Im Gespräch: Heribert Bruchhagen

„Ich habe ein Leben wie Gott in Frankreich“

11. Februar 2008 Es ist kein allzu großer Widerspruch, die marktgerechten Preise von Fußballspielern zu kennen, nicht aber die marktgerechten Preise von Lebensmitteln. Und es ist manchmal gar nicht so leicht, Bekannten abends ein paar Pils auszugeben, weil diese das als Arroganz auslegen können. Geld ist eben „ein sehr diffiziles Thema“. Heribert Bruchhagen steht seit 2003 an der Spitze der Frankfurter Eintracht. Er hat dem skandalerprobten Verein finanzielle Solidität beigebracht. Im Gespräch redet der Vorstandsvorsitzende im ersten Teil der FAZ.NET-Serie „SOLO - Ein Thema, ein Interview“ über - Geld.

Sind Sie ein sparsamer Mensch?

Ich habe von Kindesbeinen an gelernt, mit Geld umzugehen. Mein Vater war Werkzeugmacher, wir hatten ein Monatsgehalt, denn meine Mutter war Hausfrau. Und wir waren drei Kinder. Zum Dreißigsten eines Monats wurde es damals immer enger. Wir haben deshalb nur so viel Geld ausgegeben, wie wir auch eingenommen haben. Das ist mir so vorgelebt worden von meinen Eltern.

Prassen ist Ihnen also fremd?

Das weiß ich nicht, ob ich nicht auch prassen kann. Ich habe aber noch nie ein teures Auto gefahren. Selbst als ich Trainer einer Regionalligamannschaft war und meine Spieler alle große Mercedes fuhren, hatte ich immer noch einen Honda Civic. Ich habe auch kein Goldkettchen, denn meine Ansprüche waren nie allzu groß. Immerhin habe ich ein schönes Einfamilienhaus.

Wie viel Geld haben Sie in der Regel im Portemonnaie?

Zweihundert Euro, das ist so der übliche Standard. Wenn ich keine hundert mehr habe, hole ich mir wieder dreihundert Euro. Das ist überschaubar.

Sie haben lange in einer Zweizimmerwohnung in Sachsenhausen gelebt.

Ja, auf 86 Quadratmetern, glaube ich.

Vergleichsweise bescheiden für den Vorstandschef der Eintracht.

In Sachsenhausen habe ich mich immer sehr wohl gefühlt. Am Ende bin ich umgezogen, weil es eng wurde, wenn meine Kinder und meine Frau am Wochenende kamen. Inzwischen habe ich eine etwas größere Wohnung.

Wie viele Quadratmeter sind es nun?

Neunzig.

Gab es nie Situationen, in denen Ihnen Ihre Wohnung unangemessen für einen Vorstandschef erschien?

Nein, denn ich habe ja in der Arena einen Besprechungsraum. Darüber hinaus finden die meisten geschäftlichen Gespräche im Airport-Club statt. Das ist für unsere Gesprächspartner im Fußball einfach der beste Treffpunkt. Es ist auch nicht so, dass ich mich am gesellschaftlichen Leben derart beteilige, dass ich am Samstagabend mal jemanden einlade. Mein Interesse gilt ausschließlich dem Fußball. Das ist mein Beruf. Am gesellschaftlichen Leben der Stadt nehme ich nur teil, wenn ich offiziellen Einladungen folge.

Über Geld spricht man nicht, heißt es. Ihr Gehalt aber steht in der Zeitung, selbst wenn die Schätzungen zu hoch ausfallen. Ist Ihnen das unangenehm?

Ja, sehr. Weil meine Kinder auch mit Nachbarschaftskindern spielen. Weil meine Frau zum Friseur geht. Weil in unserem Garten in meinem Heimatort Harsewinkel bei Bielefeld ein Mann für zehn Euro in der Stunde arbeitet. Und wenn man mit ehemaligen Fußballkameraden zusammen ist oder mit Lehrerkollegen von früher, dann glauben die, man würde tatsächlich so viel verdienen, wie in der Zeitung stand. Aber mir ist es auch unangenehm, wenn ich etwas über Gehälter von Spielern lese. Ich kann das nicht ständig dementieren, auch wenn es zu neunzig Prozent nur grobe Schätzungen sind.

Aber es wird unbestritten viel Geld verdient im Fußball.

Ja, es wird sehr viel eingenommen und sehr viel verdient. Das ist aber eine Entwicklung, die erst in den letzten zehn, fünfzehn Jahren so richtig angefangen hat. Von den Lizenzspielern, mit denen ich Ende der achtziger Jahre in Schalke zusammengearbeitet habe, kenne ich keinen, dem es heute besonders gut geht. Spieler der jetzigen Generation dagegen, die zehn Jahre vernünftig ihr Geld zusammenhalten, haben finanziell keine Sorgen mehr. Aber es ist richtig und wichtig, dass sie gut verdienen, denn nach ihrer Karriere fangen sie wieder bei null an. Auch in anderen Berufen nutzt man die Zeit bis dreißig oder Mitte dreißig zur finanziellen Absicherung.

Stehen die hohen Gehälter in einer vernünftigen Relation zur Leistung?

Ja, meistens. Ältere Spieler verdienen mitunter zu viel, jüngere zu wenig. Aber das war immer schon so.

Was haben Sie als junger Spieler verdient?

Mein bestes Gehalt waren in der zweiten Liga 1500 Mark plus Prämien, so dass ich insgesamt auf 3000 Mark kam.

Und ganz am Anfang?

Bei meinem ersten Vertrag in der Oberliga West 1968/69 hatte ich 160 Mark plus Prämien. Da war ich noch Gymnasiast. Ich hatte in der 13. Klasse schon einen VW 1200 und mein Lateinlehrer noch überhaupt kein Auto. Und die meisten anderen Lehrer auch nicht. Ich war schon in einer exponierten Stellung.

Sie sind ausgebildeter Lehrer und heute gewissermaßen Betriebswirt. Wie funktioniert das?

Zwischen dem 25. und dem 39. Lebensjahr war ich Lehrer, am Ende Oberstudienrat. Als Trainer von Gütersloh habe ich ein Angebot von Schalke 04 bekommen und angenommen. Alles andere musste ich mir erarbeiten. Ich musste auch erst lernen, eine Bilanz zu lesen und zu bewerten. Erstellen musste ich sie zum Glück nie. Viele andere Dinge musste ich mir hingegen aneignen, wie Kenntnisse im Marketing, bei der Bandenwerbung, in der Versteuerung von geldwerten Vorteilen, von Logen. Aber das Fußballgeschäft ist ja nichts Hochakademisches. Es ist für jeden normal Denkenden zu lernen.

Wenn ich Spieler bei der Eintracht bin, wie bekomme ich dann mein Geld?

Per Überweisung. Bargeld ist komplett abgeschafft bei Bundesligavereinen. Das bekommt nur noch der Postbote, wenn er hier irgendetwas anliefert. Am Empfang gibt es deshalb noch eine Kasse, ansonsten nicht mehr.

Gibt es also einen Dauerauftrag?

Nein, das Gehalt wird jeden Monat neu berechnet. Das fällt aufgrund der Prämien immer unterschiedlich aus. Die Spieler bekommen das immer am Monatsende.

Kontrollieren Sie, was der Einzelne bekommt?

Die Gehälter werden von zwei Männern – unabhängig voneinander – berechnet. Mit Punktprämien, Auflaufprämien und so weiter. Kommen die beiden zu unterschiedlichen Ergebnissen, setzen sie sich noch mal hin. Das muss so sein, denn Fußballspieler, die zu wenig Geld bekommen, die melden sich. Aber die, die zu viel bekommen, die melden sich nicht.

Wundern Sie sich noch über die großen Summen, die inzwischen gezahlt werden, oder gewöhnt man sich daran?

Es ist nicht so, dass einem das leicht von der Hand geht. Manchmal überlegt man, mit welcher schwindelerregenden Geschwindigkeit sich vieles entwickelt hat. Aber es gibt eben einen Markt, und daraus resultieren letztlich die Gehälter der Spieler. Ich kann mich dem nicht entziehen.

Macht Ihnen diese Entwicklung manchmal Angst?

Nein. Das Fußballgeschäft macht mir überhaupt keine Angst, weil ich mich da wohl fühle.

Sollten Trainer oder Vorstandsvorsitzende eines Vereins mehr verdienen als der bestbezahlte Spieler, weil sie für das große Ganze verantwortlich sind?

In der Bundesliga verdienen kein Vorstandsvorsitzender und kein Manager so viel wie die besten Spieler. Da müssen sie froh sein, wenn sie so viel verdienen wie ein Ersatzspieler.

Ist das angemessen?

Die Frage stellt sich nicht. Ist es denn angemessen, dass der beste Vertriebler an der Börse mehr verdient als Claus-Peter Müller, der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank? Ich beklage mich jedenfalls nicht über meine Bezahlung. Ich kann meinen Beruf, wenn ich ihn gut mache, ja auch zwanzig oder 25 Jahre ausüben. Das kann ein Fußballspieler nicht.

Haben Sie eine feste Verhandlungsstrategie, wenn Sie Spielerberatern, Spielern oder irgendjemandem gegenübersitzen, der Geld von Ihnen haben möchte?

Ich habe vorher immer klare Vorstellungen. Ich weiß ganz genau, in welcher Spanne ich mich bewegen möchte.

Das heißt, Sie feilschen ungern?

Ich bin 21 Jahre in der Bundesliga dabei, und ich glaube, dass Sie keinen finden, der behauptet, ich hätte ihn über den Tisch gezogen. Und wenn ein Transfer nicht klappt, dann klappt er eben nicht. Ich bin da ganz unaufgeregt, und das wissen die Spieler auch.

Ist es eine Gefahr speziell für junge Profis, dass im Fußball so viel Geld im Spiel ist?

Man wird nicht Profi, so wie man sich entscheidet, Ingenieur zu werden. Man wird Fußballspieler, weil man diesen Sport über alles liebt und als Kind von morgens bis abends Fußball spielt. Und weil man Talent hat. Wenn man dann Profi ist, will man natürlich auch sehr viel Geld verdienen. Das ist einfach so, auch wenn es mir nicht immer gefällt und ich mich mitunter dagegen wehre. Aber das gelingt natürlich nur bedingt, weil ich in diesem System nur ein kleines Rädchen bin. Wenn ich diese Mechanismen aber insgesamt beklagen würde, dann müsste ich an meine Schule zurückgehen.

Was geht in Ihnen vor, wenn junge Spieler mit 50.000-Euro-Autos vorfahren?

Dann bedauere ich das, weil es mir leid tut. Aber die Tendenz, dass Fußballspieler sich mit großen Autos schmücken, ist eher abnehmend. Wenn ich die Gespräche im Bus höre und mit denen vor zwanzig Jahren vergleiche, dann glaube ich, dass die Spieler viel vernünftiger geworden sind. Damals wurde über Frauen und Skat gesprochen, heute hören die Spieler Musik und verfolgen die Börsennachrichten, sie haben feste Freundinnen und ernähren sich alle vernünftig.

Bundestagspräsident Lammert hat vor kurzem „Gehaltsexzesse im Profifußball kritisiert. Zu Unrecht?

Wenn er sich über die Gehälter der 500 besten Architekten in Deutschland beschwert hätte, dann hätte das niemand zur Kenntnis genommen. Der Profifußball ist sehr dazu geeignet, öffentlich gehört zu werden.

Gibt es für Sie in dieser Geldmaschinerie Fußball schwere Momente – wenn beispielsweise die Putzfrau oder der Platzwart um mehr Geld bitten?

Natürlich gibt es die. Das ist doch menschlich nicht zu leisten, wenn meine Sekretärin vor mir sitzt, eine Gehaltserhöhung von 2300 auf 2400 Euro möchte, ich das gegebenenfalls ablehne und am nächsten Tag einen Transfervertrag über mehrere Millionen mache. Das ist eine ambivalente Situation, das muss man wissen.

Wie gehen Sie damit um?

Eine Chefsekretärin muss bei uns genauso viel verdienen wie bei der F.A.Z. oder beim Deutschen Handballbund. Die Tatsache, dass wir 24 Lizenzspieler haben, führt ja nicht dazu, dass auch unser Masseur 200.000 Euro verdient. Es ist eine schwierige Situation: Herr Ackermann von der Deutschen Bank hat auch einmal einen Milliardengewinn ausgewiesen und gleichzeitig Tausende Arbeitsplätze abgebaut. Wenn man ein Unternehmen führt, dann muss man solche Entscheidungen abstrakt voneinander trennen. Aber das muss man auch erst lernen.

Im Stadion sitzen viele Zuschauer mit überschaubarem Gehalt. Ist diese Diskrepanz ein Problem?

Wenn es so wäre, dann hätten sich die Zuschauerzahlen in den letzten zehn, fünfzehn Jahren nicht verdoppeln können. Die Tendenz, dass unverhältnismäßig viel Geld verdient wird, hat zugenommen, die Zuschauerzahlen aber auch. Ich rate unseren Spielern immer zu großer Bescheidenheit und Dankbarkeit. Ich glaube, dass das Auftreten der Lizenzspieler heute weitaus vernünftiger und weniger arrogant ist als noch vor zwanzig Jahren.

Verstehen Sie sich auch als Ratgeber der Spieler?

Ich gebe manchmal Ratschläge. Die mögen erst einmal antiquiert erscheinen. Ich sage zum Beispiel: Wenn euch jemand mehr als vier Prozent Zinsen und Rendite verspricht, dann beginnt das Risiko. Wenn ihr aber euer Geld in Bundesobligationen anlegt, beim Staat zu vier oder fünf Prozent, dann habt ihr es nicht verloren. Aber die Spieler vertrauen ja nicht mir, sondern ihrem Berater.

Ziehen Spieler Sie trotzdem zu Rate?

Ja, ich biete ihnen das an, im Trainingslager zum Beispiel. Dass ich jedes Investment prüfen lassen kann. Ich rate Fußballspielern, ihr Geld konservativ anzulegen.

Was ist für Sie Luxus?

Ich fliege jedenfalls nicht erster Klasse oder so etwas. Ich kann das einfach nicht. Wenn ich für 160 Euro nach London kommen kann und ich zahle für die Business-Klasse 900 Euro – das kann ich gar nicht. Da komme ich gar nicht auf die Idee, meiner Sekretärin zu sagen, dass mir das doch zusteht. Das habe ich auch nie gelernt. Ich hätte immer das Gefühl, mein Vater guckt von oben herab und sagt: Junge, was ist nur aus dir geworden.

Leisten Sie sich auch schöne Dinge?

Doch, doch. Ich war neulich auf Juist. Da haben wir uns das „Kurhaus“ gegönnt, das teuerste Haus am Platz. Als Lehrer habe ich auf Juist bescheidener gewohnt. Aber heute nehme ich mir das Recht heraus, ins „Kurhaus“ zu gehen. Das hat sich schon verändert.

Gar kein schlechtes Gewissen?

In diesem Fall nicht. Das mache ich für mich, meine Frau und unsere Gesundheit. Ich könnte jetzt auch ketzerisch fragen: Wo soll ich denn sonst Geld ausgeben? Abends trinke ich mitunter in der Schweizer Straße zwei Rotwein und esse ein Wiener Schnitzel. Dann rauche ich ein paar Zigaretten und schaue Fußball. Ich habe das große Glück, dass ich Musik hören, fernsehen und Zeitung lesen kann, alle drei Dinge gleichzeitig. Und ich kann die Zeitung auch noch auf die Erde werfen, weil meine Frau erst donnerstags nach Frankfurt kommt. Ich habe ein Leben wie Gott in Frankreich.

Macht das viele Geld den Fußball besser oder nur erfolgreicher?

Es macht ihn nicht besser. Der Fußball ist nur anders geworden, moderner, enger und so weiter.

Das heißt, in der englischen Premier League, in der es noch viel mehr Geld gibt als in der Bundesliga, wird auch nicht besser gespielt?

Na ja, die haben auch Vereine wie die Blackburn Rovers oder Wigan Athletic. Das sind doch auch durchschnittliche Mannschaften. Aber da verdienen die Spieler in einer Woche so viel wie bei uns in einem Monat.

Warum werden Spielergehälter anderswo öffentlich bekanntgegeben – und in Deutschland nicht?

Man muss ja nicht alles zu Markte tragen. Das gehört in die Privatsphäre eines Menschen. Ich käme nie auf die Idee jemandem zu sagen, was ich verdiene.

Ist Geld in Ihrem Alltag überhaupt noch ein Thema?

Wenn ich Vertragsverhandlungen führe, dann sage ich zu unserem Aufsichtsratschef nicht: Lieber Herr Becker, Geld ist für mich kein Thema. So wie ich in Verhandlungen mit meinen Spielern gehe, mache ich das auch, wenn es um meinen eigenen Vertrag geht. Dann überlege ich mir vorher: Welche Rolle spielst du? Was ist deine Marktbewertung? Da gehe ich dann schon sehr nüchtern heran.

Und wenn es nicht um Verträge geht, sondern um den Einkauf fürs Wochenende?

Ich gucke sicherlich nicht auf den Preis, wenn ich mir einen Joghurt, ein Schnitzel, einen Hühnchensalat oder Brot kaufe. Da habe ich auch überhaupt keine Vorstellung, was ein angemessener Preis wäre. Da denke ich nicht drüber nach.

Sie kennen also die marktgerechten Preise von Spielern, aber nicht die marktgerechten Preise von Lebensmitteln.

So ist es. Die kenne ich nicht. Geld ist schon ein sehr diffiziles Thema. Man will auf der einen Seite nicht arrogant rüberkommen, aber es ist die Wahrheit: Ich denke wirklich nicht darüber nach, was eine Kinokarte kostet oder ein Essen. Wenn ich in Harsewinkel an der Theke mit Bekannten zusammenstehe, und man trinkt ein Pils und noch eins, dann ist man auch geneigt, später zum Wirt zu gehen und zu fragen: Was haben wir verzehrt? Dann bezahle ich alles. Aber das kommt überhaupt nicht gut an. Das wird dann so gesehen, als würde man eine gewisse Großkotzigkeit an den Tag legen.

Das heißt, Sie können nicht mehr einfach so einen ausgeben?

Nein. Dabei mache ich das ja gern. Ich habe ja auch nicht so viele Gelegenheiten, Geld auszugeben. Wo soll ich denn etwa im Trainingslager Geld ausgeben? Und wo im Hotel? Für das Kino und das Theater bekomme ich die Karten oft auch so. Wenn man dann mal irgendwann ein paar Pils hinter der Theke bezahlt, dann glaubt man, dadurch anderen einen Gefallen zu tun. Aber wie gesagt: Das kommt nicht gut an.

Wann hatten Sie zuletzt Ihren Kontoauszug in den Händen?

Das mache ich über Internetbanking. Und ausdrucken lässt sie meine Frau jedes Vierteljahr. Ich habe ein Gehaltskonto und eines, auf dem die monatlichen Abbuchungen sind. Da schaue ich schon drauf.

Wüssten Sie jetzt, wie hoch Ihr Kontostand ist?

Ich habe heute Gehalt bekommen. Das müsste ich jetzt obendrauf rechnen.

Stimmt es, dass die erste Million, die man gemacht hat, die schwerste ist?

Das kann ich nicht beantworten, weil ich noch keine Million gemacht habe. Wo soll die auch herkommen? Ich habe ein A-14-Gehalt gehabt bis zu meinem fast vierzigsten Lebensjahr. Bei Schalke, bei meinem ersten Managervertrag, habe ich 12.000 Mark verdient, beim HSV 30.000 Mark. Später ging es dann höher. Das sind ja tolle Gehälter, aber wenn man ein Haus und so weiter hat, dann hat man keine Million. Muss ich auch nicht haben.

Das Gespräch führten Uwe Marx und Michael Wittershagen.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z. - Frank Röth

 

Im Gespräch: Frank Vytrisal

„Ohne Glücksgefühle würde ich das nicht machen“

Darmstädter Triathlet vor der Frankfurer Skyline: Frank Vytrisal

Spezial Triathleten sind oft allein. Frank Vytrisal findet Erfüllung nicht nur in seinem Sport, sondern auch und vor allem in der Familie. Seiner Frau zuliebe hätte er 2005 schon aufgehört. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 19 mit Frank Vytrisal und „Alleinsein“.

Im Gespräch: Rolf Müller

„Ohne Macht funktioniert überhaupt nichts“

Stabschef im hessischen Sport: LSB-Präsident Rolf Müller

Spezial Rolf Müller, LSB-Präsident für 2,2 Millionen Mitglieder in 7800 Vereinen, ist Vorsitzender der Konferenz der Landessportbünde, Abgeordneter und früherer Hochschulmeister im Schwimmen. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 18 mit Rolf Müller und „Macht“.

Im Gespräch: Fabian Hambüchen

„Das Gefühl zu fliegen ist das Größte“

Muskelmann an den Ringen: Fabian Hambüchen

Spezial Er ist ein Mann der Gegensätze: Fabian Hambüchen liebt die Herausforderung, im Privatleben will er Ruhe. Er diskutiert schon mal mit seinen Eltern. Das war früher anders. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 17 mit Fabian Hambüchen und „Grenzen“.

Im Gespräch: Marcel Hacker

„Ich habe einen Waschbärbauch“

“Ich weiß, was ich drauf habe“: Marcel Hacker

Spezial Marcel Hacker fällt auf: Knapp zwei Meter ist er groß und mehr als 100 Kilogramm schwer. Ein Mann, der auffällt und genießt. Diese Muskeln aber sind für ihn auch Werkzeuge. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 16 mit Marcel Hacker und „Muskeln“.

Im Gespräch: Theo Zwanziger

„Jetzt spiel' halt nicht nur Fußball, Theo!“

Freund und Förderer des Frauenfußballs: DFB-Präsident Theo Zwanziger

Spezial Ob bekennender Fan oder Dauergast beim Pokalfinale: DFB-Präsident Theo Zwanziger fördert den Frauenfußball. Großmutter, Mutter, Ehefrau haben eine prägende Rolle gespielt. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 15 mit Theo Zwanziger und „Frauen“.

Im Gespräch: Ioannis Amanatidis

„Auf dem Platz bin ich ein anderer“

Ein Mann der Gegensätze: Im Spiel ist Ioannis Amanatidis wilder, privat eher ...

Spezial Im Profifußball sollen, neben jedem Spieler, ganze Teams Charakter zeigen. Das geht, behauptet Ioannis Amanatidis, auch wenn es manchmal gar nicht so einfach ist. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 14 mit Ioannis Amanatidis und „Charakter“.

Im Gespräch: Klaus Gerster

„Es gibt kein Feindbild Klaus Gerster“

Berater unter Beobachtung: Klaus Gerster ist seit vielen Jahren im Geschäft

Spezial Klaus Gerster ist Spielerberater, für viele „der schwarze Abt“ und der Inbegriff des windigen Profiteurs im Fußball. Mit Andreas Möller wurde er groß - oder Möller mit ihm. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 13 mit Klaus Gerster und „Feindschaft“.

Im Gespräch: Michael Gross

„Ich habe alles aus eigenem Antrieb erreicht“

Eine Frage der Perspektive: Nur um die Schultern herum scheint Michael Gross ...

Spezial Er fühlt sich als Mann von Welt und tritt auch so auf. Wie früher im Schwimmbecken als Olympiasieger machte Michael Gross auch später als Geschäftsmann beeindruckend Karriere. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 12 mit Michael Gross und „Karriere“.

Im Gespräch: Steffi Jones

„Ich bin überrascht, wie viele Väter ich habe“

Durchblick: Steffi Jones ist eines der prominentesten Gesichter im deutschen ...

Spezial In der deutschen Fußballfamilie ist Steffi Jones für eine Art Mutterfigur. In ihrer richtigen Familie hingegen hat die OK-Präsidentin der WM 2011 schwere Rückschläge erlitten. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 11 mit Steffi Jones und „Familie“.

Im Gespräch: Harald Schmid

„Ich habe mich nie betrogen“

“Ich weiß nicht, ob ich gegen einen sauberen Gegner verloren habe“: Harald Sc...

Spezial Der frühere Hürdenläufer Harald Schmid wollte „kein rundgeschliffenes Etwas“ sein. Das bekamen vor allem Politiker und Funktionäre zu hören - ohne Kompromisse. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 10 mit Harald Schmid und „Vorbildern“.

Im Gespräch: Friedhelm Funkel

„Mein Gott, habe ich ein Glück“

Ein deutsches Fußballgesicht mit Spuren: Friedhelm Funkel

Spezial Er ist seit über 30 Jahren im Fußballgeschäft. Mittlerweile ist Friedhelm Funkel von Eintracht Frankfurt einer der profiliertesten Trainer Deutschlands - dank seines „Trumphs“. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 9 mit Friedhelm Funkel und „Erfahrung“.

Im Gespräch: Andrea Petkovic

„Ich habe die dunkle Seite kennengelernt“

Reisen bildet, jedenfalls dann, wenn man wie Andrea Petkovic gerne Bücher zur...

Spezial Sie ist nicht nur im Sport hochbegabt, sie war es auch in der Schule. Geprägt haben die 20-Jährige die Zeit auf der Tennis-Tour, das Reisen, die Kulturen, der Kampf auf dem Platz. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 8 mit Andrea Petkovic und „Lernen“.

Im Gespräch: Cornelia Hanisch

„Natürlich sind wir Sportler Egoisten“

“Ach, Frau Hanisch, was brauchen Sie Kinder - Sie haben doch uns!“

Spezial Cornelia Hanisch war einst Deutschlands erfolgreichste Fechterin. Dass sie 1980 wegen des Boykotts nicht nach Moskau durfte, zählt sie nicht zu den schicksalhaften Tiefschlägen. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 7 mit Cornelia Hanisch und „Verlust“.

Im Gespräch: Sylvia Schenk

„Zabel – das hat sich inzwischen auch erledigt“

Klagt über gespaltene Moral und gespaltene Persönlichkeiten: Sylvia Schenk

Spezial Sylvia Schenk kennt den Sport und die Sportpolitik aus erster Hand. Und die kritische Betrachterin ist nicht nur einmal an undurchschaubaren Verbandsstrukturen gescheitert. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 6 mit Sylvia Schenk und „Ehrlichkeit“.

Im Gespräch: Helge Meeuw

„Schwimmsport ist Luxus“

Für Helge Meeuw ist die Schwimmhalle “kein Wohnzimmer, aber mindestens ein Ba...

Spezial Helge Meeuw ist deutscher Schwimmsportler. Er macht sich Gedanken um Wasserknappheit und stellt sich die Sinnfrage, ob es richtig ist, was er macht: schwimmen um Sekunden. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 5 mit Helge Meeuw und „Wasser“.

Im Gespräch: Alex King

„Als Kind habe ich mir gewünscht, ein Weißer zu sein“

Kompliziertes Leben zwischen Triumph und Niederlage: Alex King

Spezial Ernsthaft verletzt war er noch nie - körperlich. Dennoch gab und gibt es für Basketball-Profi Alex King Blessuren: innere, unter denen er leidet. Als Sportler und als Mensch. Manche Wunden sind tief. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 4 mit Alex King über „Verletzungen“.

Im Gespräch: Renate Lingor

„Wir können keine Röcke tragen“

“Ein blauer Fleck ist nicht schön, gehört aber dazu“: Renate Lingor

Spezial Als Kind hat Renate Lingor sich im Dreck gesuhlt und erst Jahre später entdeckt, dass es so etwas wie Make-up gibt. Heute freut sich die Spielerin des 1. FFC Frankfurt über enge Trikots. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 3 mit Renate Lingor und „Schönheit“.

Im Gespräch: Lasse Kopitz

„Man robbt übers Eis und sucht seine Zähne zusammen“

Mit Muskeln geht es besser: Lasse Kopitz

Spezial Trotz gebrochener Kniescheibe spielte er die Play-offs. Nur mit Fieber geht Lasse Kopitz nie ins Spiel. Eishockeyprofis sind zwar „durchgeknallt“ - aber nicht lebensmüde. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 2 mit Lasse Kopitz und „Schmerzen“.

Das Hörportal der FAZ
Erfolgshörbuch Hirnforschung