Diese" Nothilfe" ist ein Tropfen auf den heissen Stein. Er wird die prinzipielle Ungerechtigkeit in dieser Welt nicht lindern. Die Ursachen sind in der Ausbeutung der Welt durch reiche Konzerne, durch ungerechte "Terms of Trades", durch den Großgrundbesitz, durch die Finanzspekulationen, den Sharholder-Value-Kapitalismus und durch die Verwüstung der Erde ("Devasting" durch Anbaumethoden) zu suchen. Hier will keine Regierung wirklich anknüpfen. Also wird sich die Hungerkrise weiterfressen.
Haben wir also etwa wieder mal die Ursachen des Welthungers ausgemacht ?
"Als wichtigste Gründe gelten die verstärkte Produktion von Biokraftstoffen, veränderte Ernährungsgewohnheiten in aufstrebenden Ländern wie China und ausgedehnte Dürren etwa in Australien." heißt es dazu in der Online-FAZ von heute. Wobei die nur wiedergibt was die Experten und die Politik dazu sagen. Und die hat natürlich gar keine Schuld - die Politik.
Ähnlich stichhaltig bekommen wir ja nun die wöchentlichen Preiserhöhungen beim Kraftstoff erklärt. Tornado im Golf von Mexico, verstärkte Nachfrage, Brand auf einer Ölplattform, Unruhen in Dingsdabumsda....
Die Folgen von Engpässen bei der Nahrungsmittelversorgung, werden
wesentlich deftiger ausfallen als bei der Ökosteuer. Das Gefühl, das sich Politiker um garnichts mehr kümmern, was mit dem Wohl des Bürgers zusammenhängt wird nicht nur in Entwicklungsländern immer deutlicher spürbar. Nur abschöpfen, bei allem und jedem ...fürs Gemeinwohl.
Auch sehr putzig: Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) nannte es „völlig inakzeptabel“, dass die hohen Preise vor allem die Armen träfen.
Herzlich willkommen auf der Erde – das war bestimmt ne harte Landung.