Die Regierung in Rangun pocht darauf, ausländische Hilfslieferungen selbst zu verteilen. Die UN setzten ihre Flüge nach Burma daraufhin aus. Der deutsche Außenminister Steinmeier will China und Thailand um Hilfstransporte nach Burma bitten und den UN-Sicherheitsrat involvieren.
Bildergalerie Burmas Militärregierung hat die Bevölkerung trotz ausdrücklicher Alarmhinweise aus Indien nicht vor dem Wirbelsturm Nargis gewarnt und verhindert internationale Hilfe. Tage nach dem Sturm warten Fachleute noch immer auf eine Einreisegenehmigung. Nahrungsmittel und Trinkwasser werden knapp.
Krisenmanagement in Burma: Schlägt die Wut in Aufruhr um?
UN-Generalsekretär Ban K-moon und die Chefs von 27 UN-Organisationen beraten in Bern über einen Ausweg aus der weltweiten Nahrungsmittelkrise. Die Lebensmittelknappheit trifft die Ärmsten der Armen besonders hart. In Bangladesch müssen fast fünf Millionen Kinder arbeiten, um nicht zu hungern – viele leben von dem, was sie beim Wühlen im Müll finden.
Nach neuesten Schätzungen der Vereinten Nationen sind durch den Darfur-Konflikt 300.000 Menschen ums Leben gekommen - deutlich mehr als bislang angenommen. In der sudanesischen Krisenregion versucht die internationale Unamid-Mission, Zivilisten und Hilfsorganisationen zu schützen. Doch die Truppe hat zu wenige Soldaten und ist auch technisch unzureichend ausgestattet.
In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung hat Papst Benedikt XVI. die universale und absolute Geltung der Menschenrechte angemahnt. Daraus leitet er ein internationales Interventionsrecht ab, wenn Staaten nicht imstande sind, diesen Schutz zu garantieren. Von Heinz-Joachim Fischer, New York
Ein wichtiger Zeuge ist untergetaucht, die Ermittlungen stocken: Drei Jahre nach dem Mord an Libanons langjährigem Ministerpräsidenten Hariri rückt eine Anklage in immer weitere Ferne. Eigentlich sollte den Tätern noch dieses Jahr in Den Haag der Prozess gemacht werden. Von Markus Bickel
Handeln wie echte Mitglieder der Vereinten Nationen: Im Planspiel National Model United Nations wird komplexes Weltgeschehen in Szenarien durchschaubar gemacht. Von Stephanie Zehnle
Angesichts der Preisexplosion bei Nahrungsmitteln haben Weltbank und Internationaler Währungsfonds Geberländer aufgefordert, 500 Millionen Dollar zur Linderung der größten Not schnell zu Verfügung zu stellen. Das Welternährungsprogramm der UN brauche das Geld umgehend.
Seit der Gründung des Internationalen Währungsfonds im Jahr 1944 hat sich die Weltwirtschaft grundlegend gewandelt. In den vergangenen Jahren pochten vor allem die Schwellenländer auf ein größeres Mitspracherecht. Eine Reform der Stimmengewichte ist nun näher gerückt.
Schwere Anschuldigungen erhebt die ehemalige Chefanklägerin des UN-Kriegsverbrechertribunal, Carla del Ponte: Mitglieder der Kosovo-Befreiungsarmee UÇK sollen in Organhandel verwickelt sein. Die inzwischen zu Regierungsehren gelangten früheren Freischärler schweigen zu den Vorwürfen. Von Michael Martens, Belgrad
Der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon wird nicht an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking teilnehmen. Offiziell ist von Terminschwierigkeiten die Rede. Unterdessen ist das Olympische Feuer in Buenos Aires eingetroffen. Auch dort wird mit Protesten gerechnet.
Im OECD-Wirtschaftsbericht wird abermals das dreigliedrige Schulsystem kritisiert. In keiner anderen vergleichbaren Industrienation sei der Bildungserfolg eines Kindes so abhängig von seiner sozialen Herkunft sei wie in Deutschland.
Nach der Enttäuschung über das Scheitern seiner Erweiterungspläne auf dem Gipfel in Bukarest besucht Präsident Bush nun einen treuen Verbündeten: In Zagreb will er Kroatiens Ministerpräsident Sanader zum Nato-Beitritt gratulieren. Von Karl-Peter Schwarz, Rijeka
Es war die Geschichte einer inszenierten Wandlung: Aus dem gefürchteten UÇK-Führer wurde ein Politiker, der vorgab, sich für ein multiethnisches Kosovo einzusetzen. Nun wurde der frühere Ministerpräsident des Kosovos in Den Haag freigesprochen. Ihm waren Mord, Folter und Vergewaltigungen vorgeworfen worden. Von Michael Martens