09. Februar 2007 Festivaldirektor Dieter Kosslick sagt eigentlich jedes Jahr dasselbe über die Berlinale: Es werden politische Festspiele. Wieder zeigt das das Programm eine Mischung aus alten Meistern und jungen Talenten, die in Berlin seit einiger Zeit besonders gepflegt wird.
Alte Meister sind Clint Eastwood (Letters from Iwo Jima) und Jacques Rivette (mit der Balzac-Verfilmung Ne touchez pas la hache), der auch ein paar seiner alten Darsteller mitbringt, Michel Piccoli nämlich und Bulle Ogier. Alte Meister sind auch André Téchiné (Les témoins), Bille August (Goodbye Bafana) und Paul Schrader (The Walker) zum Beispiel.
Zwei deutsche Filme im Programm
Unter den Jüngeren, von denen wir bereits ein Bild haben, finden sich der Koreaner Park Chan-wook (Ich bin ein Cyborg, aber das macht nichts), der Chinese Zhang Lu (Desert Dream), der Franzose François Ozon (Angel) und Christian Petzold (Yella).
Damit sind wir bei den deutschsprachigen Regisseuren, die in diesem Jahr im Wettbewerb nur mit zwei Filmen vertreten sind (der andere ist der Österreicher Stefan Ruzowitzky mit Die Fälscher), dieselbe Anzahl kommt aus Großbritannien, China und Südkorea, während die Vereinigten Staaten und Frankreich jeweils vier Filme schicken. Doch in den anderen Sektionen werden nahezu sechzig deutsche Filme gezeigt - und eine alte Festivalweisheit besagt ja, dass Entdeckungen sowieso außerhalb des Wettbewerbsprogramms gemacht werden.
Bildmaterial: AP, ddp, Hans Fromm, Lorey Sebastian, REUTERS, UIP/Cinetext, Verleih
