11. März 2008 Beim Fahren ist wieder mehr Gefühl gefragt. Neben dem Wegfall der Motorbremse (Bremskontrollsystem EBS), die den 770 PS starken Autos mehr Stabilität bei entsprechenden Manövern verlieh, müssen die Piloten nun auch auf die sogenannte Traktionskontrolle verzichten. Sie optimierte bisher das Durchdrehen der Reifen bei der Beschleunigung, was vor allem beim Start hilfreich war. Dafür sind alle Rennwagen mit einer einheitlichen Elektronik ausgestattet. Das soll die Kosten in der finanziell höchst aufwendigen Formel 1 auf Dauer eindämmen. Für die Umstellung mussten die Teams aber mehr ausgeben.
Kostensparend soll sich auch die neue Regel für die Getriebe auswirken. Diese müssen nun an vier aufeinanderfolgenden Rennwochenenden verwendet werden und daher noch haltbarer sein. Muss die Einheit vorzeitig gewechselt werden, wird der Fahrer zur Strafe um fünf Plätze in der Startaufstellung nach hinten versetzt.
Benzinklausel und Extremwetterreifen
In der Qualifikation für die Startaufstellung sorgt die neue Benzinklausel für eine Veränderung. So dürfen die zehn Besten des Zeittrainings nicht wie noch im Vorjahr mit der im letzten Abschnitt verbrauchten Benzinmenge wieder betankt werden. Dies führt zu veränderten Rennstrategien. Außerdem werden in diesem Jahr dem Treibstoff 5,75 Prozent Biomasse beigefügt.
Wird ein Rennen wegen widriger Witterung hinter dem sogenannten Safety-Car gestartet, müssen alle Autos mit Extremwetterreifen ausgerüstet sein. Nach den Vorfällen vor allem beim Regenrennen im vergangenen Jahr in Japan wurde zudem der Mindestabstand von fünf auf zehn Autolängen vergrößert. Untersagt ist die Verwendung eines Ersatzwagens.
Text: dpa
Bildmaterial: AP
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