Karikaturenstreit

Ein Schweine-Quiek-Wettbewerb und die Folgen

Ein Mann, der angeblich Mohammed mit einer Schweinsnase verulkt: Dieses Motiv schürte Haß und Gewalt. Dabei hat das Bild mit dem Islam nichts zu tun. Die Geschichte eines Fotos und seines Mißbrauchs.

Lesermeinungen zum Beitrag

11. Februar 2006 22:09

Lasst uns die islamischen Karikaturen sehen!

Gerald Mackenthun (segel14197)

Der Feuilletonleiter der „Jyllands-Posten” hatte angekündigt, die Karikaturen aus dem Wettbewerb einer iranischen Zeitung nachzudrucken. Hut ab vor diesem Mut. Woher allerdings die Zeitung vorab weiß, dass es sich um "antichristlicher und antisemitischer Karikaturen" handeln wird, erschließt sich nicht. Warten wir doch erst einmal ab. Ich jedenfalls wäre sehr interessiert zu sehen, was eine iranische islamische Zeitung unter Karikaturen versteht. Wenn nicht die „Jyllands-Posten” die Karikaturen bringt, sollten andere europäische Zeitungen ihre Leser informieren.

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10. Februar 2006 16:44

Volksverhetzung und Prophetenlästerung

Felix Brunschwiler (feelX)

Alle Tiere sind gleich. Einige Tiere sind gleicher als andere. Frei nach animal farm zitiert sollte sich die Delegation dänischer Muslime, die dieses Foto fälschlicherweise als Mohammedkarrikatur verbreiteten, unter dänischem Gesetz der Volksverhetzung und unter der Scharia der Prophetenlästerung als schuldig bekennen.

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10. Februar 2006 12:51

Karikaturen hin her!

Orhan Soylu (Orhan_Soylu)

Hallo Leute,

geht es wirklich um die Karikaturen, oder geht es darum wie der Kofi Annan gesagt hat, dass hier wieder Leute im Spiel sind, die die Kluft, in welcher Hinsicht auch immer, zwischen Islam und anderen Religionen vergrössern wollen und Öl ins Feuer werfen?
Wenn ich mir die Geschichte anschaue, ist dies immer in dieser Art und Weise geschehen.
Ich bin ein Türke udn Muslim und bin auch nicht mit dem einverstanden, was im Moment in einigen Ländern so passiert. Aber sein wir doch mal ehrlich: solange die Christen und Juden Islam nicht als gleichwertig ansehen und alles was mit dem Islam zu tun hat difammieren und als miderwertig ansehen, wird es immer Kräfte geben, die diese heuchlerischen und falschen Interpretationen als Mittel zum Zweck benutzen um letztendlich eigen Ziele zu verfolgen und erreichen.

Einen feinen und ebenso wichtigen Unterschied möchte ich an dieser Stelle nennen: Wir Muslime ehren den Jesus, Moses und Abraham und alle anderen Propheten und eben- so die Bibel und Tevrat(Buch der Juden) und alle anderen Bücher, die vom Gott an den jeweiligen Propheten geschickt wurden.

Warum können die Christen und Juden den Koran und Mohammed auch nicht ehren?

Niemals wurde in der Geschichte des Islams der Jesus und die Bibel verschmäht, niederträchtig und heuchlerisch dargestellt.

Es muss endlich das gemacht werden, was das sog. westliche Demokratieverständnis verlangt: Respekt vor allen Menschen und deren Religionen.

Viele Grüsse

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10. Februar 2006 11:43

Bitte keine Bärtigen Witze mehr!

Andreas Grünebaum (agruenebaum)

Ohne Kommentar!

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10. Februar 2006 09:33

Gleiches Unrecht für alle?

Winfried Borlinghaus (Wibo)

Solcherlei aufklärende Fakten tun gut und tragen hoffentlich zur De-Eskalation bei. Ob das allerdings die aufgehetzte Menge in islamischen Ländern noch interessiert? Im Übrigen ist es schon merkwürdig, wie man heute Toleranz und Pressefreiheit versteht. Die Überlegungen in Dänemark zeigen, wohin die Reise wohl geht: Wer die einen beleidigt, sollte das auch mit anderen tun - gleiches Recht für alle!? Über die Alternative, dass man beides besser lässt, scheinen diverse Redakteure noch nicht nachgedacht zu haben. Oder beleidigt man zukünftig doch lieber wieder Christen, Juden, und andere i.d.R. friedliebende Menschen, weil die sich weniger gewalttätig zur Wehr setzen? Es stellt sich da schon die Frage: Wen interessieren schon Leserbriefe und friedliche Proteste? Dass gewaltbereite Menschen sich offenbar besseres Gehör in unserer Gesellschaft verschaffen können, zeigt die aktuelle Lage. Man mag die Grenze von Humor des guten Geschmaks unterschiedlich sehen, aber hierzulande ist sie z.B. in Punkto Blasphemie gegenüber christlichen Werten längst überschritten worden - doch wen kümmert's? Erst wenn der öffentliche Frieden gefährdet ist, beginnt man nachzudenken und das weiß man in bestimmten islamistischen Kreisen.

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