Amerikanische Schauspielerin

Farrah Fawcett ist tot

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25. Juni 2009 Die amerikanische Schauspielerin Farrah Fawcett ist tot. Der seit Jahren an Krebs leidende Star starb am Donnerstag in Los Angeles im Alter von 62 Jahren. Fawcett war vor allem durch ihre „3 Engel für Charlie“-Rolle bekannt. Bei Fawcett war im September 2006 eine seltene Form von Darmkrebs diagnostiziert worden.

Als Jill Munroe in der weltweit erfolgreichen TV-Krimiserie „Drei Engel für Charlie“ hatte Fawcett einst Karriere gemacht. Mit ihrer blonden Löwenmähne und dem strahlenden Lächeln wurde sie zum Idol der siebziger Jahre. „Statt schweren Parfüms verströmte sie Fitness, statt Geheimnissen versprach sie sportliche Gesundheit bis in die Haarspitzen“, kommentierte ein Kritiker damals die hohen Einschaltquoten. Frauen saßen vor dem Fernseher, weil Fawcett Selbstbestimmung und Unabhängigkeit demonstrierte. Männer hatten andere Prioritäten. Ein sexy Poster der Texanerin im roten Badeanzug verkaufte sich damals zwölf Millionen Mal - bis heute eine Rekordauflage. 1977 gab sie ihre Rolle in „Charlie's Angels“ (Originaltitel) nach 21 Folgen auf - sie wollte sich als Charakterdarstellerin profilieren.

Farrah Fawcett (r.) wurde neben Kate Jackson (l.) und Jaclyn Smith als einer der drei Engel für Charlie bekannt

Farrah Fawcett (r.) wurde neben Kate Jackson (l.) und Jaclyn Smith als einer der drei Engel für Charlie bekannt

1984 brillierte sie im Film „Das brennende Bett“ in der Rolle einer verzweifelten Mutter, die nach jahrelangem Ehemartyrium ihren Mann mit Benzin übergießt. Für ihre Darstellung der Millionenerbin Barbara Hutton in „Armes reiches Mädchen“ gewann sie 1988 einen Golden Globe. Als ihre beste Rolle gilt jedoch die in der US-Miniserie „Small Sacrifices“ (1989), in der sie eine verwirrte junge Mutter spielt, die ihre eigenen Kinder verletzt.

Schwere Schicksalsschläge

Nach einer gescheiterten Ehe mit Filmstar Lee Majors („Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann“) führte sie mit ihrem Leinwandkollegen Ryan O'Neal („Love Story“) 17 Jahre lang eine der wildesten Hollywood-Beziehungen. 1997 trennte sich das Paar - zumindest vorläufig. Bald darauf begann eine Serie von Schicksalsschlägen: Fawcetts Schwester starb an Lungenkrebs. 2001 wurde bei Ryan O'Neal eine inzwischen überwundene Leukämie diagnostiziert. Und 2006 stellten die Ärzte auch bei ihr Krebs fest - eine seltene Art des Darmkrebses. „Ich glaube fest daran, dass man mit positivem Denken auch die größten Herausforderungen überwinden kann“, sagte sie damals. Nach einer aggressiven Strahlen- und Chemotherapie erklärten die Ärzte sie zu ihrem 60. Geburtstag am 2. Februar 2007 für geheilt. Doch schon drei Monate später kam die Krankheit zurück. Zeitweise ließ sie sich an der Frankfurter Universitätsklinik mit einer Chemotherapie und am Tegernsee mit einer alternativen Methode behandeln, die in den USA nicht zugelassen ist. Offen, wie sie von Anfang an mit der Krankheit umging, hielt sie ihren Kampf gegen den Krebs in einem Film fest. Die Dokumentation „Farrah's Story“ (Farrahs Geschichte) wurde Mitte Mai vom Fernsehsender NBC ausgestrahlt.

Zur Krankheit kam die ständige Sorge um ihren inzwischen 24 Jahre alten, schwer drogenabhängigen Sohn Redmond O'Neal, der derzeit nach einigen Gerichtsverfahren ein amtlich verordnetes, einjähriges Entzugsprogramm mitmacht. Im April bat er darum, nicht hinter Gitter zu müssen - er wolle seiner Mutter beistehen. Der wohl wichtigste Beistand für den blonden „Engel“ war aber der langjährige frühere Partner, Redmonds Vater Ryan O'Neal (68). Das einstige Paar war schon während seiner Leukämie-Erkrankung wieder zusammengewachsen. „Ich habe erneut um ihre Hand angehalten und sie hat „Ja“ gesagt“, berichtete O'Neal erst am Dienstag in einem Interview. „Ich kann mir die Welt ohne sie nicht vorstellen.“

O'Neal war bei Fawcetts Tod an ihrer Seite. „Ich habe die ganze Nacht über mit ihr gesprochen. Ich habe ihr gesagt, wie sehr ich sie liebe. Sie ist nun an einem besseren Ort“, sagte O'Neal der US-Zeitschrift „People“. Zwei enge Freundinnen und Fawcetts behandelnder Arzt waren seinen Angaben zufolge ebenfalls anwesend. Zu einer Hochzeit am Krankenbett kam es aber nicht mehr. „Es war einfach nicht genug Zeit, und Farrah war nicht in einem Zustand, um diesen Schritt zu tun“, sagte der Schauspieler nach dem Tod seiner Partnerin. Freunde und Familie planten nun eine Trauerfeier in den nächsten Tagen in einer katholischen Kirche in Los Angeles.

Text: FAZNET mit dpa
Bildmaterial: AP, reuters

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