OECD-Wirtschaftsbericht

Kritik am deutschen Schulsystem

Im OECD-Wirtschaftsbericht wird abermals das dreigliedrige Schulsystem kritisiert. In keiner anderen vergleichbaren Industrienation sei der Bildungserfolg eines Kindes so abhängig von seiner sozialen Herkunft sei wie in Deutschland.

Lesermeinungen zum Beitrag

10. April 2008 10:35

Über kurz oder lang ...

Herrmann Mueller (Herbie_2005)

... werden wir wahrscheinlich damit abfinden müssen, daß ein gutes (nicht unbedingt vermögendes) Elternhaus einen positiven Einfluß auf Kinder hat, der sich letztlich in allen Lebensbereichen niederschlägt, auch in Bildung und Berufsleben.

Das klingt banal, aber es bedeutet letztlich, daß der Staat nicht alle Unterschiede beseitigen kann. Keine Gemeinschaftsschule wird das schaffen, und keine Schuluniform kann verdecken, daß es arme und reiche Menschen gibt.

Ich finde es schade, daß man sich mit solchen symbolträchtigen Fragen wie der nach der angeblichen frühen und damit schädlichen Aufteilung der Kinder am Ende der Grundschulzeit. Zu diesem Zeitpunkt ist doch schon alles gelaufen! Da haben die einen (für ihr Alter) längst passabel Lesen und Schreiben gelernt, während die anderen leider weder verstehend lesen noch halbwegs richtig schreiben können. Da sind die Weichen bereits gestellt.

Wer daran etwas ändern möchte, muß früher aufstehen. Man muß den Familien helfen und abverlangen, ihren ureigenen erzieherischen Aufgaben nachzukommen, und dazu die Kinder früh durch Angebote außerhalb des Elternhauses fördern.

Das Schulsystem muß und wird sich mittelfristig nicht vereinheitlichen, sondern immer weiter liberalisieren.

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09. April 2008 21:46

Die 45- bis 64-Jährigen

Hermann Trouvain (liwiz)

sind also besser qualifiziert als die 25- bis 34-Jährigen.
Woran das wohl liegt? Am Schulsystem?
Oder liegt es vielleicht daran, daß eine gute, solide Ausbildung vor 50, 60 Jahren höher geschätzt wurde als heute?
In der Nachkriegszeit besuchten 4% eines Jahrgangs das Gymnasium, heute 40%, allerdings schließen nur 22% mit dem Abitur ab!. Und die Qualifikation heute ist schlechter?
Das gibt zu denken.
Und nun sollen alle KindergärtnerInnen eine akademische Ausbildung erhalten. Meine Kinder wurden von zahlreichen Kindergärtnerinnen – ohne Universitätsabschluß - hervorragend betreut und gefördert. Habe deshalb heute qualifizierte Beratung in Sachen Recht, Informatik und bald auch in Medizin. Wenn ich aber so an einige (Ober)Studienräte meiner Kinder zurückdenke ...
Hoffen kann man ja, daß der qualitative Unterschied nicht mit dem Ausbildungsniveau zusammenhängt.
Interessant wäre es zu wissen, wer Autor dieser Empfehlung ist, die die anderen 29 OECD-Staaten abgenickt haben.

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09. April 2008 21:31

Bessere Kreise oder bessere Schüler?

Thomas Frieling (TFrieling)

Herr Kleiner vertritt ein seltsames Bild des Liberalismus: "Schutz fuer die Besseren Kreise, in allen Lebensbereichen. "

Was immer er hier unter besseren Kreisen versteht, beim Eintritt in die Schule wird weder Geld verlangt noch Einblick in die Steuererklärungen genommen.

Oder meint er die besseren Schüler? In der Tat sind die heute vielen nicht mehr schützenswert.

TF

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09. April 2008 20:32

Schulsystem - international

Michael Mies (mies-suermann)

Gerne wird über das deutsche Schulsystem gestritten, dabei wird leider meist übersehen, wie unterschiedlich die Leistungsergebnisse der jeweiligen Schulen sind: Realschüler aus Bremen haben den Leistungsstand der bayer. Hauptschüler. Es ist nachgewiesen, dass insgesamt das bayerische Schulsystem deutlich besser ist und bei Pisa teilweise kurz nach Finnland abschneidet, es ist nachgewiesen, dass die Gesamtschulen bei gleicher finanzieller Ausstattung nicht bessere Ergebnisse (z.B. gleich hoch qualifizierte Abiturienten wie an bayer. Gymnasien) bringt. Natürlich kann man durch Absenkung des Niveaus mehr Abiturienten erreichen. Dann muss man auch für Berufe wie Krankenschwester studieren. Ist das der richtige Weg für ein Land, das auf seine Innovationen bauen muss, um international zu überleben?

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09. April 2008 18:30

Absolut berechtigte Kritik.Dieses Schulsystem dient zum "Besitzschutz" fuer die

Daniel Kleiner (Kleinermann1)

aus besseren Kreisen stammenden Damen und Herren.(Oder die das werden sollen,da sie ja erst "Hosenscheisser"(also Kleininder)sind.Erst spaeter werden sie
feine Damen und feine Herren,nicht wahr?
Ich kann das auch mit Beispielen erlauetern...
Die Freiheitlichen werden sicher gerade an ihrer Haltung zum Schulsystem beiweisen,was sie in Wahrheit unter Freiheit verstehen;Schutz fuer die Besseren Kreise,in allen Lebensbereichen.
Die Christlichen braucht man gar nicht zu erwaehnen da es ueber sie allgemein bekannt is; sie wollen die Menschen so beschuetzen,wie "Gott" sie geschaffen hat.
( Hat Gott auch das deutsche Schulsystem geschaffen?)

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09. April 2008 18:19

OECD ignorieren!

Kai Klinge (kaaa)

Immer dieselbe Leier:
Was für ein Schwachsinn!
60% 20% Äpfel und Birnen. Einkommensabhängige Rückzahlung von Studiegebühren. Na da werden sich ja die Betriebswirtschaftler für die Sozialwissenschaftler freuen!Warum hier keine Gleichheit?
"Gleichheit"in der Schule, Gleichmacherei um jeden Preis! "Gerechtigkeit", was für ein Wort!
Der Mensch wird nicht gleich geboren und stirbt auch nicht gleich. Und daran wird der Mensch -egal wie sozialistisch gerprägt- nie etwas ändern (können). Übrigens, wer will gleich sein?
Es zahlen über Steuern (über 50%) längst die Begabten für die Faulen mit. Nicht Leistung und Gesundheit lohnen sich, sondern Krankheit und Bequemlichkeit (Faulheit).
Wer bezahlt die OECD wofür? Was sind ihre wirklichen Ziele?
Ignorieren und austreten.

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