UN-Menschenrechtsrat

„Eine neue Ära hat begonnen“

UN-Generalsekretär Kofi Annan hat am Morgen in Genf die erste Sitzungsperiode des neuen Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen eröffnet. Der deutsche Außenminister Steinmeier würdigt das neue Gremium „als Chance“. Amerika ist nur als Beobachter dabei.

Lesermeinungen zum Beitrag

07. Juli 2006 23:31

Inititaive der Staaten, nicht des Generalsekretärs

Frank Martischewski (Ovozim)

Es hätte der Inititative einiger hoch geachteter Staaten bedurft, in denen sich die Achtung der Menschenrechte schon als Gesellschaftsprinzip festgesetzt hat, womit eine schrittweise Ausweitung des Rates auf "würdige" Staaten hätte stattfinden können. Die "Rüge" hätte der Rat dann durch die UN erteilen können, unterstützt vom Druck der öffentlichen Meinung. So aber wird wieder das internationale Gesetz der gegenseitigen Unterstützung gelten (Bsp: Japan u. die Wahlfangkommission) und der Rat als zahnloser Tiger auffallen. Leider wird die Macht der Medien in der internationalen Politik viel zu selten genutzt.

Für den einzelnen Menschen ein komisches Gefühl, zusammen mit den skrupellosesten Staaten in einem Rat zu sitzen. Eigentlich inakzeptabel, aber den Regeln der internationalen Ordnung angepasst.

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19. Juni 2006 17:12

Keine Hoffnung auf Menschenrechte für Palästinenser

Gottfried Strobel, Ing.i.R. (icc)

USA und Israel haben sich nicht um eine Mitgliedschaft im neuen UN Menschenrechtsrat Beworben.

Washington hatte die Reform als unzulänglich abgelehnt und will nur als Beobachter auftreten.

Seitdem Israels Ministerpräsident Ehud Olmert sagte, dass Israel die "moralischste Armee der Welt" habe,
ist wohl eine Bewerbung im neuen UN Menschenrechtsrat überflüssig geworden.

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