Wenn der RMV behauptet, "Befragungen der Passagiere hätten zudem sehr gute Noten bei Sicherheit und Sauberkeit erbracht",
dann kommen bei mir spontan Zweifel an der Authenzität der Umfrage auf.
Viele Züge sind schon zur Mittagszeit rollende Müllhalden, und das sowie die exzessive Lärmbelästigung durch Mitmenschen mit Gehörschaden dürften für viele Fahrgäste sehr viel unangenehmer sein als ein paar Minuten Verspätung,
wenn man nicht gerade einen Anschluß verpaßt.
Die FAZ-Lektüre ist jedenfalls in vielen Fällen unmöglich, vom Fernsehprogramm einmal abgeehen.
Ich bin selbst öfters Bahnfahrer und die Statistik deckt sich so ziemlich mit meinen Erfahrungen. Über die letzten 10 Jahre hat sich bei der Bahn sehr viel getan und die Bahn ist mittlerweile ein sehr attraktisches und schnelles Verkehrsmittel.
Eine Pünklichkeit von über 90% bei maximal 5 Minuten Verspätung wäre beim Autofahren ein Traum. Aber auch 5 Minuten können zu viel sein. Wenn einem für den Umstieg von einem auf den anderen Zug 8 Minuten bleiben, kann es sein, daß man hier den Anschluß verpaßt. Und dann ist der ach so optimierte persönliche Reiseplan für die Katz und man freut sich, dass man nun ein oder zwei Stunden am Bahnhof verbringen kann. Da sollte die Bahn doch die Fahrzeit etwas pessimistischer veranschlagen, um falls eine Verzögerung eintritt, die Zeit durch höheres Tempo wieder "hereinzufahren". Ich denke nicht, dass allzuviele Leute klagen werden, wenn die Fahrt von Frankfurt nach München 5 oder 10 Minuten länger dauert. Jeder, der aber nun seinen Anschluß doch bekommt, wird es danken.