Die Tibet Initiative Deutschland streitet mit Wikipedia

Tibet bei Wikipedia

Bestenfalls Blauäugigkeit

Artikel der Online-Enzyklopädie Wikipedia sorgen immer wieder für Zündstoff, doch die Selbstkontrolle funktioniert in der Regel. Was aber, wenn es - wie im Streit über die Darstellung Tibets - um kontroverse Themen jenseits platter Agitation geht?

Lesermeinungen zum Beitrag

19. April 2006 23:41

Nur zwei?

Bernd Stramm (earthling)

Bene66 sagt, es gebe hier wie so oft "zwei Wahrheiten". Das ist meiner Meinung nach sehr selten, das es nur zwei gibt.

Die Annahme dass es zwei polare Meinungen gibt, und das die "richtige" Wahrheit so ziemlich in der Mitte liegt (letzteres hat Bebe66 nicht gesagt), vereinfacht dieses Problem zu sehr.

Eine Enzyklopaedie kann doch eine Reihe von verschiedenen Ansichten auflisten. Wikipedia kann das auch, und manchmal wird das auch so getan.

Aber Wikipedia kann im Einzelnen ueberrannt werden, so etwas wie eine "Denial of Service Attack".

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19. April 2006 22:01

Blauäugigkeit

Angela Mirna (Angela.Mirna)

Auch als Faz-Leser sollte man blaue Augen haben!

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19. April 2006 19:05

Wie gehen andere Enzyklopedien damit um?

Benedikt Aufermann (Bene66)

Hier wird, wie so oft, über die Zuverlässigkeit von Wikipedia berichtet. Erfreulich ist, daß der Artikel hier eine insgesamt gute Note erteilt.
Natürlich wird es immer das Problem geben, daß es "zwei Wahrheiten" gibt, wie es im Falle Tibet geschildert wird. Beide haben -vermutlich - eine Berechtigung.

Interessant wäre es, im gleichen Zusammenhang zu erörtern, wie andere anerkannte Enzyklopedien, z.B. der Brockhaus, dieses Thema angehen. Auch hier muss man sich für "eine Wahrheit" entscheiden, oder das Thema aussparen. Leider werden diese herkömmlichen Enzyklopedien nicht in der Presse im gleichen maße kommentiert wie Wikipedia.

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19. April 2006 14:47

Re: Klemens Ludwig

Kai Pahl (kaipahl)

Es könnte von einer gewissen Relevanz für den Artikel und seiner Tonalität sein, zu wissen, das Klemens Ludwig sechs Jahre lang Vorsitzender der oben erwähnten "Tibet Initiative Deutschland e.V." war.

Hielten offensichtlich weder Herr Ludwig noch die FAZ-Redaktion für notwendig. Soviel zur Meßlatte "Seriösität".

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18. April 2006 22:59

Sammelsurium der Kollektivwahrheiten

Udo Corleis (udocorleis)

Das Problem dieser "Enzyklopädie" ist, das sich diejenige Beschreibung oder Definition als die richtige durchsetzt, von der die Mehrheit glaubt, dass sie richtig ist. Mainstream eben!
Wikipedia liefert viele gute Beispiele dafür, wie Paradigmen zu vermeintlicher Wahrheit werden. Man muss nicht einer Minderheit angehören um das zu entdecken, aber es hilft.

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