
Computerspiele sind Kunst in Höchstform und nicht erst seit heute. Es gibt kein anderes Medium, in dem so viele Kunstrichtungen zur Geltung kommen. Eine Kunst, mit der in den USA mehr Geld verdient wird als in der Filmindustrie. Und in Deutschland gibt es immernoch zu viele Ignoranten... Leute, die Kriegsfilme, in denen verstümmelte Körperteile durch die Gegend fliegen (James Ryan), als künstlerisch wertvoll betrachten aber Computerspiele in ähnlichen Genres als Killerspiele ansehen... und die Spieler mit echten Killern auf eine Stufe stellen.
Kritiker von "dumpfem Geballer" sind nicht weit von dieser Meinung entfernt. Dabei ist für ein wenig dumpfes Geballer zwischendurch fast immer Zeit! Schön wenn dazu noch die Atmosphäre stimmt, die in John Carmack's letztem Titel einzigartig düster ist... Kunst pur!
Hingegen sind Spiele wie World of Warcraft und andere Massive Multiplayer Online Games eine echte Gefahr für unsere Gesellschaft. Da mag das Spielprinzip vielleicht weniger "einfältig" sein, doch will man in WoW Spaß haben und erfolgreich sein, ist jede menge Zeit mitzubringen... Keine Stunden oder Tage, sondern Wochen, Monate und Jahre (Schließlich zahlt man dafür auch das Abo).
Zeit, die heute niemand mehr hat, außer Schüler, Studenten und Arbeitslose. Für das Spiel in der schönen Märchenwelt wird der grausame Alltag gerne "etwas länger" ausgebelendet, was immer öfterer das soziale Umfeld in Mitleidenschaft zieht. Kunst kann auch einsam machen... bis zum Tod (s. China).