13. Februar 2007 Jermaine Jones ist seit sieben Jahren Profi. In dieser Zeit hat er nur 36 Bundesligaspiele bestritten und zwei Tore erzielt. Im Januar 2004 hatte der in Frankfurt geborene Spieler die Eintracht verlassen und sich Bayer Leverkusen angeschlossen. Ein Jahr später kehrte er zurück. Trainer Friedhelm Funkel hat seine Wertschätzung für Jones deutlich gemacht, als er ihn zum Kapitän bestimmte. Mit heute 25 Jahren ist Jones noch immer der jüngste Spielführer in der Geschichte des Vereins.
2006 allerdings hat Jones nur selten für die Eintracht spielen können, eine Schienbeinverletzung hat ihn daran gehindert. Dreimal musste er operiert werden, erst vor wenigen Wochen ist er in den Kreis der Mannschaft zurückgekehrt. Nun senden Jones und sein Berater Roger Wittmann Signale aus, die den zweiten Abschied aus Frankfurt vorzubereiten scheinen. Der Vertrag des Spielers läuft zum Saisonende aus; ein Angebot im Sommer, das nach damaliger Aussage von Trainer Friedhelm Funkel überragend gewesen sei, hatte er abgelehnt. Ich will erst wieder in der Mannschaft sein, bevor wir reden, so sagte Jones damals.
Ende des Monats erste Gespräche
Die ersten Gespräche sollen nun kurz vor oder nach dem Pokalderby in Offenbach geführt werden, also Ende dieses Monats. Um die eigene Position zu verbessern, haben Jones und Berater nun öffentlich vom Interesse mehrerer Spitzenklubs berichtet. Allen voran soll Schalke 04 sich mit dem Gedanken tragen, den ehemaligen U-21-Nationalspieler zu verpflichten. Friedhelm Funkel sagt: Wenn ein Spieler einen Verein verlässt, ist das eine ganz normale Sache im Profifußball. Jeder kann sich seinen Arbeitsplatz frei wählen. Der Trainer geht davon aus, dass die derzeit noch ungeklärte Situation
Jones nicht daran hindern wird, gute Leistungen zu zeigen. Die Eintracht jedenfalls wolle ganz entspannt mit der Situation umgehen, weil wir um die Ausgangslage wissen, unabhängig davon, was in der Zeitung steht.
Pröll und Spycher fehlen gegen Stuttgart
Vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart an diesem Freitag halten sich die personellen Probleme bei der Eintracht derweil in Grenzen. Verzichten müssen die Frankfurter gegen die zuletzt so starken Schwaben auf Torhüter Markus Pröll und Christoph Spycher. Prölls Rippenverletzung ist offenbar besonders hartnäckig, Auch der Besuch bei einem Heilpraktiker in München hat nicht die erwünschte schnelle Linderung der Schmerzen gebracht. Spycher ist gesperrt, weshalb Trainer Funkel säuerlich reagierte. Nach Spychers Platzverweis in Leverkusen hatte ihn der Kontrollausschuss für zwei Wochen gesperrt - und damit in diesem Fall nur die Mindeststrafe ausgesprochen. Da Spycher bereits zu Saisonbeginn in Mainz vom Platz geflogen war, gilt er als Wiederholungstäter, was automatisch zu einem zusätzlichen Spiel Sperre führt. Für Funkel nicht nachvollziehbar. Wieso Wiederholungstäter? Es hat keine Tat gegeben.
Freuen kann sich indessen Mounir Chaftar. Der Frankfurter wurde von Dieter Eilts erstmals in den Spielerkader der U-21-Nationalmannschaft berufen. Das Team bestreitet am 21. Februar in Reutlingen sein zweites Länderspiel gegen den Nachwuchs aus Italien.
Text: js./F.A.Z.
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