Ruinenästhetik: Szene aus dem Film “Havanna“

Kuba

Versammlung der Geister in Castros Ruinen

Freiwillige Preisgabe der Meinungsfreiheit: Das Filmfestival von Havanna zensiert einen deutschen Dokumentarfilm - und die Deutsche Botschaft protestiert nicht, sondern nickt nur dazu.

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Dezember 2006 02:21

Eiszeit

Beate Humbeck (ateh)

Für die Maximalisten, die stets nur gute Ratschläge oder Verachtung den Politikern und Diplomaten gegenüber zeigen: In Ihre Kritik kämme etwas mehr Realismus, wenn Sie sich sorgfältiger mit den Verhältnissen vor Ort vertraut machen würden! Ein hilfreiches Buch in diesem Zusammenhang: Bernd Wulfen, Eiszeit in den Tropen - das kann helfen, sich allzu große Illusionen darüber zu machen, welche wirkungsvollen Möglichkeiten Diktaturen zulassen, missliebige kulturelle Aktivitäten zu unterstützen. Die deutsche Botschaft gehört seit längerem nicht unbedingt zu den "Günstlingen" des Regimes.

Beate Humbeck








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07. Dezember 2006 11:47

Idealisten

Markus Teuber (arathorn)

Wozu die Aufregung ?
In Deutschland gibt es doch genug "Idealisten" mit entsprechender politischer Gesinnung,die nach wie vor glauben ,wenigstens in Kuba erstrahle noch der letzte (kommunistische) Leuchtturm der ideelen menschlichen Gesellschaft in Gleichheit und Brüderlichkeit ;
sie steigern sich zu wahren Jubelorgien ,wenn irgendwo in Südamerika einer ähnlicher Wicht wie Castro (zB Chavez)
die Macht ergreift.
Und wer an all dem Elend Schuld hat,wissen diese Leute auch.

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07. Dezember 2006 09:36

Hasta la vista

St. Koch (Pensacola)

Meinungsfreiheit war noch nie die Stärke des Sozialismus. da war also (in Kuba) nichts aufzugeben. Nunja, auch der maximalste Leader vollendet irgendwann seine letzte Rede. Zeit Abschied zu nehmen. Abschied vom Begriff "Kuba" als Lebens-und Kulturform. So schön, so sinnlich verfiel die Baubstanz des Landes, dass man hätte dazu singen mögen, wenn nicht völlig klar wäre, dass es mit sämtlichen Strukturen des gesamten Landes ganz genauso bedenklich aussieht.

Die Menschen dort, drohen mittlerweile dem selben Fatalismus anheim zu fallen wie einst die Menschen in der ehem. DDR. Zu dumm das auch um Kuba nur Nachbarn bereitstehen die die dieses kleine Biotop im Nu zum marktwirtschaftlichen Haifischbecken umfunktionieren werden. Dann können wir die letzten 15 Jahre Deutschand nochmal in der Latin-Version betrachten. Wäre interessant wenn es anders verläuft.

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06. Dezember 2006 20:38

Cuba libre - oder doch nicht so libre?

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Castros deutsche Bewunderer sind schockiert. Nanu, ist sogar die Wahrheit in Cuba verboten? Aber für Humor und Satire hat der Kommunismus nun mal kein Verständnis. Man vergleiche dies mit Borat's Veräppelung der USA, die dort wahre Lachstürme erzeugte.

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06. Dezember 2006 18:13

Wer greift noch nach diesem Strohalm?

norbert doerre (ndoerre)

Wer mit Deutschland's Diplomaten weltweit zusammentrifft, kann viel darüber berichten, wo es die besten Dinge zu kaufen gibt, welche verschlungenen Wege man gehen kann, um bestimmte persönliche Ziele zu erreichen. Aber wehe, man verlangt von diesen Damen und Herren irgendein Statement, daß staatspolitische Standfestigkeit erfordert.
Da wird der Diplomat zum 'Versuch an untauglichem Objekt'.
Deutsche Diplomaten sind wie die meisten der Welt aalglatte Strohalme. Doch dort, wo alle anderen Knoten zu Versteifung besitzen, damit sie nicht bei leisestem Wind umknicken, fehlt den unsrigen jegliches Rückgrat-Bewußtsein.
Warum sollten sie auch in der Ferne mehr bringen als das, was unsere Politiker und Verwaltunegn zu Hause tun? Das Hemd ist auch ihnen näher als der Rock.

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