist dieser Trend nicht so stark festzustellen, am Festland hingegen deutlich. Der Einbruch der deutschen Nachfrage erfolgte bereits vor rund vier bis fünf Jahren, bei den Briten kam es vor etwa drei Jahren zur Abnahme des Interesses.

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