18. Februar 2005 In der Mainzer Innenstadt sollen vor dem Besuch des amerikanischen Präsidenten George W. Bush aus Sicherheitsgründen mindestens 1.300 Gully- und Kanaldeckel verschweißt werden. Damit soll verhindert werden, dass unter den Deckeln Sprengkörper versteckt werden oder sich Kriminelle Zugang in das Kanalsystem verschaffen. Die Deckel wurden am Freitag gereinigt. Sie sollen am Montag und Dienstag verschweißt werden. Bush kommt am Mittwoch im Kurfürstlichen Schloß mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zusammen.
Der Werkleiter des Wirtschaftsbetriebs der Stadt, Volker Mettke, schätzte die Kosten auf mehrere zehntausend Euro. Betroffen sei der engere Sicherheitsbereich zwischen Dom und Kurfürstlichem Schloß und die Straßen, auf denen Bush und sein Troß nach Mainz kommen könnten. In der Sicherheitszone müssen laut Polizei auch freistehende Briefkästen und sonstige Behälter abmontiert werden, in denen Sprengkörper versteckt werden könnten.
Überall Absperrgitter
Auch auf Wiesbadener Stadtgebiet gibt es solche Sicherheitsmaßnahmen, und zwar auf den Routen für die Fahrt Bushs von Mainz zum Flughafen Wiesbaden-Erbenheim. Die betroffenen Wiesbadener können zudem ihre Wohnungen nicht mehr mit dem Auto erreichen und in Einzelfällen ihre Garagen leer räumen oder versiegeln lassen.
Die Bewegungsfreiheit der Bewohner in Mainz ist nach Darstellung der Polizei am Mittwoch vor allem in der engeren Sicherheitszone um das Kurfürstliche Schloß eingeschränkt, die von Kaiserstraße, Bauhofstraße, Flachsmarktstraße, und Karmeliterstraße sowie dem Rhein umschlossen werde. In dieser Zone würden überall Absperrgitter aufgestellt. Eingelassen würden nur Anwohner, in der Zone Beschäftigte oder angemeldete Gäste, teilte die Polizei am Freitag mit. In dem Viertel lebten rund 1.500 Menschen.
Text: dpa.