Fernsehen

ARD schließt Vertrag mit Harald Schmidt und spart beim Sport

Die Fernsehwelt hat ihn wieder

Die Fernsehwelt hat ihn wieder

12. November 2004 Es ist vollbracht: Harald Schmidt kehrt zurück ins Fernsehen, und zwar zur ARD. Wie die ARD am Freitag mitteilte, ist mit Schmidts Produktionsfirma vertraglich eine feste Zusammenarbeit vereinbart worden. Schmidt bindet sich bis Juli 2006 an die ARD. Der Kontakt war schon vor langer Zeit angebahnt worden (siehe auch: Harald Schmidts Comeback: Jeder konnte es wissen!).

„Ich freue mich sehr, daß die ARD Harald Schmidt an sich binden konnte: Er ist die überragende TV-Persönlichkeit dieser Tage und paßt exakt in unser Programmprofil“, so der ARD-Vorsitzende Jobst Plog. „Seine Verpflichtung ist ein Kraftakt, den sich die ARD-Sender gemeinsam im Interesse ihrer Zuschauer leisten: Wir werden Schmidt durch Einsparungen vor allem bei Sportrechten finanzieren.“

Andrack ist mit dabei

Harald Schmidt wird am 23. Dezember erstmals in einer Sondersendung um 21.45 Uhr im Ersten zu sehen sein. Am 19. Januar 2005 startet seine regelmäßige „ARD-Show“ jeweils mittwochs und donnerstags nach den Tagesthemen um 23 Uhr. Die Sendung unter Federführung des WDR wird jeweils 30 Minuten lang sein und vor Publikum aufgezeichnet. Mit von der Partie sind Schmidts Counterpart Manuel Andrack und eine „ARD-Showband“. Ob Helmut Zerlett bei der Showband mitmacht, steht nach Angaben von Schmidts Sprecherin Sigrid Korbmacher noch nicht fest.

Wie die ARD weiter mitteilte, ist Schmidts Vertragspartner die ARD-Filmhandelstochter Degeto. Schmidt hat sich zu diesem Zweck nach dpa-Informationen mit seinem alten Weggefährten Fred Kogel zusammengeschlossen, der den Entertainer einst zu Sat.1 geholt hatte. Beide beabsichtigen demnach, eine gemeinsame Produktionsfirma zu gründen. Die Sat.1-Show hatte Schmidt mit seiner Firma Bonito TV hergestellt. Der ARD-Vorsitzende und NDR-Intendant Jobst Plog erklärte, die Verpflichtung des Unterhaltungskünstlers sei „ein Kraftakt, den sich die ARD-Sender gemeinsam im Interesse ihrer Zuschauer leisten“.

Schmidt wird regelmäßig auch in den Hörfunkprogrammen der ARD-Sender auftreten: Er produziert wöchentlich ein kurzes „Best of“ aus Höhepunkten seiner Sendungen. Über weitere Einzelheiten des Vertrages vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Harald Schmidt hatte vor einem Jahr seine regelmäßige Show auf Sat.1 beendet und eine „kreative Pause“ eingelegt. Kurz zuvor hatte sich die ProSiebenSat.1 Media AG von Sat.1-Geschäftsführer Martin Hoffmann, einem Förderer Schmidts, getrennt. Der Versuch des Senders, mit Anke Engelke eine Nachfolgerin aufzubauen, schlug fehl.

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa

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