Zum Dezember 2008

RMV-Fahrscheine verteuern sich um knapp drei Prozent

11. Juli 2008 Bus- und Bahnfahren wird in Hessen erneut teurer: Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) erhöht zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember seine Ticketpreise im Schnitt um 2,9 Prozent. Das teilte das Unternehmen in Hofheim mit. Auch der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) will vom Dezember an mehr Geld verlangen. Die Höhe ist aber noch unklar.

Der RMV begründete die Erhöhung mit „explodierenden Energiekosten“, die zumindest teilweise an die Kunden weitergegeben werden müssten. „Da uns gleichzeitig Verkehrsunternehmen melden, dass ihre Energiekosten binnen Jahresfrist um bis zu einem Drittel gestiegen sind, bewegen wir uns mit diesem Beschluss eigentlich schon unterhalb des unteren Randes des eigentlich Notwendigen“, erklärte RMV-Geschäftsführer Volker Sparmann.

Sparmann hält sich an sein Versprechen

„Wir werden die Preise im Dezember anheben, das ist sicher. Über die Höhe gibt es noch keine Entscheidung“, hieß es vom NVV. Auf einer Aufsichtsratssitzung im August werde über die Verteuerung beraten. Erst im vergangenen Dezember hatte der NVV seine Preise um 4,9 Prozent angehoben - nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen ein bundesweiter Spitzenwert. Ein Jahr zuvor war der NVV 5,8 Prozent teurer geworden. Drei Preiserhöhungen von jeweils etwa fünf Prozent waren bereits vor zwei Jahren beschlossen worden, um die Streichung von Bundeszuschüssen auszugleichen. Die jetzt für Dezember angekündigte Erhöhung wäre die dritte Stufe.

Anfang Dezember 2007 hatte auch der RMV die Fahrpreise um durchschnittlich 2,4 Prozent erhöht. Sparmann hatte damals versichert, bis Dezember 2008 werde es keine weiteren Schritte nach oben geben. Das Verbundgebiet des RMV umfasst 15 Landkreise und vier kreisfreie Städte mit insgesamt etwa fünf Millionen Einwohnern.



Text: FAZ.NET mit lhe
Bildmaterial: Michael Kretzer

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