Meeresbiologie

Tiefseeforscher entdecken neue Arten

05. August 2004 Unterwasser-Forscher aus Norwegen haben mehrere neue Tierarten entdeckt. „Die Erforschung des Lebens in der See hat gerade erst begonnen,“ erklärte Odd Aksel Bergstad, der führende Wissenschaftler der MAR-ECO-Expedition am Donnerstag. MAR-ECO untersuchte zwei Monate lang das Unterwasser-Ökosystem des Mittelatlantischen Rückens, der längsten Bergkette der Welt.

Unter den eingesammelten mehr als 350 Arten sind mindestens fünf neue Spezies, darunter ein Tiefsee-Anglerfisch und zwei ungewöhnliche Tintenfische. Bislang galt dieses Gebiet als Unterwasser-Wüste.

Mysteriöse Wege eines unbekannten Tieres

Mit hoch entwickelten Echo-Sonden, Tiefsee-Robotern und Fangnetzen suchten 60 Wissenschaftler aus 13 Ländern das ozeanische Gebirge ab, das sich über mehrere tausend Kilometer von Island über die Azoren weiter bis zum Rand des Südpolarbeckens erstreckt. Die Forscher fanden in 2000 Metern Tiefe in einem Berg mysteriöse Gänge eines unbekannten Tieres. Ferner entdeckte das Team durch Strömungen verursachte Ringe von Plankton-Organismen. Mit einem Durchmesser von zehn Kilometern sind dies die bislang größten derartigen Ringe.

Die von Norwegen angeführte Expedition MAR-ECO ist ein Pilotprojekt des über zehn Jahre laufenden Forschungsprogrammes Census of Marine Life. Mit einem Projektvolumen von 830 Millionen Euro ist es eine der teuersten Meeresexpeditionen überhaupt. An dem Vorhaben nehmen mehr als 300 Wissenschaftler aus 53 Ländern teil.

Text: FAZ.NET mit Material von AP

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