In Frankreich zu wohnen und seinen Anspruch auf deutsches Kindergeld nachzuweisen ist eine echte Herkulesaufgabe. Da helfen weder nette Briefe noch Wutausbrüche beim Behördengang. Von Christian Schubert
Das Plaza Hotel gehört zu den Wahrzeichen von New York. Es liegt wie ein französisches Märchenschloss mitten in der Stadt und strahlt den Glanz des alten New York aus. Doch in Wirklichkeit ist hier seit der Wirtschaftskrise Nüchternheit eingekehrt. Von Roland Lindner
Die Aussies arbeiten hart. Und feiern härter. Der Gastgeber hat's dabei in der Regel leicht: Ob Wodka oder Orangensaft, ob Bier, Sekt oder Nutellabrot es gilt eine eiserne Regel: BYO. Bring your own, bring's mit. Von Christoph Hein
Ein Neuling in Wien könnte glauben, dass es hier besonders viele Hochgebildete gibt-wegen der vielen Doktoren und Professoren unter seinen Mitbürgern. Tatsächlich ist der Anteil der Akademiker in Österreich jedoch deutlich geringer als in anderen entwickelten Ländern. Von Michaela Seiser
Einer der Höhepunkte im Kalender der Washingtoner Feierlichkeiten ist zweifellos das Fest, das die Deutsche Botschaft einmal im Jahr ausrichtet. Diesmal stand die Party ganz im Zeichen des VW-Konzerns. Von Claus Tigges
Albanien, das klingt nach Strafkolonie. Umso anheimelnder, dass die Hotelbar in Tirana, an der sich die Vertreter internationaler Unternehmen und Verbände treffen, gut gekühltes Weizenbier serviert. Dabei gilt vor allem: Eine gute Verpackung ist alles, der Inhalt ist nachrangig. Von Sebastian Balzter
Wenn in Johannesburg jemand an der Haustür klingelt, öffnet man in der Regel nicht. Allerhöchstens flötet man ein Sprüchlein in die Sprechanlage. Diesmal aber wurden die gut eingeübten Sätze abrupt unterbrochen: Madam, wir drehen Ihren Strom ab! Von Claudia Bröll
Die Schweizer sind bekannt für Disziplin und Sauberkeit. Vor diesem Hintergrund wird die Schockwelle verständlich, die durch den Kanton Zürich rollte, als der Verkehrsverbund ankündigte, in den neuen S-Bahn-Zügen auf Abfallkübel an den Sitzen der zweiten Klasse zu verzichten. Von Jürgen Dunsch
Die Kellner lächeln nicht, die Züge sind langsam, die Museen schließen zu früh, die Burgführer langweilen die Besucher zu Tode - so listet der Prague Monitor die Sünden der Stadt auf. Und so verwundert wenig, was den Expats der Stadt zunehmend auffällt: Es kommen viele Besucher. Aber niemand kommt zweimal. Von Karl-Peter Schwarz
Da sage noch einer, wir lebten in einer globalen Gesellschaft. Meine Tochter, eine englische Schule gewöhnt, besuchte drei Wochen ein Mädchengymnasium in Deutschland - mit erstaunlichen Ergebnissen. Von Bettina Schulz
Im August stand das studentische Delft Kopf: Denn Rekordzahlen an Erstsemestern waren zu vermelden. Die malerische Stadt - angenehm fürs Studentendasein - bietet viel Positives und kleine Schattenseiten. Von Michael Stabenow
Mondlandung nennen die Madrilenen eine spezielle Art von Bandeneinbrüchen in Juwelierläden: Die Scheiben werden mit dem Auto kaputtgefahren. Dagegen gibt es in Madrid nun allerlei Barrikaden - absichtlich aufgestellte und zufällig entstandene. Von Leo Wieland
Kennst du jemanden in der Botschaft, der jemanden im Korridor des Botschafterbüros kennt, der jemanden im Vorzimmer des Botschafters kennt ...? Solcherlei Fragen sind unter Bekannten in Italien keine Seltenheit. Umso unangenehmer, wenn man abwiegeln muss. Von Tobias Piller
Wann es in Japans Hautpstadt Zeit zum Nachhausegehen ist, verkünden den Jugendlichen melodische Grüße aus den Straßenlautsprechern. Aber Tokios akustische Kulisse hält noch viel mehr Überraschungen bereit. Von Patrick Welter