Kriminalität

Bankdaten von Kunden in Baumarkt ausgespäht

In einem Baumarkt in Mainz sind womöglich Tausende Kundendaten ausgespäht worden. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich um einen Fall von „Skimming“. Von Katharina Iskandar

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Mai 2008 23:45

Vielleicht würde ein Foto helfen.

Joachim Deiß (Jo1980)

Viellleicht würde ein Foto des Eigentümers der Karte und weitere biometrische Merkmale helfen, das System sicherer zu machen. Dann müsste das Verkaufspersonal darin geschult werden, das Foto auf der EC-Karte mit der Person zu vergleichen, die diese vorlegt und in Zweifelsfällen nach dem Personalausweis fragen.

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08. Mai 2008 17:29

Anachronismus Total

Michael Menzel (Galenos)

sind diese primitiven Karten mit Magnetstreifen. Das ist Technik, die schon in den 60er Jahren verwendet wurde und ist an Primitivität nicht zu überbieten. Warum werden nicht endlich diese elenden Magnetstreifen- Lesegeräte gegen solche, die den intelligenten Chip, der inzwischen auf fast jeder EC Karte drauf ist, lesen. Das unbemerkte Kopieren wird erheblich schwieriger und bedarf eines deutlich höheren technischen Aufwandes. Heute kann jeder 12 jährige die EC Karte seiner Eltern auf einen Rohling kopieren und damit Geld abheben. Wahrscheinlich machen das sogar manche Leute, damit immer "eine EC Karte zur Hand ist". Die Krankenkassen sind da ja schon etwas weiter, indem sie nur noch den Chip verwenden, der allerdings in seiner bisherigen Version als Idiot angesehen werden muß. Soll ja besser werden mit der "Gläserner-Mensch" Karte. Daß die Kreditkarten-Institute nun auch langsam nachziehen müßten ist ja klar aber umso unverständlicher. Die mechanische Prägung der Karten-Aufschrift ist zwar ein zusätzliches Hindernis aber kommt nicht an den Chip ran. Vor allem wird diese Prägung nicht am Automaten geprüft. Kostet alles nur Geld und im Zweifelsfall wird der Kunde beschuldigt, das Geld selbst abgehoben zu haben.

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08. Mai 2008 14:18

@Koch

John Doe (Der_kleine_Amrumer)

immer diese Pauschalisierungen.... 1. Bisher wurde der Schaden der durch diese und ähnliche Aktionen ausgelöst wurde, von der jeweils kontoführenden Bank i.d.R schnell und umkompliziert ersetzt. 2. Banken behaupten nicht, dass das System 100% sicher ist. Zumal wenn wie in diesem und ähnlichen Fällen die Daten abgefangen wurde. Aber das eigentliche Pin codierungsystem ist sicher, allen Spiegel/Monitor Reportagen zum Trotz hat noch niemand (offziell vor Zeugen) eine EC geknackt. 3. Wer 100% Sicherheit haben will schlage ich vor, sein Geld doch wieder unters Kopfkissen zu legen oder in den Heimtresor (viel Spass wenn Ihm die Rumänen ne hand abhacken, weil er die Kombination nicht verraten will) und im Urlaub immer schon 2-3000 Euro in bar mit sich rumtragen.Taschendiebe sind ja Erfindung der Bildzeitung.. 4. Ganz einfach: nicht mehr ins Ausland fahren und dortige unsichere Länder und Banken unterstützen und karte für Ausland sperren lassen, aber das wäre ja blöd für 300 Euro Malle und Türkei Touristen... Wer zwingt denn jemanden dazu Karten zu benutzen? Genau, Niemand !!!

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08. Mai 2008 14:06

Keine Autorisation des Automaten

Andreas Frick (Hephaistos)

Mich wundern die ganzen Probleme mit entwendeten Kartendaten nicht. Das System hat sehr viele Schwachstellen, das fängt mit der leicht veränderbaren Speicherung der Daten auf einem Magnetstreifen an und hört damit auf, daß nicht klar ist, ob das verwendete Verschlüsselungsverfahren überhaupt sicher ist. Wäre es wirklich sicher, hätten die Banken keine Bedenken, das Verfahren komplett offenzulegen. Die Sicherheit eines Verfahrens darauf zu bauen, daß man es geheim hält, ist eine kryptographische Todsünde. Diesen Fehler haben schon die Deutschen im zweiten Weltkrieg mit der Enigma gemacht. Mich wundert nur, daß Richter das Verfahren trotzdem immer wieder als sicher beurteilen. Die haben anscheinend keinen blassen Schimmer davon. Ich kann jedem nur raten, nur im Lastschriftverfahren ohne PIN zu bezahlen. Das System wäre eigentlich auch ziemlich sicher, wenn an der Kasse die Übereinstimmung der Daten von Karte und Bon und insbesondere die Unterschrift genau geprüft würden. Zusätzlich kann man sich ja noch den Ausweis zeigen lassen. Das macht aber niemand. Ich könnte auch als John Doe unterschreiben, und nie würde es jemand merken. Der Glaube an die Technik ist zu stark und die Aufklärung hat nichts bewirkt.

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08. Mai 2008 13:13

Der Nächste bitte....

St. Koch (Pensacola)

Immer wieder hört und liest man von solcherlei Verbrechen. Gleichzeitig werden die Banken und Kreditinstitute nicht müde, gebetsmühlenartig die absolute Sicherheit der EC-Systems zu preisen. Im Schadensfall ist immer der Kunde selbst schuld. Die müssen bloß behaupten der Kunde hätte Karte und die PIN zusammen aufbewahrt, der Kunde muß dann beweisen, dass dem nicht so ist. Den Nachweis können sie aber in den wenigsten Fällen führen, wenn ihnen alles gestohlen wurde oder die Zugangsdaten der Karte per Skimming ausgespäht wurden... Mein Vorschlag: Banken und Kreditinstitute, die den Kundenschutz vernachlässigen und mögliche Vorsorge nicht treffen, sollen öffentlich benannt werden, damit der Kunde sein Risiko auf diese Weise durch Betrüger,sein hart verdientes Geld zu verlieren auch realistisch einschätzen kann.

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08. Mai 2008 12:46

@Heyder

John Doe (Der_kleine_Amrumer)

Na das ist ja ne ganz tolle Idee Herr Heyder. Und wie soll eine deutsche Sparkasse wissen/erfahren, ob der Automat im ausland die Karte diesbezüglich prüft oder nicht? Und ich freue mich schon wenn sie das nächste mal im auslandsurlaub ne menge geld sparen weil sie keines mehr ausgeben können, da sie mit Karte nicht bezahlen oder kein Geld ziehen können, wird ja nicht geprüft. Schon mal überlegt, warum die "Karte" mal EC-Karte hiess (EURO-cheque) und nicht DC (Deutsch-Cheque!!)... Was aber jeder Verbraucher machen kann: er kann seine Karte/Daten für Auslandsverfügungen komplett sperren lassen. Wer nie ins Ausland fährt, für den wäre das ne Alternative...

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08. Mai 2008 12:08

Missbräuchliche Verwendung von Bankdaten

Hans-Jürgen Heyder (gsaelz01)

Auf der EC-Karte ist ein Karten-Echtheitsmerkmal vorhanden. Werden die Daten auf eine Karte kopiert, welche das Merkmal nicht aufweist, kann an Geldausgabe-Automaten, die eine entsprechende Prüfung vornehmen, nicht abgehoben werden. In Deutschland prüfen anscheinend alle Geldausgabe-Automaten auf Kartenechtheit. Deshalb sind missbräuchliche Abhebungen mit kopierten Karten nur im (vor allem östlichen) Ausland möglich. Es liegt deshalb an den deutschen Banken, Auszahlungen zu verweigern, wenn beim Abhebevorgang das Karten-Echtheitsmerkmal nicht geprüft wird!

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