Von Manfred Lindinger
07. November 2006 Der Energieträger Wasserstoff läßt sich offenkundig effizient aus Sojaöl und Glukose gewinnen, ohne daß dabei Kohlenstoff entsteht. Das haben Wissenschaftler von der University of Minnesota in Minneapolis herausgefunden.
Möglich wird die Wasserstoffgewinnung durch das kurzzeitige Erhitzen der organischen Substanzen, so daß sie nicht verbrennen können, was zu Kohlenstoffrückständen führen würde. Wie Lanny Schmidt und seine Kollegen in der Zeitschrift „Science“ (Bd. 314, S. 801) berichten, werden das Öl und die Zuckerlösung über eine Düse auf eine poröse Keramik aus den Katalysatoren Rhodium und Cer gesprüht. Das Gemisch wird in dem Reaktor für kurze Zeit auf 1000 Grad erhitzt, wobei sich die organischen Verbindungen zersetzen. Dabei werden etwa 70 Prozent des Wasserstoffs als Gas – neben Kohlendioxyd – freigesetzt.
Die Wasserstoffmoleküle dringen durch die Öffnungen der Keramik und sammeln sich in einem darunter befindlichen Glasbehälter. Nach Ansicht der Forscher ist das Verfahren für Biomasse aller Art geeignet. F.A.Z.
Text: F.A.Z.