
Der Begriff „Kreuzzug“ bezeichnet in der Geschichte die zwischen 1096 (1. Kreuzzug) und 1270 (7. Kreuzzug) stattgefundenen Versuche christlicher Heere und Prediger die geographischen Gebiete des so genannten Heiligen Landes zu sichern bzw. zurückzuerobern. Durch eine präzise Zuordnung zu ihrer Zeit, der eigenen inneren Motivation, äußeren Zielsetzung und den geistlichen/theoretischen Legitimationsversuchen haben die „Kreuzzüge“ in der Welt-Geschichte eine anerkannte begriffliche Eigenständigkeit erlangt. – Es ist ebenfalls anerkennenswert, dass sich auch Herr Obloch – wie viele in unserer Zeit – mit dem eigentümlichen internationalen Vorgehen der Vereinigten Staaten auseinandersetzt und dieses kritisch hinterfragt. Diese Auseinandersetzung muss jedoch fragwürdig erscheinen, wenn sie voreilig auf begriffliche Asymmetrien zurückgreift, an denen sie sich zwangsläufig – und traurigerweise – schon bald abnutzen müsste, während eine präzise und auf aktuelle Zusammenhänge zurückgreifende begriffliche Auseinandersetzung bedeutend zielführender wäre.
Allein auf diese Problematik soll an dieser Stelle hingewiesen werden: die Problematik der notwendigen Begriffssicherheit in einer Debatte.

Als im ersten Kreuzzug 1209 die Einwohner der südfrz. Stadt Beziers niedergemetzelt wurden, galt für die päpstlichen Truppen die Parole: Alles niedermachen, Gott wird die Unschuldigen schon finden!
Heutzutage werden in fremden Ländern durch die modernen Kreuzzügler Dörfer, Hochzeitsgesellschaften u.ä. durch Bomben und Raketen niedergemacht.
Gott wird die Unschuldigen schon finden.