09. Mai 2006 Die New York Times hat die Webby Awards einmal das Online-Äquivalent zu den Oscars genannt. Und, wer weiß, vielleicht erreichen die Internet-Auszeichnungen, die zum zehnten Mal in immerhin 69 Kategorien vergeben werden, auch eines Tages die Anerkennung der wichtigsten Filmpreise der Welt. Vor ein paar Jahren noch wurden sie als Kuriosum gehandelt, das seinerseits vor allem durch die Ehrung kurioser Websites bekannt wurde: Ein von Aachen aus betriebener Auftritt, der die Misere mit ihren Autos steckengebliebener junger Damen bildlich festhält, gehörte vor zwei Jahren zu den Gewinnern - in der Kategorie Abwegiges. Diesmal allerdings ging er leer aus.
Die Kontakt- und Kommunikationsseite MySpace.com wurde mit ihren Gründern Tom Anderson und Chris DeWolfe zum Webby Breakout of the Year erklärt, die virtuelle Band Gorillaz als Webby Artist of the Year geehrt. Webby Person of the Year wurde Thomas Friedman. Der Kolumnist der New York Times hat gerade für sein frühes Sachbuch The World is Flat: A Brief History of The 21st Century den Pulitzer-Preis gewonnen. Auch einen Preis für das Lebenswerk vergibt die International Academy of the Digital Arts and Sciences. Ihn erhält Bob Kahn, ein Miterfinder der Protokolle TCP und IP für den Datenaustausch im Internet.
Auch diesmal hat eine Seite aus Deutschland einen Preis erhalten: Esther Glanzner und Christopher Blum, die gerade ihr Studium Digital Media an der Hochschule Ulm abschließen, haben auf 4178˚ Informationen zu Skyline und Skyscrapern Chicagos attraktiv aufbereitet und damit in der Studentenkategorie gewonnen (siehe auch „4178˚ Chicago Architecture” im Internet). Das ist doch was: Auszeichnungen für den hiesigen Nachwuchs kennen wir immerhin auch von den Oscars.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: Esther Glanzner und Christopher Blum
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