
Eine eigentümliche Drohung dünkt mir dies, nach Europa kommen zu wollen, obwohl die Mauern und Zäune anzeigen, dass man dort nicht willkommen ist; nun ja, traditionell haben nicht Mauern – Europa ist ja nicht China – sondern der starke Arm der europäischen Nationen ungewollte Besucher aus Europa ferngehalten; auch wenn es – wie im Falle Spaniens unter mohammedanisch-arabischer oder Südeuropa unter mohammedanisch-türkischer Fremdherrschaft – manchmal ein wenig länger gedauert hat die unerwünschten Gäste wieder nach draußen zu bitten. Aber nicht immer kann Europa mit dem gewaltigen Eifer der alten Griechen zu Werke gehen, welche am Beginn der europäischen Geschichte dem Kommen der Perser nach Europa Einhalt geboten haben. Wenn aber das streitbare Europa gewohnt ist mit orientalischen Weltreichen und den kriegerischen Steppenvölkern des Ostens zu streiten, wie könnte man dann hoffen dem stolzen Europa illegale Einwanderung aufzwingen zu wollen? Ich fürchte dies Unterfangen wird noch einmal ein schlimmes Ende nehmen.

Von Burkina Faso zu sprechen, beispielsweise, ohne die maßlose Vermehrung der Bevölkerung zu erwähnen, die jeden Wohlstand sofort auffrißt, das ist nicht klärend. (BURKINA FASO: Census shows population growth rising. OUAGADOUGOU, 22 August 2007 (IRIN) - Burkina Faso’s population is growing increasingly rapidly largely because every woman in the country bears on average seven children, according to national census results published in August. ...", www.irinnews.org/report.aspx?ReportID=73851)(Deutschland: Population growth rate: -0.12% (2007 est.)) Am besten kann man vielleicht Filme machen und darüber schreiben, wenn man vom Thema fast nichts versteht.

"Mein Geld muß genauso hart arbeiten, wie ich",sagte einst in der Werbung der frühere Bundestrainer Berti Vogts. Die Vermenschlichung seines Geldes ist ihm damals so wenig aufgefallen wie uns Renditejägern heute. Und erst, wenn wir alles (Auto, Fernseher, Urlaubsreise, Schönheits-OP, ...) dreifach und öfter haben, faseln wir von Nachhaltigkeit. Was nichts anderes heißen soll, als daß die Rendite doch bitte nachhaltig, also immer wieder gesteigert werden möge. So bauen wir zuhause für den letzten Quadratkilometer einen Autobahnanschluß, betonieren nach den spanischen Küsten möglichst auch die der Ostsee zu und helfen den Armen in der Welt, indem wir ihre Wirtschaft mit unseren Rezepten, die für Länder wie Kanada oder Australien gut sein mögen, nachhaltig ruinieren. Die Folgen dieser rein profitorientierten Denk- und Handlungsweise werden unsere Kinder und Enkel nachhaltig zu spüren bekommen

Auch dieser Artikel proklamiert wieder das "Ende des Liberalismus". Also das Ende von etwas, das es niemals gegeben hat. Denn weder der Finanzmarkt noch der sonstige Märkte sind je wirklich "liberal" nach marktwirtschaftlichen Prinzipien ausgestaltet. Interessant wird das vor allem, wenn als Beleg hier die Baumwollproduktion in Burkina Faso angeführt wird: finanziert von der Weltbank - das ist schon mal nicht marktwirtschaftlich liberal sondern sozialistisch - und nicht konkurrenzfähig, weil die USA ihre heimische Baumwolle mit Milliarden Subventionieren - ebenfalls nicht marktwirtschaftlich liberal, sondern staatsinterventionistisch. Weil also die Staatswirtschaft, der Sozialismus und die Interventionen versagen und zu Verwerfungen auf dem Weltmarkt führen, soll nun Abschied vom Markt genommen wird - dem einzigen was aktuell überhaupt noch funktioniert. Verkehrte Welt ...

Ein bißchen mehr Reflexion würde guttun. Das Beispiel vieler afirkanischer Länder zeigt doch, daß gerade die Entwicklungshilfe und die Steuerung der Hilfe nach den Vorstellungen "gerechter" Staatsgläubiger den Ländern die Chancen nimmt, auf die Füße zu kommen, während es Ländern wie Indien und China durch Liberalisierung und Eintritt in den Weltmarkt gelingt, immer größere Teile ihrer Milliardenbevölkerung aus bitterster Armut zu befreien und ihnen ein Leben in bescheidenem Wohlstand zu ermöglichen. Das funktioniert nur ohne die Zuhälterei der NGOs und ohne die Planwirtschaft der Entwicklungspolitik, die gerade auch in Afrika es Despoten und Kleptokraten erlaubt, sich aus den "Hilfsgeldern" Milliardenvermögen anzuhäufen und alle Schuld an der Misere ihrer Länder "den reichen Ländern" bzw. "dem Kapitalismus/den Neoliberalen" zu geben. Solche Filme, so gut sie gemeint sein mögen, sind ein Teil dieses Abschiebens der Verantwortung, das für so viel Elend verantwortlich ist.