Zhang Qingli, Parteichef der “Autonomen Region Tibet“

Es könnte mit an ihm liegen, dass sich die Wut der Tibeter nun in Gewalt entlud: Zhang Qingli, der Parteichef der „Autonomen Region Tibet“ und oberster Statthalter Pekings in der Region, bezeichnete den Dalai Lama als „Wolf in einer Mönchskutte“. Von Petra Kolonko

Lesermeinungen zum Beitrag

28. März 2008 16:23
Alte Hüte  
Harry LeRoy (Cimon)

So sieh er also aus, der Gessler Tibets, der Chinesen ungnädigster Vogt. Da die Tibeter in dem Dalai Lama schon ihren Attinghausen gefunden haben, brauchen sie nun nur noch ihren Tell zu finden und Schillers „in tyrannos“ muss keine Poesie bleiben. Also Tiber: Ihr habt nichts zu verlieren als die Ketten des chinesischen Bolschewismus!

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28. März 2008 10:37
Wussten Sie übrigens, Herr Bovier...  
Gabor von Zoltan (Putinras)

... dass dies ein Fehler ist, den die BRD öfters begeht?

Sofern man sich bewusst macht, dass die Chinesische Nationalbank auf über einer Billiarde (1 Million Millionen!) Dollar sitzt, ist es ja schon lächerlich genug, wenn dann die braven Humanisten aus dem fernen Deutschland Gutes tun wollen... Wobei zu sagen ist, dass es natürlich schön wäre, wenn das BRD-Geld tatsächlich Menschen zu Gute käme, die vom Regime bewusst geschnitten weren. Daran zweifle ich.

Ich möchte aber darauf hinweisen, dass es ständig geschieht, dass Staaten, deren Geldsäckel aus allen Nähten platzt, auch noch mit deutschem Steuergeld bezuschusst werden. Oft genug für Arbeiten, für die jedes vernünftige Staatsgebilde eigentlich selber die Verantwortung übernehmen müsste.

Russland verdient sich an Öl und Gas, auch mit unserem Geld, dumm und dämlich. Um Entsorgung gefährlichen Mülls kümmern sich dagegen andere:

"In Anwesenheit von Bundeskanzler G. Schröder und Präsident W. Putin hat Staatssekretär Dr. Alfred Tacke ...ein Abkommen über die sichere Entsorgung von rund 120 atomgetriebenen U-Booten der russischen Nordmeerflotte unterzeichnet... Vom BWI werden für alle Arbeiten des Projekts
300 Mio. € in den Jahren 2003 bis 2008 zur Verfügung gestellt."

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27. März 2008 22:31
Statthalter oder Potentat  
Benedikt Gresser (Benediktus)

Selbstherrlichkeit ist die Wiege des Untergangs. Brutalität und Rücksichtslosigkeit kann diese Entwicklung nur beschleunigen.
Die bewundernswerte Geduld der buddistischen Gläubigen ist bereits in die Geschichte eingegangen. Es hilft keine Toben.Zhang Qingli wird Zuschauer bleiben.

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27. März 2008 15:55
Entwicklungshilfe für China einstellen - Haderthauers Vorschlag wegweisend  
joachim bovier (jbovier)

Mir ist es völlig unverständlich, wie betriebsblind und feige Sportfunktionäre sein müssen, die Olympia in Peking um jeden Preis durchzuziehen und sich ihr Fun-Event auch auf Leichenbergen nicht kaputtmachen lassen wollen. Ein klares Wort der Bundesregierung wäre angebracht. Frankfurts Oberbürgermeisterin Roth ficht das ganze gar so wenig an, dass sie keinen Grund sieht, eine Chinareise in den nächsten Wochen abzusagen.
Blamable Apeasementpolitik im Land der Olympischen Spiele von 1936, während bspw. Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner die Athleten öffentlich zu Solidaritätsbekundungen mit Tibet während der Sommerspiele aufruft oder US-Präsident George W. Bush die Regierung in Peking zu Gesprächen mit dem Dalai Lama, dem religiösen Oberhaupt der Tibeter, mahnt.
Umso bemerkenswerter die neue CSU- Generalsekretärin Christine Haderthauer, die Flagge zeigt und betont: „Wenn wir die Entwicklungshilfe für China einstellen, wäre das ein deutlicher Schuss vor den Bug für Peking.“ Richtig so, die Frau bringt die Sache auf den Punkt! Politik, Sport und Wirtschaft müssen jeweils ihre Einflussmöglichkeiten nutzen, um zur Wahrung der Menschenrechte beizutragen.

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