Interview

SPD stimmt für den Ausbau des Flughafens

Begleitbeschluss des Landtags soll Geltung der Mediationsergebnisse absichern

Besteht auf Nachtflugverbot: SPD-Chefin Ypsilanti

Besteht auf Nachtflugverbot: SPD-Chefin Ypsilanti

27. März 2007 Die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag wird dem Landesentwicklungsplan und damit der Erweiterung des Frankfurter Flughafens um die geplante Nordwestbahn zustimmen. Das sagte die Vorsitzende der hessischen SPD, Andrea Ypsilanti, der Rhein-Main-Zeitung. Zuvor hatte der Parteirat der hessischen Sozialdemokraten, der den Vorstand in wichtigen Fragen maßgeblich berät, diese Linie beschlossen. Allerdings knüpft die SPD ihre Zustimmung an die Einhaltung der Mediationsergebnisse, insbesondere an ein Nachtflugverbot in der Zeit zwischen 23 Uhr und fünf Uhr - der sogenannten Mediations-Nacht.

Da aber die Verankerung des Nachtflugverbots unmittelbar im Landesentwicklungsplan als angreifbar gilt und entsprechende Teile aufgehoben werden könnten, streben die Sozialdemokraten zusätzlich einen Begleitbeschluss im Hessischen Landtag an, der die Ergebnisse der Mediation absichern soll. In diesem Beschluss sollen außerdem absolute Obergrenzen für den zumutbaren Lärm festgelegt sein.

Ein „praktikables Nachtflugverbot“, wie es die Lufthansa Cargo AG und andere am Flughafen tätige Logistik-Unternehmen fordern, ist für die SPD nicht akzeptabel. Ypsilanti meinte, die Frachtflieger seien gewiss so flexibel, dass ihnen ein Ausweg einfalle, wenn erst einmal ein striktes Nachtflugverbot gelte. Zudem müsse sich die Lufthansa darüber im Klaren sein, dass Klagen gegen ein Nachtflugverbot immer das Ausbauprojekt als Ganzes gefährdeten.

Das vollständige Interview lesen Sie in der Rhein-Main-Zeitung vom 28. März 2007.



Text: F.A.Z., 28.03.2007, Nr. 74 / Seite 49
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa

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