Schuld an den Entgleisungen sollen wieder einmal die Mütter sein

Busen, Beine, Po

Girlies außer Rand und Band

Amerikas Teenager sind frühreif, dumm und verdorben, behauptet die Politologin Carol Liebau. Stimmt das? Und wie sieht es bei den deutschen Mädels aus? Ist sexy sein für sie das höchste Ziel, wichtiger als Intelligenz, Charakter und alles, was eine Frau sonst noch erreichen kann? Von Anna von Münchhausen

Lesermeinungen zum Beitrag

31. März 2008 23:38

Trittbrettfahrerei

Hülya Dagdelen (Nachhaltigkeitsfaktor)

Sehr geehrte Frau von Münchhausen, sie wenden sich in Ihrer Kritik gegen eine Propagierung der Prüderie "im amerikanischen Sinne". Das lässt sich nachvollziehen. Vor allem vor dem Hintergrund der anti-amerikanischen Stimmung im Land. So wie die Werbung weiss, dass "Sex sells", fahren sie auf dem Dampfer des Anti-Amerikanismus mit. Und genauso, wie viele Frauen schon in den Anfängen des Feminismus zu Hysterikerinnen degradiert und in die Klapsmühlen gesteckt wurden, so bezeichnen aus Sie Liebaus Betrachtungen als "leicht hysterisch getönt". Sie sagen, es handele sich offenbar um eine notwendige Entwicklungsphase. Gleichzeitig kritisieren Sie, dass Liebau sich nicht die Mühe gemacht habe, die Lebenswirklichkeit der Mädchen genauer zu hinterfragen. Was denn nun? Ist eine solche Entwicklung nun "notwendig" (und damit Realität) oder ist Liebaus Kritik - bei diesen ganzen selbstbewussten Mädchen - nur ein Hirngespinst? Und was helfen ein paar Schulen mit Kleiderordnung gegen eine sexualisierte Umwelt?
Ich vermute, Ihr Kommentar hätte ausführlicher sein müssen, denn das, was Sie als Gegenargumente anführen, sind (ebenfalls) unbrauchbare Einzelfälle oder Trittbrettfahrerei.
Es grüsst Sie eine 31-jährige Frau.

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31. März 2008 22:11

Bisant

Bernd W. Pape (berndpape)

Amerika als Vorreiter der bedächtigen europäischen Kultur,zeigt uns seit Jahrzehnten auf was uns bevorsteht.Die Befreiung Europas durch die Amerikana in allen Ehren/nach 1945,aber danach?Ok.ohne die Amerikaner hätten die Mädchen auch heute noch keine Bildungschancen in Afghanistan. Ich habe kein kaputteres Land erlebt als die U.S.A.,nach der Gleichberechtigung der Rassen,der Indoktrination durch Feministinnenverbände,kurz,die Tolerierung der Gewalt durch zeitgeistige Gesetze,in der Gesellschaft und der Wirtschaft. Was sich hier in Europa ablesen läßt ist nicht so maßlos positiv wie Fr. von Münchhausen beschreibt.Gut,wir hinken der "Go West" Geschichte hinterher,aber hat es jemals so viele unglückliche Frauen ab 50 gegeben wie in unserer heutigen Gesellschaft?Die einzelnen Fakten wären ein Gebiet für Soziologen,diese ducken sich aber.Hier zwei ganz kleine Punkte,von einem Schreibfaulen:Die selbstbewußten Mütter mit Kindern von drei oder gar vier Vätern,denen leider der Vater fehlt.Oder,wie wäre es mal mit Interna aus der Psychiatrie,hier gibt es einiges zu entdecken.Aber wie immer,es kann nicht sein ,was nicht sein.

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31. März 2008 18:13

Im Westen nichts Neues

Niels-Christian Otzen (nco)

Die Sexualmoral der "Gesellschaft" war vor 30 oder 40 Jahren nicht besser, im Gegenteil, die sexuelle Autonomie war damals ein wichtigeres Ziel als heute und Darstellung davon in Musik und Fernsehen ebenso verbreitet wie heutzutage.
Aber eines gilt heute für Jugendliche genau so wie damals: Sie brauchen ein festes soziales Umfeld, damit Sie nicht auf Abwege geraten. D.h. sie brauchen in erster Linie Eltern, die sich für ihre Kinder interessieren und ein Vorbild abgeben. Wenn das fehlt, sind Appelle zur Mäßigung an die Jugendlichen lächerlich. Frau Liebaus pharisäerhafte Predigt richtet sich an einen anderen Adressaten, aber der zeigt hierzulande auch zunächst mal gerne mit dem Finger auf andere.

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31. März 2008 15:49

Na klar

Heinz Ebermann (CESA)

Mal wieder sind die Mädchen schuld, von den Jungs wird ja eh erwartet, daß sie darauf anspringen. Außerdem was ist neu daran, MTV anschalten und man sieht welche Werte in den USA hochgehalten werden.
Über dieses junge Alter kann ich nichts mehr sagen, aber aus eigenen Erfahrungen in den USA weiß ich eins: Wenn man versucht die Jugendlichen bis zu ihrem 21 Lebensjahr wegzusperren, darf man sich doch nicht wundern, wenn sie versuchen mit aller Macht diese Grenzen zu sprengen.
Bei der ganzen Sache sollte nicht das Alkoholverbot vergessen werden. Bei uns gibt es zwar inzwischen auch mehr Probleme, aber in den USA wo es leichter ist an Medikamente, chemische Lösungen, Marihuana und anderes (mir wurde Opium angeboten!!!) als an Bier, ist es doch nur logisch das Partys ausufern.
Ach ja, das Prinzip Enthaltsamkeit funktioniert nicht in den Staaten, nicht in Afrika und auch sonst nirgendswo, vielleicht einfach mal umdenken.

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