„Das Ziel, eine Gefahr zu verhindern, erreiche ich damit nicht“: BKA-Chef Ziercke über den Biometrie-Testlauf

Sicherheit

Automatische Gesichtserkennung ungeeignet zur Terrorfahndung

Computergestützte Gesichtserkennung eignet sich nach Ansicht des Bundeskriminalamts derzeit nicht zur Fahndung nach Terroristen. Die Trefferrate heutiger biometrischer Systeme ist zu niedrig, lautet das Fazit eines Tests in Mainz.

Lesermeinungen zum Beitrag

12. Juli 2007 12:45

60 % Trefferquote gilt jetzt als Flopp

A. Malliki (a.malliki)


So kann man diese Kontrollart auch verharmlosen.... aber trotz Flopp bleibt es bei biometrischen Passbildern und digitalen Fingerabdrücken.

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12. Juli 2007 10:53

Sie wird es auch bleiben

Peter Szameitat (MAKSAS)

Die plastische Chirugie hat hier schon signalisiert, das durch wenige Schnitte die Gesichtszuege und das Gesamtbild eines Gesichts jederzeit veraenderbar ist. Wer dies noetig hat & gut zahlt, hat gut lachen. Schon im 15. Jahrhundert hies es: "Wenn eyn gesetz neu ersonnen, wird auch der neu betrug begonnen." Die staendigen neuen Versuche moegliche oder tatsaechliche Taeter fruehzeitig zu erkennen, erfordert, sich von herkoemmlichen Denkstrukturen zu loesen. Man sollte die Faehigkeit haben die Dinge unvoreingenommen zu betrachten & mehr Wert auf das Gespuehr der Menschen bei der Polizei legen. Dabei ist es wichtig, das arbeiten mit den Sinnen wieder mehr zu erlernen. Z.B.: Man kann Angst riechen, schmecken, fuehlen, hoeren & auch sehen. Das erfordert aber, das das was von der Polizei gefordert wird, mehr Personal und vor allem auch finanzielle Mittel. Ein Computer sollte das sein, was seine Aufgabe eigentlich ist, ein Hilfsmittel. Den menschlichen Unsicherheitsfaktor habe ich in beiden Faellen. Bisher hat die Polizei in der Terrorbekaempfung durch persoenlichen Einsatz gute Arbeit geleistet, daher Investitionen in Menschen fuer die Menschen damit die Polizei die Einhaltung der bestehenden Gesetze gewaehrleisten kann.

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11. Juli 2007 22:59

Praezision von Gesichtserkennung

Christoph Reichenbach (creichen)

Der Stand der Technik ist leider, dass Gesichtserkennung keine Wunder vollbringen kann. Die qualitativ eher minderwertigen Aufnahmen, die anscheinend oft auf Bahnhöfen verwendet werden, helfen auch nicht besonders. Eine Forderung, daß das System ``nahezu einhundert Prozent erreicht''-- ich gehe davon aus, daß sich die Forderung sowohl auf ``precision'' (welcher Prozentsatz der Gesichter korrekt klassifiziert wurde) als auch auf ``recall'' (welcher Prozentsatz der Gesichter überhaupt auf den Bildern erkannt wurde) erstreckt-- ist mit dem Stand der Technik schlichtweg unvereinbar. Ich bin zwar kein Experte auf diesem Teilgebiet, aber bei ähnlichen Problemen in der KI erreicht man heutzutage vielleicht 90% in beiden Faktoren, und das unter Laborbedingungen (in diesem Fall also mit Frontansichtbildern). ``Fast 100%'' ist meiner Ansicht nach Unfug.

Datenschutzrechtlich stellt sich hier übrigens eine interessante Frage, nämlich ob ``Abstraktionen'' der Gesichter von Unbeteiligten zum Trainieren des Systems verwendet werden können-- ich habe diesbezüglich meine Zweifel; eine entsprechende rechtliche Einschränkung würde natürlich auch die Anzahl der verfügbaren Techniken einschränken.

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11. Juli 2007 17:07

Falsche Überschrift ist Verdrängung des Problems

Bernhard Schmitz (DerKetzer)

denn im Text steht nämlich "derzeit". Genauso muss man das lesen, dass sich die Biometrie in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird, so dass sie in ein paar Jahren den Anforderungen genügen wird (s. weiter unten im Beitrag).

Außerdem wird sie nicht nur zur Terrorfahnung eingesetzt.

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