Eintracht Frankfurt

„Bis zum Saisonende kann ich noch auftrumpfen“

“Gegen Nürnberg habe ich mich ungewöhnlich schlapp gefühlt“: Albert Streit (re.)

"Gegen Nürnberg habe ich mich ungewöhnlich schlapp gefühlt": Albert Streit (re.)

22. März 2007 Eintracht-Profi Albert Streit über sein schlechtestes Spiel der Saison, die verpasste Nominierung für die Nationalmannschaft und die Position des Spielmachers.

Die Nationalmannschaft trainiert nur ein paar Meter weiter auf dem Gelände der WM-Arena, Sie sind aber wieder nicht dabei. Haben Sie schon einmal einen Blick rübergeworfen und mit dem einen oder anderen Nationalspieler oder DFB-Trainer geplaudert?

Nein, da gibt es keinen Kontakt. Ich habe die Nominierung gesehen und war nicht dabei, da war die Sache erledigt. Mehr sage ich dazu nicht.

Wie empfinden Sie eine Trainingswoche ohne die Hälfte der Kollegen und ohne Spiel am Wochenende?

Für mich ist das sehr gut, weil ich ja letzte Woche wegen einer Halserkrankung nichts machen konnte. Ich habe Lust auf Fußball, es macht Spaß. Für den einen oder anderen aber ist die Situation nicht so motivierend.

Sie haben vor zwei Wochen in Nürnberg Ihr schlechtestes Spiel für die Eintracht gezeigt. Hat die Krankheit schon in Ihnen gesteckt?

Der Trainer glaubt das. Ich weiß es nicht. In jedem Fall habe ich mich ungewöhnlich schlapp gefühlt.

Gilt das für die ganze Rückrunde, in der Sie noch nicht so auftrumpfen konnten wie in der Vorrunde?

Das stimmt, ich war bisher einfach nicht so spritzig wie in der Vorrunde. Ich glaube, mir sind die vielen Spiele durch die Teilnahme am Uefa-Pokal sehr entgegengekommen. Ich spiele einfach lieber, als ich trainiere. Ich weiß natürlich selbst, dass ich zuletzt nicht so gut gespielt habe, wie ich kann. Insgesamt aber war es bisher ein gute Saison. Und es kommen ja noch neun, wenn wir es ins Pokalfinale schaffen, noch zehn Spiele, da kann ich noch auftrumpfen.

Wie wichtig war aus Ihrer Sicht der Sieg gegen die Bayern?

Ich hatte auf einen Punkt gehofft, die Jungs haben drei geholt. Das muss uns einen Schub geben für den Endspurt. Wichtig ist, dass wir jetzt alles in der eigenen Hand haben und auf niemand anderen angewiesen sind.

Es gibt nicht wenige, die Ihnen auch zutrauen würden, auf der Position des Spielmachers gute Leistungen zu bringen. Würden Sie gerne im Zentrum spielen?

Ich habe in der Jugend bei der Eintracht und beim VfB Stuttgart immer auf der „10“ gespielt, auch bei den Eintracht-Amateuren. Ich kann das also und würde es mir auch zutrauen. Bei der Eintracht hat mich Willi Reimann irgendwann auf Außen gestellt, da bin seither geblieben. Wenn der Trainer mir die Aufgabe im zentralen Mittelfeld übertragen wollte, würde ich es gerne annehmen.

Die Fragen stellte Josef Schmitt.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: AP

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