Messefluchten (4)

Im Maggi-Kochstudio

Von Peter Lückemeier

Kochen mit Liebe und Tüte: im Maggi Kochstudio in der Frankfurter Innenstadt

Kochen mit Liebe und Tüte: im Maggi Kochstudio in der Frankfurter Innenstadt

In der Neuen Kräme, zwischen Paulskirche und Liebfrauenkirche, liegt das Maggi-Kochstudio. Dort hat man drei Möglichkeiten: vorn Maggi-Produkte kaufen, in der Mitte Maggi-Produkte essen, hinten im Kochstudio kochen lernen. Wer hier gekocht hat, muss zur Strafe alles aufessen, erhält aber die „tolle Rezeptmappe“ und die „original Maggi Kochstudio Schürze“.

Das kulinarische Generalthema in diesem Monat ist allumfassend: „Von der Krabbe zur Weißwurst – Ein Streifzug durch Deutschland“. Mit mehreren Herden wirkt das Kochstudio aufgeräumt und zukunftsstark. Vorn im Laden zeigt sich die Vielfalt der Maggi-Produkte. Wer als Laie die Auswahl auf Tütensuppen oder Suppenwürfel limitiert glaubt, der irrt. Ja, man darf behaupten, dass die geschulteste Phantasie sich keine Vorstellung macht von der Allzuständigkeit des Maggi-Sortiments. Und die Namen dieser Produkte verraten so viel onomatopoetische Phantasie!

Der immerwährende Anlass eines grenzenlosen Staunens

Scheint in „Natur Pur Bio Fix Pasta Bolognese“ nicht Italiens Sonne auf den Teller? Vermittelt ein Produkt namens „Natur Pur Bio 5 Minuten Terrine Gemüsebouillon mit Nudeln“ nicht einen schönen Gleichklang aus Suggestivität und Zweckhaftigkeit? Besonders hübsch: die Schlüsselanhänger mit der Mini-Maggi-Flasche. Wer eine „Caribische Pumpkin Soup“ zubereiten möchte, ist angewiesen auf zwei Teelöffel Maggi Klare Hühnerbouillon.

Gleichfalls ist das Verfertigen eines Zwiebelkuchens ohne die Teigergänzung durch „1 Beutel Maggi Meisterklasse Zwiebelsuppe Feinschmecker Art“ undenkbar. Ich steuere das Maggi-Kochstudio immer wieder an. Nicht unbedingt ein Hort lukullischen Genusses (die Steinpilzsuppe mit Preiselbeer-Sahne neulich schmeckte furchtbar), sondern der immerwährende Anlass eines grenzenlosen Staunens. Wirklich gern hätte ich übrigens eine Maggi-Würzeflasche, mit meinem Vornamen bedruckt.

Das Maggi-Kochstudio liegt in der Neue Kräme 27. Die nächste S-Bahn-Station ist die Hauptwache.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Julia Zimmermann

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Messefluchten (3)

Ristorante „La Traviata“

Hausgemachte Pasta aus dem “La Traviata“

Wer für den Moment etwas anderes will, als ständig über Bücher zu reden, sollte in diesen literaturfreien Raum tauchen: In der Sachsenhäuser Pizzeria „La Traviata“ dreht sich alles um den Fußball - und vor allem um Juventus Turin. Von Roland Zorn

Messefluchten (2)

Im Museum für Komische Kunst

„Herr Borsig hatte in seinem Leben vieles falsch gemacht. Er beschloss daher, noch einmal ganz von vorne anzufangen“

Bilder statt Bücher: Caricatura, das neue Museum für Komische Kunst, ist ein guter Fluchtort für müde Messebesucher. Die weltweisen, menschenfreundlichen und hochkomischen Bilder von Bernd Pfarr sollte sich niemand entgehen lassen. Von Konstanze Crüwell

Messefluchten (1)

Im chinesischen Garten

Autoren oder Agenten trifft man hier nie: Chinesischer Garten im Bethmannpark

Mit der schlechten Luft wird die beste Klimaanlage nicht fertig. Jetzt gibt es nur eins: Raus. Wir zeigen unsere Frankfurter Lieblingsorte, die uns die Messe vergessen lassen. Diesmal: der chinesische Garten im Bethmannpark. Von Anna von Münchhausen