Es ist schon Lustig. Jeder redet von Premiere aber das die ARD jetzt 100 Millionen für die Rechte zahlt stört keinen, soweit ich weiss ist die ARD auch ein bezahl Sender. Der unterschied ARD muss ich zahlen, Premiere zahle ich Freiwillig.
Es ist immer schön zusehen für was meine GEZ Gebühren verwendet werden.
Einmalig die neue deutsche Entscheidungsfindung: man verhandelt zwischen Mehrwertsteuererhöhung um 2% und dem Verzicht darauf - das Ergebnis ist eine Erhöhung um 3%!!!
Mit ökonomischer Vernunft oder Verhandlungsmodellen ist dies ebenso schwer zu verstehen wie die Tatsache, dass bei einer Ausschreibung das beste Angebot bei der Vergabe der DFL abgelehnt wird - nämlich das von Premiere.
Die Begründung in beiden Fällen: dem Wohle des Volkes und Fans wegen. Hallo, liebe Entscheidungsträger und Genossen, seit wann und wie genau dient denn mehr bezahlen, bzw. Verzicht, unserem Wohl?!? Haben wir nicht einmal beschlossen, den Markt frei entscheiden zu lassen anstatt von Interessendgruppen? Also, besten Dank für Eure Mühen, aber was für UNS das Beste ist, würden wir gerne selbst entscheiden!
Sollte Kofler wirklich kalkuliert haben,daß sein Angebot akzeptiert werde, hätte er sich verzockt.Wäre es gestern vom DFL nämlich angenommen worden,wäre es anschließend politisch gescheitert.Bei einer großen Koalition hätte nicht nur - wie einst - Beck,sondern auch CDU/CSU - Politiker (sic Stoiber) das Argument gebracht,Fußball sei ein Allgemeingut und müsse am Vorabend im Free-TV gesendet werden.
Insofern hat die DFL inklusive der großen Vereine politisch richtig reagiert,wozu noch kam,daß auch die mächtigen Sponsoren den Vereinen ordentlich zugesetzt haben.Die für den Seher bis zum Erbrechen durch Werbung zerstückelte ARD-Sportschau ist für die Sponsoren goldrichtig.
Vielleicht hat Kofler richtig reagiert und überlegt,daß man schlußendlich auch in Deutschland diese Art von Pseudowerbe-Sendungen über haben wird.Premiere hat ja auch auf das widerliche Boxen verzichtet,das jetzt -
in seiner ganzen Scheußlichkeit - von ARD und ZDF ausgestrahlt wird.Und vieleicht wird es uns auch einmal klar werden,wer das eigentliche Bezahlfernsehen ist, nämlich die durch Fernsehgebühren finanzierten Öffentlich-Rechtlichen.Es wäre auch möglich,daß sich die große Masse der nicht an Sport interessierten Beitragszahler endlich wehrt und sich über das schlechte Allgemeinprogramm aufregt.
Premiere hat durch die hohe Qualität der Bundesliga-Übertragungen eine schwer erreichbare Qualitätsnorm geschaffen,welche Arena erst einmal erreichen muß und vielleicht greift Arena kurz vor dem Scheitern hän
Es fällt mir schwer zu erkennen, wieso ich als Fussballfan der Gewinner dieser Rechtevergabe sein soll. Bislang benötigte ich ein Pay TV Abo,welches zwar nicht gerade günstig war, dafür aber einen respektablen Gegenwert bot und eine Rundumversorgung mit dem für mich interessanten Livefussball bot.
ARENA darf, zumindest anfangs, nicht mehr als 20 Euro / Monat verlangen. NUn gut. Gehen wir aber mal davon aus, dass genau dieser Betrag dann auch wirklich verlangt wird.
Will ich also wie zuvor Bundesliga und Championsleague sehen, müsste ich beide Pay TV Angebote beziehen. Wird Premiere seine Preise um eben diese 20 Euro senken, um einen grossen Teil seiner Kunden zu behalten? Ich kann es mir nicht vorstellen. De Facto werde ich also bereits in der Anfangsphase dieser neuen Situation mehr bezahlen müssen als zuvor - und habe zudem die unkomfortable Situation, ein weiteres Abonemment abschliessen zu müssen. Der Komfort sinkt, die Preise steigen.
Natürlich zwingt mich niemand, dieses Spiel mitzuspielen. Es obliegt meiner freien Entscheidung, ob ich mich darauf einlasse oder eben nicht. Es sind die Regeln des Marktes, die ich als solche auch akzeptiere. Nur, erhöhte Kundenkosten als "Gewinn für die Fans" zu bezeichnen, ist eine dreiste Verdrehung der Tatsachen.
Der einzige Gewinner ist die DFL. Was angesichts der Tatsache, dass es ihr Produkt ist, auch in Ordnung geht.
Aber steht bitte dazu, und versucht diesen Deal nicht als Zugeständnis an die Fans zu verkaufen.
Nun ist das schöne Premiere-Geld weg. Aber es ist ja auch schon sehr gewagt, sein Geld in ein Unternehmen zu investieren, welches nur einen wirklichen Knaller im Angebot hat, dessen mittelfristige Verfügbarkeit noch dazu komplett von externen Entscheidungsträgern abhängig ist.
Die Champions-League ist ja auch ganz nett, aber nur von Bayern-Fans kann man auf Dauer wohl nicht leben, und wer schaut schon ab dem Viertelfinale Spiele wie AC Milan gegen Eindhoven.
Man muß Herr Hackmann gratulieren. Er ist offenbar über Nacht zum Philantrophen (Menschenfreund) geworden. Er hat im Sinne der Fans auf Geld verzichtet!??? Wenn es nicht so traurig wäre, müßte man laut lachen. Aber, verehrter Herr Hackmann, Desinformations-Künstler gibt es bessere als Sie.
So schlecht finde ich es gar nicht, dass Premiere zur Abwechslung mal leer ausgegangen ist. Zu häufig, für meinen Geschmack, sind doch die Exklusivrechte aller möglichen Sportarten, die die Massen sehen wollen, an Premiere gegangen. Formel 1, FIFA-WM, UEFA-CL&EM usw.
Ich hoffe, dass Premiere nun nachdenkt und wieder in die Richtung attraktivere Sendepakete tendiert. Egal was man sehen wollte - entweder war das bei Premiere unverschämt teuer oder man musste irgendeine Kröte schlucken - zum Beispiel BuLi nur in der Konferenz, statt freie Spielauswahl. Die Frage ist nur, ob es Premiere bei der nächsten Verhandlungsrunde noch in der Form gibt - kommt diese Rechtevergabe fast schon einem Wegbrechen der Geschäftsgrundlage gleich.
Kabel Deutschland und co. werden es vermutlich nicht anders machen als Premiere, aber wohl doch zu erschwinglichen Preisen - da vorerst nur Bundesligarechte bezahlt werden müssen. Stellt sich nur noch die Frage, was machen Fans auf dem "platten Land", ohne DSL und Kabelanschluss.
Skepsis ist angebracht. Ein vollkommen unerfahrenes Unternehmen mit einer für die Volkszufriedenheit wesentlichen Aufgabe zu betrauen, erfordert eine Menge Mut. Man wird sehen was daraus wird. Auf jeden Fall wird für den Fußballfan der Markt unübersichtlicher, teilen sich doch jetzt offenbar mehrere Anbieter den internationalen Fußball.