Kalifornien

Schwarzenegger führt E-Bücher an Schulen ein

10. Juni 2009 Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger will Lehrbücher an den Schulen seines Bundesstaats abschaffen und durch elektronische Lesegeräte ersetzen. Herkömmliche Schulbücher seien „veraltet, schwer und teuer“, sagte Schwarzenegger am Dienstag in einer Rede vor Schulkindern in Sacramento.

Kalifornien sei der „Weltmarktführer in Technologie und Innovation“, deswegen müsse es bei der Einführung von E-Büchern vorangehen. Die digitalen Lehrbücher sollten bis Jahresende für die Fächer Mathe und Naturwissenschaften einsatzbereit sein.

300 Millionen Dollar einsparen

Schwarzenegger begründete die Initiative auch mit den Sparzwängen seines Bundesstaats, der derzeit in einer akuten Haushaltsnotlage steckt. Ein Lehrbuch koste den Staat durchschnittlich rund 100 Dollar; die Umstellung auf E-Bücher könnte zunächst 300 bis 400 Millionen Dollar einsparen, bei einer Ausweitung auf weitere Fächer würden hunderte Millionen Dollar mehr eingespart. Er sei sich bewusst, dass seine Entscheidung einen „dramatischen Wandel“ darstelle. Allerdings halte er die Schüler für gut gerüstet: „Sie hören heute schon digitale Musik und schauen online Fernsehen, sie nutzen Twitter und Facebook.“

Text: afp

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2009.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche
Anzeige

Kredit Vergleich - ab 3,45% eff. p.a.!
Vergleichen Sie hier kostenlos die aktuellen Konditionen der Banken und sehen Sie auf einen Blick die besten Kredite. Schnelle Antwort der Banken!
Kreditbetrag in €
Laufzeit