Auszeichnungen

Cruz und Akin ausgezeichnet

12. Dezember 2004 Der deutsche Kinoerfolg „Gegen die Wand“ ist als bester europäischer Film des Jahres mit dem Europäischen Filmpreis 2004 ausgezeichnet worden.

Regisseur Fatih Akin hatte bei der Preisverleihung am Samstag abend in Barcelona doppelten Grund zu Freude: Der Hamburger Filmemacher wurde auch mit dem Publikumspreis als bester Regisseur ausgezeichnet.

Daniel Brühl als bester Schauspieler geehrt

Für seine Rolle in „Was nützt die Liebe in Gedanken“ wurde Daniel Brühl vom Publikum zum besten Schauspieler gewählt. Damit setzt sich der Erfolg deutscher Filme beim Europäischen Filmpreis fort: Im vorigen Jahr war die Komödie „Goodbye Lenin!“ mit Brühl in der Hauptrolle zum besten europäischen Film gekürt worden.

Akin bedankte sich bei der Preisverleihung noch einmal bei seinem Filmteam, dessen Arbeit den Erfolg ermöglicht habe. Seine gefeierte Geschichte über das Schicksal einer jungen Deutschtürkin, die mit einer stürmischen Liebesgeschichte ihrem konservativen Elternhaus zu entfliehen versucht, hatte zuvor bereits den Deutschen Filmpreis und bei der Berlinale den Goldenen Bären gewonnen.

Carlos Saura erhält Auszeichnung für sein Lebenswerk

Als beste europäische Schauspielerin wurde die britische Actrice Imelda Staunton für ihre Darstellung in dem Streifen „Vera Drake“ des Filmemachers Mike Leigh ausgezeichnet. Für seine Leistung in dem spanischen Film „Mar adentro“ („The Sea Inside“) erhielt Javier Bardem den Preis als bester Schauspieler. Alejandro Amenábar wurde für den Film als bester europäischer Regisseur 2004 geehrt. Über den Publikumspreis als beste Schauspielerin freute sich die Spanierin Penélope Cruz.

Die Auszeichnung für sein Lebenswerk nahm der spanische Regisseur Carlos Saura entgegen. Für ihren Beitrag zum internationalen Kino wurde die norwegische Schauspielerin Liv Ullman gewürdigt. Der Kritikerpreis ging an den griechischen Regisseur Theo Angelopoulos und seinen Film „Eleni“, den ersten Teil einer im Griechenland des 20. Jahrhunderts angesiedelten Trilogie. Großer Verlierer des Abends war der spanische Filmemacher Pedro Almodóvar, der mit seinem Film „La mala Educación“ („Schlechte Erziehung“) trotz fünf Nominierungen leer ausging.

Insgesamt 1.600 geladene Gäste verfolgten die Preisverleihung, darunter viele Stars wie Wim Wenders, Jeremy Irons, Jeanne Moreau, Franka Potente und Bruno Ganz. Der Europäische Filmpreis gilt auch als europäischer „Oscar“. Er wird von der Europäischen Filmakademie vergeben.



Text: AFP
Bildmaterial: AP, dpa/dpaweb, picture-alliance / dpa, REUTERS

 
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