09. Juli 2009 Ein neuer Streit zwischen der Teamvereinigung Fota und dem Automobil-Weltverband Fia hat die Sorge um eine Spaltung der Formel 1 wieder geweckt. Bei einem Fota-Krisentreffen am Mittwochabend in London sei auch über die Möglichkeit einer Konkurrenzserie diskutiert worden, berichteten englische Medien am Donnerstag übereinstimmend.
Zuvor war es bei Gesprächen zwischen den Rennställen und der Fia am Nürburgring zum Eklat gekommen. Der Verband erklärte den Teams bei einem Treffen zum neuen Reglement für 2010, dass die Fota-Mitglieder derzeit kein Mitspracherecht in Regelfragen besitzen. Dass dies erst bei dem Treffen in Deutschland geschehen sei, bezeichnete die Fia als einfach unwahr.
Gespräche abgebrochen
Nach wochenlangem Machtkampf hatten acht Formel-1-Ställe um den Wortführer Ferrari erst Ende Juni einem Kompromiss mit Fia-Präsident Max Mosley zugestimmt (Siehe: Einigung im Motorsport: Mosleys Rückzug rettet die Formel 1). Dennoch gestand der Verband der Fota für die weiteren Treffen der sportlichen und technischen Arbeitsgruppen nur Beobachterstatus zu. Die acht Top-Teams seien noch nicht offiziell für 2010 eingeschrieben, sagte Fia-Renndirektor Charlie Whiting. Die Fota brach die Gespräche daraufhin ab.
Die Zukunft der Formel 1 steht damit wieder infrage. Die Gefahr einer Spaltung ist zurück, schrieb die englische Zeitung Guardian. Die neuerliche Krise droht auch den Großen Preis von Deutschland am Sonntag (14.00 Uhr im FAZ.NET-Formel-1-Liveticker) zu überschatten.
FAZ.NET / dpa
Bildmaterial: dpa
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