Robert Redford im Interview

Die sind beschränkt und sie sind gefährlich

In der nächsten Woche kommt „Von Löwen und Lämmern“ in die Kinos. Regisseur und Darsteller Robert Redford spricht im F.A.Z.-Interview schonungslos über die Politik der amerikanischen Regierung, eine bizarre Begegnung mit Richard Nixon und die Tragödie in seinem neuen Film.

Lesermeinungen zum Beitrag

11. November 2007 18:17

"Alles nur Kaperletheater, oder was?"

Ferdinand Reemtsma (Reemtsma)

Danke, für die sicher zutreffenden Ausführungen, @Herold Binsack.

Aber:

"In einem könnte er (R. Redford) sich irren:Sie sind vermutlich nicht beschränkt!"

Wenn ich das Tun und Streben von Bush & Co. daran messe, ob es "lebensfähig" oder eher nicht "lebensfähig" ist, dann bleibt nur der Schluß übrig, daß diese Menschen "beschränkt" sind, gleichwohl allerdings sehr gefährlich.

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03. November 2007 15:05

Die Spinner verändern manchmal die Geschichte!

Herold Binsack (Devin08)

Seit es Herrschaft über den Menschen gibt,wird der Widerstand dagegen als Phantasterei verleumdet.Wie sehr aber die Herrschenden diese Träumer in Wahrheit fürchten,demonstrieren die 6000 von Crassus gekreuzigten Gefolgsleute des Spartacus,entlang der Via Appia.Seit dieser Zeit ist der Aufstand historisch wie ethisch rehabilitiert,das zynische Gerede über die „Spinner“ hingegen als Anbetung des Pragmatismus, bzw. der Willkür der Macht entlarvt.Auch der Kriegsherr Crassus verachtete Spartacus und hielt ihn für einen Spinner, der es wagte das Imperium heraus zu fordern.Man darf sich ruhig vorstellen, dass Spartacus Crassus nicht nur in einem fairen Kampf besiegen, sondern, dass auch sein naiver Kommunismus der römischen Sklavenhaltergesellschaft gefährlich werden hätte können, wenn diese Schlacht vielleicht einige Jahrhunderte später stattgefunden hätte,zum Beispiel zur Zeit des Marc Aurel.Gar nicht auszudenken, wie dann die Geschichte der Menschheit überhaupt weiter gegangen wäre,wenn sich die Einfälle der „Barbaren“ mit einem Sklavenaufstand vom Typ der Spartakisten vereinigt hätten.Das Reich der Karolinger und damit der Feudalismus wären nicht unbedingt schicksalhaft gewesen.Und damit auch kein Kapitalismus.

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03. November 2007 08:06

Für die "Spinner, Träumer, Phantasten"?

Emilia de la Cruche (edl.cruche)

Herr @gisbert heimes, erlauben sie mir bitte eine Frage.

Waren es nicht in erster Linie die "Spinner, Träumer und Phantasten", welche sich in den 30er und 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts einem Gewaltherrschaft praktizierendem Regime entgegengestellt haben?

Robert Redford hat hier ein gutes Stück "amerikanischer" Wirklichkeit zutreffend beschrieben.

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02. November 2007 15:02

Was für's Gemüt der Gutmenschen

gisbert heimes (gisbert4)

Für die Spinner, Träumer, Phantasten.

Von was?

Von einer besseren Welt.

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02. November 2007 11:48

Alles nur Kaperletheater, oder was?

Herold Binsack (Devin08)

In einem könnte er sich irren:Sie sind vermutlich nicht beschränkt!Sollen doch auch die Kasperles im Kindertheater das Publikum nicht erschrecken.Außerdem ist zwischen dem Regisseur und dem Darsteller zu unterscheiden.Und Bush zum Beispiel ist kein Regisseur.Die graue Eminenz der amerikanischen Politik ist ein Henry Kissinger-seit Jahrzehnten.Und seitdem ich diesen mal bei der Maischberger gesehen habe,weiß ich,was ein konsequentes Training im Nichtssagen aus einem Menschen macht:Einen knurrenden Fleischberg.Der Maischberger ist es wenigstens gelungen ihn so sich selbst darzustellen zu lassen.Nichts was sie sagen–diese Leute aus der Macht–ist von Bedeutung,dafür umso mehr,was sie nicht sagen.Und wo ein Schäuble,um mal wieder auf vertrauten Boden zurück zu kehren,sich zum „Weltinnenminister“ hat küren lassen wollen (wer sonst?),nämlich auf jener gestrigen BND-Sicherheitskonferenz,war es auch nicht sonderlich originell,was er–von der Globalisierung hin bis zu jenen erst kürzlich verhafteten „islamistischen Terroristen“–zu sagen gehabt hatte,sondern was er ausdrücklich nicht sagte,und was nur der Titel der Konferenz verriet–und Sloterdijk war der Stichwortgeber-:Das Kapital macht Ernst innerhalb seines „(Welt-)Innenraumes“.

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01. November 2007 19:27

„Three Days of the Condor“

Ferdinand Reemtsma (Reemtsma)

Es ist schon sehr lange her. War es 1975? Ein Thriller von Sydney Pollack mit Robert Redford als Hauptdarsteller, welcher einen "Innendienstmitarbeiter" eines amerikanischen Geheimdienstes schauspielte.

Interessant war gegen ende des Films ein Dialog zwischen "Redford" und seinem Vorgesetzten im Film.

Es ging im wesentlichen um "Sandkastenspiele" (und deren Ursache) bzgl. Rohstoffressourcen im "Nahen- und Mittleren Osten".

Diese bereits damals beschriebenen "Sandkastenspiele" sind, wie wir heute (30 Jahre später) erkennen müssen, im Irak umgesetzt worden.





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01. November 2007 17:37

Aus dem Herzen

Herold Binsack (Devin08)

Vielleicht besser als jede politische Kritik, denn dies kommt aus dem Herzen des amerikanischen Volkes. Auf diesen Film bin ich so gespannt wie noch nie. Wenn nur dieser unerträgliche Tom Cruise nicht wäre, aber er spielt wenigstens eine negative Rolle, also beinahe sich selbst.

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