Amerikanischer Wahlkampf

McCain trifft Dalai Lama und kritisiert Peking

Helden unter sich

Helden unter sich

26. Juli 2008 Der designierte republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain hat nach einem Treffen mit dem Dalai Lama die Menschenrechtslage in China kritisiert und Verbesserungen angemahnt. Zwar wünschten die Vereinigten Staaten gute Beziehungen zu Peking, sagte McCain nach seinem Gespräch mit dem Dalai Lama am Freitag (Ortszeit) am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Aspen im Bundesstaat Colorado. Aber Amerika und andere Demokratien erwiesen dem chinesischen Volk keinen Dienst, „wenn wir vorgeben würden, dass die Unterdrückung von Rechten in China uns nicht betrifft“.

McCain forderte von der chinesischen Regierung „die Freilassung von tibetischen Gefangenen, einen ernsthaften Dialog mit dem Dalai Lama und wahrhafte Autonomie für Tibet“. Bei den antichinesischen Unruhen im März in Tibet war es zu zahlreichen Verhaftungen gekommen.

Es war das erste Treffen zwischen McCain und dem Dalai Lama. Letzterer betonte, die Unterredung habe keinen politischen Hintergrund. Doch fühle er sich geehrt, mit „seinem alten Freund“ zusammengekommen zu sein.

Der Dalai Lama, Friedensnobelpreisträger und geistliches Oberhaupt der buddhistischen Tibeter, hält sich derzeit wegen einer Konferenz in den Vereinigten Staaten auf. McCain nannte ihn ein Vorbild und einen „Held“, den er für dessen Einsatz für „die Freiheit des tibetischen Volkes und in der ganzen Welt“ bewundere und respektiere.

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP

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