
Nicht nur vor China Katzbuckelt Sarkozy auch in richtung Russland bleibt jegliche Kritik an Menschenrechtsverletzungen auf der Strecke, wen überhaupt überlässt er dies Kouchner oder dessen Untergebenen. Eigentlich eine Schande für die "Grand Nation" aber Frankreich ist nicht das Erste und wird leider auch nicht dass letzte Land sein, das seine ureigensten ethisch-moralische Grundsätze zu gunsten ökonomischer Interessen verrät. Aber was will man von einem Mann der 2005 anlässlich der Vorortkrawalle Komentare wie:"Das Gesindel gehört an die Wand gestellt" abgegeben hat schon erwarten?

Bisher ist mir trotz unendlicher Artikel über den Dalai Lama noch nicht klar geworden, was denn so erleuchtend sein soll. Warum dieses Buhei um einen selbsternannten Gott? Ist mir vollkommen unverständlich.

Dieser Umgang mit dem Dalai Lama ist beschämend für Frankreich und die Regierung Sarkozy. Gerade von den Franzosen hätte man anderes erwartet, lautete doch der Ruf der französischen Revolution "Freiheit oder Tod". Ist die Grande Nation doch diejenige, die sich den Einsatz für die Menschenrechte stets auf die Fahnen geschrieben hatte und der Staatspräsident selbst ein Mann, der immer wieder die besondere Bedeutung des Rechts hervorgehoben hat. Diese Werte zugunsten schnöder Geschäfte eines Staatskonzerns mit den chinesischen Diktatoren verraten zu haben, mögen viele pragmatisch nennen, für mich ist es ein Verkauf der Seele Frankreichs. Ohne Madame Sarkozy zu nahe treten zu wollen, aber wie wäre es heute wohl um Frankreich bestellt, hätten Großbritanniens Premierminister Sir Winston Churchill oder US Präsident Franklin Delano Roosevelt nicht den Chef der französischen Exil-Regierung im II. Weltkrieg, General Charles de Gaulle, selbst empfangen und sowohl militärisch wie finanziell die Resistance unterstützt. Die Größe Frankreichs, sein Ruhm und seine Ehre gebieten einen anderen Umgang mit dem Dalai Lama, dem geistigen Oberhaupt eines unterdrückten Volkes, das wie einst Frankreich besetzt ist und heute um seine Freiheit kämpft.

versteht man in Paris und Berlin, daß man geschlossen als EU auftreten muß. Sonst hat die KPCh keine Schwierigkeit, sich jeden einzelnen "Eurostar" getrennt vorzunehmen.

Sarkozy ist geil auf Macht und Ruhm und Geld und und und.. Um am politischen Himmel mit seinem Balon noch höher zu steigen wirft er jeglichen Ballast - wie seine Einstellung in der Tibetfrage verrät - Würde, Freiheitsrecht, Menschenrecht und Anstand ab. Er ist eine durch und durch typische Erscheinung am spätkapitalistischen Himmel Europas. Die so hoch gepriesene westliche Demokratien bringen hochfragwürdige Gestalten wie Sarkozy, Busch, Berluscuni oder biedere Gestalten, deren Namen einem nicht mal einfallen, hervor. Die Jungen "Demokratien" im Osten hingegen bringen Despoten wie Putin, Sarkoschville, Refrandschani u. a. hervor. In Fragen der Geilheit unterscheiden sie sich von ihren oben genannten westlichen Vorbildern kaum. Wir haben eine echte Krise der Demokratie. Weit und breit keine Visionäre und Staatsmänner. Eine erhebliche Schuldzuweisung müssen sich die Medien gefallen lassen aber auch Politiker mit ihrem Macht- und Steuergier. Nach den revolutionären Umwälzungen im digatelen Zeitalter mit unbegrenztem Informationszufluß und damit verbundene Überforderung des Menschen müssen Reformen im politischen, sozialen und wirtschaftlichem System durchgeführt werden. Fragt sich nur von wem?

ist kein Verlass. Die Haltung vieler französischer Politiker ist eindeutig und klar, trotz üblichen Drohungen aus Peking. Das ist lobenswert. Man sollte sich ruhig öfter vor Augen halten, dass der Dalai Lama Friedensnobelpreisträger ist. Er lebt, wovon er spricht. Ihn dürfte die zweifelhafte Ehre nicht von Sarkozy empfangen worden sein, nicht weiterstören. Er sieht sich meist mehr als Lehrer, der zufällig noch Politik machen muss. Man kann die Verantwortung für 6 Mio. Tibeter nicht von heute auf morgen abgeben. Es geht nicht nur um die Tibeter, sondern insgesamt um die Menschenrechte in China. Die Frau von Hu Jia, Ehrenbürger von Paris in einem chinesischen Gefängnis, Zeng Jinyan und ihre kleine Tochter sind seit Beginn der olympischen Spiele spurlos verschwunden.