Urteil im Fall Jacqueline

Acht Jahre Haft wegen Totschlags für Mutter

Im Prozess um den qualvollen Hungertod der 14 Monate alten Jacqueline aus dem nordhessischen Bromskirchen hat das Gericht mehrjährige Haftstrafen gegen die Eltern verhängt. Die 22 Jahre alte Mutter muss wegen Totschlags für acht Jahre ins Gefängnis.

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Januar 2008 10:38

Urteil im Fall Jacqeline

Karola Merz (Karolali)

Man kann nicht diskutieren was ein angemessenes Urteil wäre für diese Tat, solch ein Urteil existiert nicht, oder man kommt mit Vergeltungstheorien, wie im wilden westen? Ich war sehr traurig als ich diesen Artikel gelesen habe und sprachlos bin es immer noch (wollte immer Mutter sein, es war mir nicht vergönnt)
war mir ein Bedürfnis diese Zeilen zu schreiben

Karola Merz
Dublin

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25. Januar 2008 15:29

Verwahrlosung

Klaus Steffen (krs)

Man kann es auch anders ausdrücken und als Generalformel anwenden:

Die Bewertung menschlichen Lebens in einem Land oder einer Gesellschaft/Zivilisation läßt sich dem gegenüber in Relation der Bestrafung von Eigentums-, Steuer- und Verkehrsdelikten messen. Letztere können bei uns jedenfalls, relativ härtere Strafen nach sich ziehen. Und das nenne ich eine Verkommenheit sondergleichen. Ein Rechtssystem geistiger Verwahrlosung.

Es sind merkwürdige Werte, die wir vorgeben, verteidigen zu müssen.

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25. Januar 2008 14:41

Mein Gott! Acht Jahre?

Thomas J. Huber (tjhuber)

Wie kann die Justiz so grausam sein und die armen Mutter, die ihr Kind verloren hat, so bestrafen. Zum Glück wird sie allerdings spätestens Anfang 30 in der Lage sein ein neues Kind irgendwie umzubringen. Ist in der westlichen Gesellschaft keine Zivilcourage für Bestrafung oder (ich bin der Vater von 3 erwachsenen Kindern) gar Rache?

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