Filmfestspiele

Das Berlinale-Programm ist komplett

18. Januar 2008 Filme mit Hollywood-Stars wie Julia Roberts, Natalie Portman und Scarlett Johansson: Der Berlinale-Wettbewerb ist komplett. Neben den 18 bereits gemeldeten Titeln kamen am Freitag acht Filme hinzu. Zum Abschluss läuft „Be Kind Rewind“ von Michel Gondry („The Science of Sleep“), wie die 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin (7. bis 17. Februar) mitteilten.

Das Programm des Wettbewerbs wartet mit 18 Weltpremieren auf. Deutsche Filme sind diesmal nicht so stark vertreten wie in den Vorjahren. Fünf der 26 Beiträge stammen von amerikanischen Regisseuren. Julia Roberts ist wie Willem Dafoe in „Fireflies in the Garden“ von Dennis Lee zu sehen. Bei „The Other Boleyn Girl“ von Justin Chadwick dürfen sich die Berlinale-Fans auf Natalie Portman und Scarlett Johansson freuen. Beide Filme laufen außer Konkurrenz.

Zum Auftakt des Festivals kommen die Rolling Stones, über die Martin Scorsese einen Konzertfilm gedreht hat. Madonna wird bei der Berlinale als Regisseurin erwartet - in der Reihe Panorama. Neue Kandidaten für den Goldenen und die Silbernen Bären sind „Ballast“ von Lance Hammer (Vereinigte Staaten), „Bam gua Nat“ (Night and Day) von Hong Sangsoo (Südkorea), „Il y a longtemps que je t'aime“ (I've Loved You So Long) von Philippe Claudel (Frankreich), die finnisch-deutsche Produktion „Musta Jaä“ (Black Ice) von Petri Kotwica und aus dem Iran „Avaze Gonjeshk-ha“ (The Song Of Sparrows) von Majid Majidi.

Doris Dörrie im Wettbewerb

Für Deutschland hält Regisseurin Doris Dörrie die Flagge hoch, die mit ihrem neuen Film „Kirschblüten - Hanami“ im offiziellen Wettbewerb vertreten ist. Außerdem hat es der Film „Feuerherz“ nach der Bestseller-Biografie von Senait Mehari in die Auswahl geschafft, eine deutsch-italienisch-österreichische Koproduktion. Bären-Kandidaten sind zudem die Filme „Elegy“ von Isabel Coixet (Vereinigte Staaten) nach dem Roman „Das sterbende Tier“ von Philip Roth mit Penélope Cruz, Ben Kingsley und Dennis Hopper sowie „Happy-Go-Lucky“ von Mike Leigh (Großbritannien) und „Julia“ von Erick Zonca (Frankreich) mit Tilda Swinton.

Der Amerikaner Paul Thomas Anderson - mit „Magnolia“ der Berlinale-Gewinner von 2000 - wird dieses Mal den Film „There Will Be Blood“ vorstellen. Es ist die Upton-Sinclair- Verfilmung des Romans „Oil“ über den sagenhaften Aufstieg eines amerikanischen Ölmagnaten mit Daniel Day-Lewis in der Hauptrolle. Neben dem Wettbewerb gibt es noch Berlinale-Sektionen wie Panorama, Perspektive Deutsches Kino, das Internationale Forum des Jungen Films, Kinder- und Jugendfilme und eine Retrospektive, die diesmal dem spanischen Regisseur Luis Bunuel (1900-1983) gewidmet ist.

Das komplette Programm

Ins Rennen um den Goldenen Bären der 58. Berlinale gehen 21 Filme aus aller Welt. 5 Filme laufen außer Konkurrenz im Wettbewerb. Im offiziellen Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin vom 7. bis 17. Februar sind vertreten:

„Kirschblüten - Hanami“ von Doris Dörrie (Deutschland), mit Elmar Wepper und Hannelore Elsner
„There Will Be Blood“ von Paul Thomas Anderson (Vereinigte Staaten), mit Daniel Day-Lewis
„S.O.P. Standard Operating Procedure“ von Errol Morris (Vereinigte Staaten)
„Happy-Go-Lucky“ von Mike Leigh (Großbritannien)
„Gardens of the Night“ von Damian Harris (Großbritannien), mit John Malkovich
„Elegy“ von Isabel Coixet (Spanien), mit Penélope Cruz, Ben Kingsley und Dennis Hoppe
„Julia“ von Erick Zonca (Frankreich), mit Tilda Swinton
„Lady Jane“ von Robert Guédiguian (Frankreich)
„Feuerherz“ von Luigi Falorni (Italien)
„Caos calmo“ von Antonello Grimaldi (Italien), mit Nanni Moretti und Isabella Ferrari (Italien)
„Restless“ von Amos Kollek (Israel)
„Zou You“ (In Love We Trust) von Wang Xiaoshuai (China)
„Sparrow“ von Johnny To (Hongkong/China)
„Kabei“ (Kabei - Our Mother) von Yoji Yamada (Japan)
„Lake Tahoe“ von Fernando Eimbcke (Mexiko)
„Tropa de Elite“ (Die Elite-Einheit) von José Padilha (Brasilien)
„Ballast“ von Lance Hammer (Vereinigte Staaten)
„Bam gua Nat“ (Night and Day) von Hong Sangsoo (Südkorea)
„Il y a longtemps que je taime“ (Ive Loved You So Long) von Philippe Claudel (Frankreich), mit Kristin Scott Thomas
„Musta Jaä“ (Black Ice) von Petri Kotwica (Finnland)
„Avaze Gonjeshk-ha“ (The Song Of Sparrows) von Majid Majidi (Iran)

Außer Konkurrenz:
„Shine a Light“ von Martin Scorsese (Vereinigte Staaten) (Eröffnungsfilm), mit den Rolling Stones
„Katyn“ von Andrzej Wajda (Polen)
„Fireflies in the Garden“ von Dennis Lee (Vereinigte Staaten), mit Julia Roberts, Ryan Reynolds, Willem Dafoe, Emily Watson
„The Other Boleyn Girl“ von Justin Chadwick (Großbritannien), mit Natalie Portman, Scarlett Johansson, Eric Bana
„Be Kind Rewind“ von Michel Gondry (Frankreich) (Abschlussfilm), mit Jack Black, Danny Glover, Mia Farrow



Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: Joe Lederer

 
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche