Schade, Eintracht. Spieler und Fans werden unsanft aus Ihren Träumen gerissen und finden sich auf dem Boden der Realität wieder. Zwar haben Bruchhagen und Funkel gewarnt, aber man wollte eben nicht wahrhaben, dass man einfach nur bessere Ergebnisse erzielte, als man de facto erspielte. Dem kritischen Beobachter konnte aber nicht verborgen bleiben, dass die frühzeitig gegen den Abstieg gesammelten Punkte selten das Ergebnis eines geordneten Mittelfeldspiels war, sondern meist aus Einzelaktionen resultierte. Einer der Gründe hierfür ist sicher, dass Verstärkungen wie Mahdavikia, Mantzios oder Caio der Mannschaft kaum weiterhelfen konnten und bisweilen jegliche Bundesligatauglichkeit vermissen lassen. Dass die stabile Abwehr die zuvor abgefangenen Bälle durch katastrophale Abspielfehler sofort wieder dem Gegner überlässt, ein anderer. Es soll jetzt nicht alles schlecht geredet werden. Man hat frühzeitig den Verbleib in der Liga gesichert und vorübergehend träumen dürfen. Für die nächste Saison darf man aber gespannt sein, ob die Scouts doch noch bestätigt werden und von Eintracht ausser zweckmässigem Ergebnisspiel auch mal wieder schöner Fussball zu sehen sein wird.
