26. Juni 2005 Mit dem traditionellen Festumzug und einem Rekord beim Kartenverkauf ist am Sonntag der Hessentag in Weilburg seinem Ende zugegangen. Bei hochsommerlichen Temperaturen lockte das Fest aller Hessen in den vergangenen zehn Tagen 840.000 Besucher nach Mittelhessen, wie die Staatskanzlei am Sonntag bekannt gab. Das waren deutlich mehr als die erwarteten 750 000 Gäste. Alleine am Samstag strömten 180.000 Menschen in die Lahnstadt; das war Tagesrekord beim diesjährigen Hessentag. Mit dem Verkauf von mehr als 87.200 Tickets stellte Weilburg zudem eine neue Bestmarke auf.
Ministerpräsident Roland Koch (CDU) lobte die stimmungsvolle, fröhliche und warmherzige Atmosphäre in der barocken Residenzstadt. Das Landesfest hat seinen Stellenwert als ein herausragendes Jahresereignis für die Bürger des Landes und für seine zahlreichen Gäste einmal mehr erfolgreich unter Beweis gestellt. Auch Weilburgs Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) zeigte sich begeistert von der Großveranstaltung: Wir sind höchst zufrieden, es war ein Hessentag voller Lebensfreude.
Campino & Co. vor dem Feuerwerk
Bei dem knapp 14 Kilometer langen Festumzug mit rund 4600 Teilnehmern säumten zehntausende Schaulustige die Straßen. Die Motivwagen, Trachten- und Musikgruppen zogen dreieinhalb Stunden lang durch die Stadt. Auf der Ehrentribüne hatten unter anderem Ministerpräsident Koch und sein Kabinett Platz genommen. Am Sonntag stehen außerdem noch ein Auftritt der Toten Hosen, der um 16.30 Uhr begonnen hat, sowie ein Feuerwerk auf dem Programm. Insgesamt schätzte die Staatskanzlei die Zahl der Besucher am Abschlußtag auf 120.000.
Mit rund 1.350 Veranstaltungen vom Landfrauentreffen bis zu öffentlichen Sitzungen der Landtagsfraktionen hatte der 45. Hessentag die 14 400-Einwohner-Stadt für zehn Tage zur heimlichen Hauptstadt gemacht. Für das Landesfest kalkuliert die Stadt mit Einnahmen von 4 Millionen Euro und Ausgaben von 4,8 Millionen Euro, wie der Hessentagsbeauftragte Knut Rehn sagte.
Text: dpa
Bildmaterial: dpa, dpa/dpaweb
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