
Sehr geehrter Herr Schirrmacher,
In Ihrem Artikel behaupten Sie Dinge über eine in vielen Ländern anerkannte Religionsgemeinschaft, über die Sie schlichtweg keine Ahnung haben. (...) Wenn Sie schon Abschrenkendes über eine bestimmte religiöse Gemeinschaft Inszinieren möchten, weil Sie für diese Glaubensrichtung keine Ambitionen besitzen, dann seien Sie wenigstens etwas präziese.
Wenn Sie darüber hinsaus schon nicht den Schneid dazu haben, sich selbst ein Bild der eigentlichen Sache zu machen, möchte ich Ihnen versichern, daß viele Ihrer lieben deutschen Mitbürger sich mündig genug fühlen, sich Informationen aus direkter Quelle zu holen und sich ein eigenes Bild über die Sachlage zu verschaffen. Bezüglich dem Ihrem Vergleich der Gesinnungsschnüffelei ala George-Kreis damals und Scientology heute, muß ich Sie in Ihrer Annahme absolut bestätigen, daß dieser warscheinlich heute schneller verboten werden würde, als er ins Leben gerufen werden könnte.
Für den Film hoffe ich mir, daß es ein authendischer guter Film wird, der mehr Menschen dazu inspiriert, für das was sie sehen, zu stehen und auch Verantwortung zu übernehmen.

Schön wenn man weiß, was vernünftig ist und wenn man auch noch weiß, dass alle die eine andere Meinung haben es nicht sind - mein Eindruck ist nicht der, das hier gehetzt wird, sondern dass im Sinne unserer ja doch noch bestehenden Grundordnung einfach Meinungen sehr unterscheidlichen Art geäußert werden.
Aber auch das kann man anders sehen und darf es äußern.

Herr Schirrmacher, ich halte Ihren Artikel für verdienstvoll
trotz des blindwütigen und völlig überflüssigen Eindreschens auf Scientology und Tom Cruise als Scientologen. Alle Informationen, die Sie zum grossen Geheimnis hochstilisieren, sind frei zugänglich und reichlich undramatisch - man muss sich nur die Mühe machen, hinzuschauen.
Anderseits kritisieren im zweiten Teil Ihres Artikels
zurecht die merkwürdige Debatte, die in Deutschland unter lebhafter Beteiligung von Politikern über den Stauffenberg-Film mit Tom Cruise gerade abläuft.
Brauchen Sie denn wirklich das einleitende Getöse als
Alibi? Ist Ihre Sorge so gross, wegen ein paar demokratischer Selbstverständlichkeiten gleich als
Scientology-Sympathisant "verdächtigt" zu werden?
Mit anderen Worten: haben Sie eine solche Entgleisung wirklich nötig?

Es mag traurig sein, aber letztlich ist es doch völlig egal, mit welchen Schauspielern Herr Stauffenberg in einem Unterhaltungsfilm wieder einmal verwurstelt wird.
Bemerkenswert finde ich jedoch, wie hartnäckig Stauffenberg nach über 60 Jahren noch immer instrumentalisiert wird.
Die linke Ecke: Verzeifelte Abwehr der Erkenntnis, dass es im damaligen Deutschland auch ernst zu nehmenden Widerstand gegeben hat, der nicht von links kam. Diese obsolete Abwehr wird mit besonders tiefgreifenden Geschichtskenntnissen begründet.
Die konservative Ecke: Diese tradionellerweise eher gesinnungsarme Gruppierung hat mit Stauffenberg gnadenlos einen Mythos an Land gezerrt, der ihre dürftige Identität durch das Helden-Korsett ersetzen soll.
Die rechte Ecke:
Hier wird frech schwadroniert: "Schaut her, es gab auch ehemalige Nazis, die keine Verbrecher waren." Dass Stauffenberg genau aus dieser Ecke noch lange nach dem Krieg als Volksverräter beschimpft wurde, vergißt man hier vor lauter Trittbrettfahren vollkommen.
Im Übrigen stimme ich den sehr guten Beiträgen von Matthias Schömann ("Überbewertet") und Christoph Braunwarth ("Lächerlich") zu, die sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Die Geschichte ist falsch gelaufen. Jedenfalls so, wie es keiner heute mag. Die Täter mögen es nicht so, wie es ist, die Opfer umso weniger. Sind wir uns einig darüber, dass es relativ bekannt ist, was, wie und wo gelaufen ist? Ist es klar, dass es nicht einem einzigen allein gelungen ist, das Unheil anzurichten, was angerichtet worden ist? Erlauben Sie mir Zweifel daran, dass es damals aufgrund eines gelungenen Attentates an den Einen, es ziemlich unwahscheinlich zu eine Art Wendepunkt der Geschichte im Sinne von ”Match Point”, was wir vom Sport kennen, gekommen wäre! Alles Spekulationen. Alles Wunschdenken in welcher Richtung auch immer. Eine neue Verfilmung der Ereignisse egal mit wem, von wem, über wen, egal ob im Tatort oder in den Studios ändert nichts an den traurigen Tatsachen. Was versprechen sich die Deutschen davon? Den Film mit dieser Besetzung zu verbitten wird es zum Glück keinem gelingen. Abgesehen davon, dass die Ähnlichkeit der beiden ”Helden” auch ohne Maske frappierend ist. Den Ausgang des Plots zu ändern wird es leider auch keinem – ohne Zeitmaschine - gelingen. Cruises Scientologyhörigkeit ist sekundär. Stauffenbergs wahrhaftiges Anliegen liegt mit ihm im Grab. Das Zitat ist übrigens von L.R. Hubbard. Dumm?

Wenns nach der FAZ und Donnersmarck geht wird Paris Hilton die Rosa Luxemburg spielen!

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie man verschiedentlich hörte, soll bei einem Schauspieler dessen private Gesinnung völlig egal sein.
WEnn das stimmen sollte, kann die Rolle Stauffenbergs ja theorethisch auch mit einem Neonazi besetzt werden.
Mit freundlichen Grüßen
ramaas

Wer kann eine Drehgenehmigung im Bendlerblock erteilen? Warum nicht der BMVg?
Die Liegenschaft "Bendlerblock" gehört zum Eigentum des Bundes. Für die fiskalische Verwaltung ist als Vermögen des Bundes der BMF zuständig.
Dieser überträgt die Nutzungsrechte der Liegenschaft an den BMVg, die dieser als Hausherr auch grundsätzlich ausübt.
Dass eine Drehgenehmigung vom BMF untersagt wurde, ist in der Tat politischer Natur und so gewollt.
mfg

Wahrscheinlich wird sich der Held in Eva Braun verlieben, und die beiden werden den Ehemann beiseite zu schaffen wollen. Zum Showdown wird sie sich an ihn klammern und klagen auf seinem letzten Gang. Die Geigen singen ein bisschen von Liebe und Leiden und der Stärke beides zu tragen. Wie auch immer, kann man doch hoffen, dass der Film den Sinn des Publikums fur gutes Kino zu entschieden zu schärfen vermag.

Hollywood mag seinen Film drehen. Sie werden der Sache, um die es vorgeblich geht, so wenig gerecht werden, wie (nur als Beispiel) Spielberg mit "Schindlers Liste" jenem historischen Vorgang. Die erzielte Belanglosigkeit ist Teil des Geschäftskonzepts.
Es ist nichts dagegen einzuwenden, daß Cruise den Stauffenberg spielt. In "Collateral" ist er nicht schlecht. Wird den Stauffenberg schon irgendwie deuten können. Doch dafür können sie die Kulisse auch in Babelsberg nachbauen.
Also: Warum sollten wir diese Leute an Originalschauplätzen drehen lassen? Und warum sollten wir uns das hernach ansehen?
Daß Cruise Scientologe ist, hat mit dem Vorgang nichts zu tun, illustriert vielleicht die Lächerlichkeit des Ansinnens. Wir müssen nicht jedem Pack willfährig sein.

Scientology und George sind doch nicht das gleiche. Es geht um die Inhalte und nicht alle Inhalte sind gleich. Es geht vor allem nicht um die Chancengleichheit politischer Parteien, wie die FAZ einmal suggerierte, sondern um die Freiheit eines Eigentuemers, mit seiner Sache zu machen was er will. Ein paar Dinge sollten klar sein und Cruise moegen wir eben nicht. Wen geht das etwas an?

Hello Friends,
Mea culpa, I have made a mistake and should not have thrown together Scientology and Christian Science. They are different entities. Scientology is a movement developed in the United States by L. Ron Hubbard in the 1950s and is a form of psychotherapy. Christian Science however, is a religion and system of healing founded by Mary Baker Eddy in 1866. It is based on the interpretation of the Scriptures and the ideas that disease, sin etc. are caused by mental error.
Es war ein Fehler von mir, Scientology und Chistian Science zusammenzuwerfen. Es handelt sich hier um zwei unterschiedliche Lehren. Scientology ist eine Art Psychotherapie, die von L.Ron Hubbard in den 50er Jahren entwickelt worden ist, waehrend Christian Science ein Religions- und Heilsystem ist, das von Mary Baker Eddy 1866 gegruendet wurde.
Tut mir leid - Gudula Behm, U.S.A.

Warum kann man den Beruf eines Schauspielers nicht von seiner Religion trennen? Das und vieles andere ist mir an der heutigen Gedankenwelt meiner ehemaligen Heimat schwer verstaendlich. Auf der einen Seite geisselt man sich wegen der Naziverbrechen bis auf den heutigen Tag und belastet damit auch Kinder und Kindeskinder, die Opfer des eigenen Volkes zaehlen jedoch nicht oder sind Opfer zweiter Klasse. Andererseits tut man als ob man sich auf einer moralisch hoeheren Ebene befinde als andere. Man duldet den Mohammedanismus aber nicht Scientology. Sind die Praktiken dieser Sekte wirklich so geheim, wenn ihr Grundwerk Mary Baker Eddys "Science und Health" ueberhall erhaeltlich ist? Ob all diejenigen, die die Scientology so heftig kritisieren wissen, dass Helmut von Moltke -auch ein tragischer deutscher Widerstaendler- aus eine Christian Science-Familie stammte? Sein Vater und seine suedafrikanische Mutter waren ueberzeugte Anhaenger dieser amerikanischen Sekte.
Gudula Behm, U.S.A.

Ausgangslage: Historischer Stoff mit einer widersprüchlichen (Schlüssel)figur der deustchen Geschichte, Widerstandskämpfer aber nicht nur, der möglicherweise gegeigenet wäre, ein spezifische Schlaglicht auf die deutsche Geschichte vor 45 zu werfen, in dem es um Glauben, Unterwerfung, Irrsinn, Mitläufertum + Widerstand gehen könnte(1)- aber es sind auch Aspekte im Spiel wie z.B. Deutschland in der Welt darzustellen auf möglicherweise ungewohnt Weise (2).
Diese Figur soll in Amerika verfilmt werden, nicht als Low-Budget-Film, er soll Mill. einspielen (3), weshalb als hauptdarsteller T. Cruise gewählt wurde (4), dessen
Botschaftermisson für Scientolgen, wahrscheinlich eine der machtgierigsten, fälschlicherweise unter religiösen Label firmierenden Sekte, eben dieser Sekte einen deutlichen Marketingvorteil gewähren würde (5), sie gesellschaftsfähiger machen. Das gibt logischerweise viel Diskussionsanlaß.
Was rechnet man gegeneinander.
(1) und (3) wiedersprechen sich - Geschäft und dirfferenzierte Auseinandersetzung wird kaum erfolgen.
(1) widersprechen sich möglicherweise auch, da es a.) nicht um private Vorlieben des Herrn Cruise geht, b.) auch bei Tom Cruise noch nicht zum Sektenbeauftragten konvertiert ist usw.usw.

Wer zwischen dem Christentum und einer hanebüchner Sekte keinen Unterschied sehen kann, dem ist wohl nicht zu helfen. Ich war schon immer der Überzeugung, dass auch zur Religiösität eine gewisse Intelligenz gehört; zumindest insoweit, dass sie erst in Einsicht ihrer Endlichkeit, den Sprung in den Glauben wagen darf...Bis dorthin heißt es, dass man sich auch gerne des Verstandes bedienen darf!
Deshalb sollte nach der Motivation gefragt, warum jemand wie Herr Cruise dieser Sekte unterlegen ist, und auch der Autor hierauf keine Antwort zu finden scheint, vielleicht folgendes in Erwägung gezogen werden: Tom Cruise ist strunzdumm!

Ich empfinde die gesamte Diskussion als lächerlich. Soll doch Herr Cruise spielen wen er will und glauben was er mag. Seit wann sind Hollywoodproduktionen denn so polarisierend? Was in dieser sogenannten "Traumfabrik" schon produziert wurde lässt mir teilweise die Haare zu Berge stehen.
Das ganze Gezeter zeigt einmal wieder die so allgegenwärtige Kleinkariertheit unserer Medien. Ich kann mich an keinen amerikanischen Film erinnern der die deutsche Geschichte auch nur annähernd in ein gutes Licht stellt. Die Glorifizierung dieses leicht fragwürdigen deutschen Helden wird garantiert nicht anders verlaufen und ich muss zugeben: Es lässt mich kalt.

Endlich hat man den Punkt getroffen, worum es bei dem ganzen Theater um Cruise als Darsteller von Staufenberg überhaupt geht.
Ich finde, wir sollten Cruise eine Chance geben, Schauspielerei ist ein Job wie jeder andere, nur dass man als Darsteller in der Öffentlichkeit steht. Bewertet man die schauspielerischen Leistungen von Cruise, muss man ehrlich sagen, er gehört zu den Besten, sein Privatleben geht genaugenommen niemanden etwas an. So sollten wir eher stolz sein, dass einer der besten Schauspieler den deutschen von Staufenberg spielt.

Bei allem Respekt vor dem Mut des Herrn Schenk von Stauffenberg, halte ich ihn als historische Figur für überbewertet. In erster Linie war er Nationalsozialist, Militarist und Antidemokrat, warum wir in Deutschland solchen Menschen Straßen widmen ist mir nicht klar. Wenn ich mich richtig erinnere, wollte Stauffenberg auch nicht die besetzten Gebiete nach der Tötung Hitlers zurück geben sondern allenfalls ein Friedensabkommen schließen und den status quo erhalten. Mein Vorschlag: Weniger über den Mann reden, er hat es nicht verdient.

Dieser ewig gleich trivial lächelnde "Schauspieler" mag spielen, wen er will. Er kann nur nicht erwarten, dass er die durchsichtige Botschaft dieses Films, Scientologen seien schon immer die besseren Widerstandskämpfer gewesen, auch noch mit staatlichen Hilfen in Form von Drehgenehmigungen an Original-Schauplätzen transportieren darf. Den Rest wird die Kino-Kasse richten!
Es wäre schon ein Stück aus dem Tollhaus, wenn man die gefährlichen Aktivitäten von Scientology, die schon unzählige Menschen ins Verderben gestürzt haben, mit Hilfe des Verfassungsschutzes überwachen lässt, andererseits einem exponierten Vertreter dieser Sekte die genannten staatlichen Hilfen zukommen ließe.
Mehr gibt es zu diesem Thema ernsthaft nicht zu erinnern, wenn man nicht wieder einmal den Feinden unserer Freiheit aus falsch verstandener Libertinage in die Hände spielen wollte.

fragen wir: Welche Leiche hat ein intelligenter Mann wie Tom Cruise womöglich im Keller, dass Scientology soviel Macht über ihn hat, dass er sich lächerlich macht...?

Hervorragender Artikel, der die Scheinheiligket der Behoerden und die Perversion der ganzen Debatte aufs Trefflichste entlarvt!

Wenn doch wenigstens die Intelligenz des Autors ein wenig auf
kulturelle Reflex-Profis und Konservative abfärben würde!
MfG

Die zwei Argumente in diesem Artikel sind beide rein rhetorisch:
was anderswo einfach "Traditionspflege" der Bundeswehr heißen würde, wird hier in das Hammerwort "Würde" verpackt. Natürlich impliziert das, daß Herr Schirrmacher et al. die Hüter dieser Würde sind und alle anderen unwürdig. In der Heimat von Cruise würde übrigens niemand die US Army auffordern, ihm ohne Genehmigung des Drehbuchs für Filmzwecke mit Sachmitteln auszuhelfen. Denn in deren Zusammenarbeit mit Hollywood geht es nicht bloß um Traditionspflege, sondern um handfeste militärpropagandistische Interessen, die Hollywood auch berücksichtigt. Deswegen auch die Handlanger in Deutschland, die weit über das hinausgehen, was Hollywood selbst erwarten würde. Wem nützt es?
Das zweite Argument ist: es geht um Deutungshoheit. Genau. Cruise kann mit dem George-Element sehr wohl für Scientology eine Schneise schlagen. George ist Opium für das Volk.

darzustellen in der Lage waere?
Vielleicht moechte der Moechtegern-Oscar-Gewinner auf diese Weise diese Auszeichnung bekommen: der Beste auslaendischer Film,in der Hauptrolle der kleine Tom Cruise...

Der Beitrag öffnet die Tür zu einem völlig anderen Aspekt als der Kontroverse, ob ein Scientology-Anhänger Stauffenberg spielen sollte oder nicht. War Stauffenberg wirklich der Widerstandskämpfer, als der er im Nachkriegs-Deutschland betrachtet (gefeiert?) wurde und wird?
Ist nicht eine konservative Elite, die schon recht früh von vielen Verbrechen des Nazi-Regimes gewusst hat, erst relativ spät, nämlich nach der Landung der Alliierten, zur Tat geschritten, als klar war, dass dieser Krieg nun wirklich nicht mehr zu gewinnen ist? Es gibt viele Belege dafür, dass Menschen ohne die Informationen, über die Stauffenberg und Co verfügten, viel früher versucht haben, Hitler zu töten. Es gibt viele Berichte über einfache Bürger, die sich, ihrem gesunden Menschenverstand folgend, dem Regime widersetzt haben. Stauffenberg und andere Offiziere haben sich sehr lange hinter ihrem Eid auf Adolf Hitler versteckt!
Trotzdem sind er und seine Mittäter wenigstens dann zu einer Tat bereit gewesen, die ihr Leben gekostet hat, als viele andere widerliche Mitwisser und Mitläufer den Wahnsinn immer noch weiter unterstützt haben. Insofern gebührt ihnen Anerkennung und Respekt, aber nicht die Überhöhung ihres Tatmotivs.

Glauben Travolta und Cruise wirklich an diese schreckliche Ideologie, oder sind sie gekauft oder dazu gepresst PR Figuren für Scientology abzugeben?

die sich immer wieder gut plazieren läßt, wie wir dies denn ja bereits im Grundgesetz an erster Stelle lesen dürfen. Dort mag es stimmen, in diesem hier geschilderten Zusammenhang von Würde zu reden ist mehrfach unangemessen, wenn nich falsch.
Cruise gibt Hilfestellung dabei, die Sicht auf eine totalitäre Sekte zu verstellen, indem er die Ikone des Widerstandsparts gegen ein totalitäres Regime mimt.
Scientology hängt sich damit den Mantel von Stauffenberg um.
Die Assozisation wird geweckt - und es geht hier um das Wecken von Assozisationen, sonst würde sich Scientology nicht der Künstler bedienen - daß der Widerstand gegen das 3. Reich im Einklang mit den Zielen stünde, die auch Scientology verfolgt.

Dieser Artikel wird der in Rede stehenden Problematik nicht gerecht; kann es auch nicht. Noch viel weniger ist es dem Leser möglich, in abgezählten Worten hierzu im Detail Stellung zu nehmen. Schirrmacher zwingt in eine Zeitungsspalte eine bewundernswerte Bandbreite von flapsigen bis versucht ernsthaft in ide Tiefe gehenden Betrachtungs-Fragmenten. So geht das nicht. Am Ende kommt eine resgnierte (?) Stellungnahme heraus, die in keinem Bezug zu den berührten Momenten steht.
"Man will einen Mann ohne Hintergründe, ohne Irrationalitäten, ohne Erdenrest. Wer weiß, vielleicht gibt Tom Cruise uns den zurück?"
Nein, dieses Stück Deutsche Geschichte steht für solche dekadente Experimente nicht zur Disposition. Die Deutschen haben kein Geschichtsbewußtsein mehr. Sie haben sich jegliches Nationalbewußtsein ausgetrieben oder "man" hat es geschafft. Wer die Größe Stauffenbergs und des Widerstandes bis heute nicht begriffen hat, wird es lebenslang nicht begreifen. "Man will...", - man hat nichts zu wollen, geschweige denn, daß solchem Begehren nachgegeben werden darf.
Das Andenken eines der großen Deutschen darf nicht von wirren Komödianten in den Sumpf von minderwertigstem Zeitvertreib gezogen werden. Das wäre Verkommenheit.

Fragt mal, was Aussteiger aus der Sekte zu dem Verein sagen, dann wird einen Angst und Bange.
T. Cruise al sbekennender Scientologe ist völlig ungeeignet für diesen Film .
gruß
g

nicht nur Stauffenberg dürfte heute Stauffenberg spielen, sondern auch Cruise darf es.

dass Cruise einen Mann mit Hintergründen oder Irrationalitäten darstellen würde. Es wird nix als eine plakative, billige Heldensaga werden, zu der Stauffenberg nicht taugt. Die von Ihnen gelobte Darstellung Stauffenbergs durch Sebastian Koch war eine platte Geschichts-lose Peinlichkeit, über die die Branche gelacht hat. Aber er hat ja den Goldenen Gong dafür gewonnen, nicht schlecht....

Um Kirche zu sein braucht es keinen Ehrgeiz, sondern caritas (nachzulesen bei Paulus).
Warum ist es eigentlich nicht das Bundesverteidigungsministerium, das eine Dreherlaubnis für den Bendlerblock erteilen muss?

Die Sekte der Scientologen ist gemeingefährlich. Dort wird Gehirnwäsche auf übelste Art betrieben.
Aussteigerberichte bringen schlimme Tatbestände zu Tage.
T. Cruise ist für so ein Projekt völlig ungeeignet.
Es wäre zudem eine unerträgliche Schande für die wirklichen Märtyrer des Krieges.
gruß
g