Im Hamburger Hyatt Hotel sitzt die Hauptfigur aus Küss den Frosch“ – ein Mensch im Plüschkostüm. Doch was ist das gegen das Rollenspiel, das wenig später der Disney-Animator Andreas Deja veranstaltet? Er lebt seine Figuren im Gespräch aus. Von Andreas Platthaus
Die Europäischen Filmpreise wurden gestern erstmals in Bochum verliehen. Michael Haneke erhielt ganz zu recht gleich drei der Auszeichnungen. Doch die Verleihungsgala geriet zur qualvollen Veranstaltung. Von Oliver Jungen
Das Kunstmuseum Bonn zeigt die neueste Arbeit des Videokünstlers Julian Rosefeldt: In American Night feiert er auf fünf Leinwänden den Western. Aufgefächert wird eine amerikanischen Mythologie, ohne sie als falsches Bewusstsein zu entlarven. Von Verena Lueken
Disney kehrt nach allerlei Computerexperimenten zur klassisch gezeichneten Animation zurück. Küss den Frosch ist ein Triumph geworden. Dieser Film rührt zu Tränen, und er lässt Tränen lachen. Von Andreas Platthaus
Nach dem großen Erfolg von Keinohrhasen ärgerte sich Til Schweiger zu Recht darüber, dass sein Werk beim Deutschen Filmpreis komplett übergangen wurde. Bei der Fortsetzung, Zweiohrküken, ist das anders. Sie wird vollkommen zu Recht ignoriert werden. Von Johanna Adorján
Pittoreske Scherze in Kasachstan: Sergej Dwortsewojs Steppenfilm Tulpan ist eine sympathische, urwüchsige Romanze mit modernern Fluchtimpulsen. Aber auch ein Paradebeispiel des neuen Arthouse-Mainstreams. Von Rüdiger Suchsland
Whatever Works, der neue Film von Woody Allen, ist vergnüglich, aber routiniert geworden. Immerhin gibt es diesmal einen Star, der dem Regisseur den Platz streitig macht: Larry David, der als Menschenfeind sein blaues Wunder mit einer Südstaatenschönheit erlebt. Von Michael Althen
Im kasachischen Spielfilm Tulpan hat die einzige Frau in heiratsfähigem Alter weit und breit an ihrem Bräutigam etwas auszusetzen. Doch in Woody Allens New York, Til Schweigers Berlin und in Sophie Laloys Lyon hat es die Liebe auch nicht leicht. Die Kinovorschau.
Zentralfigur der Zeitgeschichte: Die Karriere der legendären Schauspielerin Marianne Hoppe überspannte die Weimarer Republik, das Dritte Reich, die Bundesrepublik. Das Theatermuseum in München hat diesen Bogen raus. Von Dieter Bartetzko
Neben Kluge, Reitz und Fassbinder war Peter Lilienthal einer der Köpfe des jungen deutschen Films. Dann aber hat er dem deutschen Kino eine Brücke nach Übersee gebaut. Zum Achtzigsten des Regisseurs. Von Hans Helmut Prinzler
Spezial In Sandra Nettelbecks Film Helen erkrankt die Titelheldin, gespielt von Ashley Judd, an klinischer Depression. Doch weil man sich mit ihr identifizieren soll, wird uns ihre Krankheit nur in homöopathischen Dosen verabreicht. Von Andreas Kilb