1:1 gegen Bielefeld

Dämpfer für Hannover 96

09. Dezember 2006 Nach drei Siegen kam der niedersächsische Fußball-Bundesligaklub am Samstag im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld nur zu einem 1:1 (0:0). Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking hat damit im achten Heimsspiel erst den sechsten Punkte geholt, während die Bielefelder im vierten Spiel in Hannover ohne Niederlage blieben. Vor 34.107 Zuschauern rettete Thomas Brdaric (68.) nach der Führung durch Marcel Ndjeng (67.) den Zähler für Hannover.

„Wir haben es versäumt, entschlossener zu agieren“, sagte Hecking nach der Partie, lobte jedoch sein Team, daß es nach der Bielefelder Führung „sofort wieder da war“. Sein Kollege Thomas von Heesen
hingegen war verärgert. „Die haben zu lange gejubelt“, kritisierte er den schnellen Ausgleich. Insgesamt sei er aber mit der Partie zufrieden: „Wir haben jetzt 22 Punkte, das ist in Ordnung.“

Beide Mannschaften zeigten lange Zeit äußerst mäßige Leistungen mit wenigen ansehnlichen Szenen. Vor allem das Spiel nach vorne bereitete sowohl den Hannoveranern als auch den Bielefeldern Probleme, so daß Torraumszenen Mangelware blieben. Hauptaugenmerk war besonders in der ersten Halbzeit eine solide Abwehrarbeit und eine wenig riskante Spielweise. Erst Mitte der zweiten Halbzeit wurde die Partie nach den Toren turbulenter.

Brdaric sorgt für Wirbel

Die etwas aktivere Elf war Hannover. Mit Silvio Schröter für den am Freitag am Knie verletzten Ungarn Szabolcs Huszti begannen die Gastgeber offensiv und besaßen schon nach acht Minuten die größte Chance der Partie durch Vinicius. Der brasilianische Innenverteidiger scheiterte allerdings aus drei Metern Entfernung am Pfosten und vergab damit ebenso wie in der 66. bei einem schönen Kopfball.

Während die ehemaligen Nationalspieler Thomas Brdaric und Frank Fahrenhorst sowie Kapitän Altin Lala von der Bank aus zuschauten, präsentierten sich ihre Mannschaftskollegen danach zusehends offensiv-schwächer. Der eifrige Nachwuchsspieler Jan Rosenthal war im Mittelfeld sichtlich bemüht, ihm unterliefen jedoch zu viele Fehler. Der als Regisseur verpflichtete Arnold Bruggink konnte sich erneut zu selten durchsetzen. Für Wirbel sorgte erst der nach der Pause eingewechselte Brdaric, der den Ausgleichstreffer nach schöner Vorarbeit von Jiri Stajner aus kurzer Distanz erzielte.

Bielefeld beschränkt sich auf Konter

Arminia Bielefeld beschränkte sich weitgehend auf Konter, spielte erst nach dem Wechsel etwas mutiger nach vorne. Ohne Artur Wichniarek, den bisher erfolgreichsten Torschützen des Clubs, und ohne Rüdiger Kauf fehlte der Druck. Die für Wichniarek und Kauf auflaufenden Ioannis Masmanidis und Torben Marx konnten wie ihr Teamkameraden fast keine Akzente setzen.

Die beste Chance der Arminia vergab Sibusiso Zuma (21.). Der Nationalstürmer aus Südafrika schoß nach einer guten Flanke von Radim Kucera, der einen Fehler von Dariusz Zuraw genutzt hatte, den Ball aber deutlich über das Tor. Die Führung fiel angesichts der wenigen Chancen unerwartet und passend zu den wenigen Strafraumszenen nach einem Schuß durch Ndjeng, der aus rund 20 Metern Entfernung genau in die linke unterer Ecke traf.

Hannover 96 - Arminia Bielefeld 1:1 (0:0)
Hannover: Enke - Cherundolo, Vinicius, Zuraw, Tarnat - Balitsch, Jankow - Schröter (54. Brdaric), Bruggink, Rosenthal (88. Jendrisek) - Stajner (80. Hashemian)
Bielefeld: Hain - Korzynietz, Westermann, Gabriel, Schuler - Ndjeng (81. Kobylik), Marx (75. Danneberg), Kucera, Böhme (74. Eigler) - Masmanidis - Zuma
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Tore: 0:1 Ndjeng (67.), 1:1 Brdaric (68.)
Zuschauer: 34.107
Gelbe Karten: Cherundolo (2) - Marx (2)





Text: FAZ.NET mit Material von dpa/sid
Bildmaterial: dpa

 
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