Deutscher Filmpreis 2007

„Das Parfum“ und „Vier Minuten“ acht Mal nominiert

16. März 2007 Das Gefängnisdrama „Vier Minuten“ und die Romanverfilmung „Das Parfum“ sind die Favoriten für den deutschen Filmpreis 2007. Die Nominierungen für die renommierte Auszeichnung der Deutschen Filmakademie wurden am Freitag im ZDF-Morgenmagazin bekannt gegeben. Monica Bleibtreu und Hannah Herzsprung, die beiden Darstellerinnen in „Vier Minuten“, wurden zudem für die besten weiblichen Hauptrollen aufgestellt.

„Vier Minuten“ und „Das Parfum“ wurden jeweils acht Mal nominiert. Beide stehen unter anderem in der Konkurrenz um die Auszeichnungen für die beste Regie, den besten Schnitt und die beste Kamera. Als beste Spielfilme sind zudem „Die Fälscher“, „Emmas Glück“, Wer früher stirbt ist länger tot“ und „Winterreise“ in der Auswahl für die „Goldene Lola“.

Der höchste Kulturpreis Deutschlands

Neben Bleibtreu und Herzsprung wurde Jördis Triebel als beste Hauptdarstellerin („Emmas Glück“) nominiert. Als beste männliche Darsteller wurden Josef Bierbichler für „Winterreise“, Karl Markovics für „Die Fälscher“ und Jürgen Vogel für „Der freie Wille“ aufgestellt. Die Nominierungen gaben die Präsidentin der Filmakademie, die Schauspielerin Senta Berger, und Kultur-Staatsminister Bernd Neumann bekannt.

Die „Goldene Lola“, der höchste Kulturpreis in Deutschland ist mit einem Preisgeld von 2,845 Millionen Euro verbunden. Die Trophäe wird am 4. Mai in Berlin verliehen.

Deutscher Filmpreis 2007 - die Nominierungen in den 15 wichtigsten Kategorien

BESTER SPIELFILM (Nominierungsprämie je 250 000 Euro):
- „Das Parfum“ von Tom Tykwer
- „Vier Minuten“ von Chris Kraus
- „Die Fälscher“ von Stefan Ruzowitzky
- „Wer früher stirbt ist länger tot“ von Marcus H. Rosenmüller
- „Emmas Glück“ von Sven Taddicken
- „Winterreise“ von Hans Steinbichler

BESTER KINDER- UND JUGENDFILM (je 125.000 Euro):
- „Hände weg von Mississippi“ von Detlev Buck
- „Die Wolke“ von Gregor Schnitzler

BESTER DOKUMENTARFILM (je 100.000 Euro):
- „Workingman's Death“ von Michael Glawogger
- „Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez“ von Heidi Specogna

BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE:
- Monica Bleibtreu („Vier Minuten“)
- Hannah Herzsprung („Vier Minuten“)
- Jördis Triebel („Emmas Glück“)

BESTER MÄNNLICHER HAUPTDARSTELLER:
- Josef Bierbichler („Winterreise“)
- Karl Markovics („Die Fälscher“)
- Jürgen Vogel („Der freie Wille“)

BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE:
- Hannah Herzsprung („Das wahre Leben“)
- Barbara Auer („Der Liebeswunsch“)
- Sabine Timoteo („Ein Freund von mir“)

BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE:
- Sylvester Groth („Mein Führer“)
- Hinnerk Schönemann („Emmas Glück“)
- Devid Striesow („Die Fälscher“)

BESTE REGIE:
- Tom Tykwer („Das Parfum“)
- Chris Kraus („Vier Minuten“)
- Marcus H. Rosenmüller („Wer früher stirbt ist länger tot“)
- Matthias Glasner („Der freie Wille“)

BESTES DREHBUCH:
- Chris Kraus („Vier Minuten“)
- Marcus H. Rosenmüller/Christian Lerch („Wer früher stirbt ist
länger tot“)
- Stefan Ruzowitzky („Die Fälscher“)



Text: FAZ.NET mit Material von AP und dpa
Bildmaterial: AP, dpa