Fußball

„Mainz 05 muß entscheiden“

Von Marcus Schug

Das Mainzer Stadion am Bruchweg

Das Mainzer Stadion am Bruchweg

08. Juni 2006 Die Frage, ob Mainz 05 sein neues Fußballstadion am Bruchweg in Mainz oder in dem zu Wiesbaden gehörenden Kasteler Gewerbegebiet am Petersweg bauen soll, ist links und rechts des Rheins unterschiedlich beantwortet worden. „Wir wollen, daß unser Verein in Mainz spielt“, so der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) in einer Reaktion auf das Stadiongutachten des Instituts für Sportstättenberatung.

Am Bruchweg gebe es gute Bedingungen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, der Infrastruktur und der Atmosphäre. Vor allem die außergewöhnliche Stimmung, die den „Karnevalsverein“ in den vergangenen Jahren zum Erfolg getragen habe, lasse sich nicht „beliebig verpflanzen“, so Beutel. Offene Fragen müßten nun mit den Fraktionen und dem Land besprochen werden. Der Standortvariante Kastel habe die Landesregierung jedoch bereits eine eindeutige Absage erteilt.

Neubau soll 2008 fertig sein

Von einem Projekt „mit Leuchtkraft für die Region Wiesbaden-Mainz“ sprach dagegen der sportpolitische Sprecher der Wiesbadener SPD, Michael David. Ein 05-Stadion in Kastel könne der Auftakt für weitere gemeinsame Projekte der beiden Nachbarstädte sein. Allerdings müßten gerade bei den Themen Verkehr und Infrastruktur auch die Belange der Kasteler Bürger berücksichtigt werden.

Dem Gutachten zufolge wäre der 40 Millionen Euro teure Neubau, der bis 2008 fertig sein soll, sowohl am Bruchweg als auch am Petersweg machbar. Nach Ansicht der FDP-Stadtratsfraktion in Mainz muß der Verein, der bei der Finanzierung die Hauptlast trage, letztlich selbst entscheiden, welche der beiden Optionen verwirklicht werden soll.

Text: F.A.Z., 09.06.2006
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa/dpaweb

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