Zwei männliche “Endler“, Poecilia wingei.

Evolutionstheorie

Adaptation im Zeitraffer

Evolutionäre Entwicklungen brauchen im allgemeinen lange Zeiträume, längere zumindest, als dass sie sich unter Laborbedingungen verfolgen ließen. Doch wenn man es klug anstellt, lassen sich Anpassungsprozesse unter Selektionsdruck eindrucksvoll beschleunigen. Von Jörg Albrecht

Lesermeinungen zum Beitrag

09. Januar 2009 19:05

Knackpunkt der Evolutionstheorie - zu Bernhard Riemann 2

Bertold Durst (B.E.Otto)

Bernhard Riemann schrieb: "Den Knackpunkt der Evolutionstheorie hat entweder das Experiment oder der Artikel nicht berührt. Das Phänomen, das die Evolutionstheorie postuliert, ist ja, dass eine neue Art aus einer alten enstehen kann. Dieses sollte das Experiment wohl belegen." Der Knackpunkt der Evolutionstheorie ist, dass alleine durch zufällig entstandene Variation, einen Nachkommenüberschuss und Selektion eine Veränderung der Arten erfolgt und dass man damit die gesamte Vielfalt der Lebewesen erklären kann. Und genau das belegt das Experiment an einem weiteren, eindrucksvollen Beispiel. Die Spaltung einer Art in zwei und weitere Veränderungen, die Biologen zur Klassifizierung von Gattungen bis zu Klassen veranlassen, wird in diesem Experiment überhaupt nicht überprüft. Die Theorie sagt, dass es in isolierten Populationen zu Mutationen kommen kann (!), die eine fruchtbare Paarung ausschließen - damit wäre eine Artspaltung im strengen Sinn erfolgt. Die ganze Komplexität der Definitionen hat Wolfgang Klein dargestellt. Beispiele für schnelle Artaufspaltungen liefert die Entwicklung in Mitteleuropa nach der Eiszeit. Ein Beispiel für nicht erfolgte Artspaltung trotz geografischer Isolation vieler Teilpopulationen ist der Mensch.

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06. Januar 2009 21:19

Fortpflanzungsbarrieren, Herr Riemann

Daniel Löckemann (danielNRW)

Den Knackpunkt, den sie suchen, Herr Riemann, sind Fortpflanzungsbarrieren. Das ist aber ein gradueller Prozess, der früher oder später eintritt. Zum Beispiel durch sexuelle Auslese. Damit Fortpflanzung möglich ist, muss die genetische Kompatibilität gegeben sein.

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06. Januar 2009 14:21

zu Bernhard Riemann

Wolfgang Klein (drwklein)

Ein Problem ist, dass die - sicher nützlichen - Klassifizierungssysteme der Biologie die Realität nur sehr grob beschreiben und (notwendigerweise) gewisse Widersprüche enthalten. Was heisst schon "Fortpflanzungsgemeinschaft"? Pferde und Esel bilden keine: Maultiere und Mulis sind nicht fortpflanzungsfähig. Aber Hunde und Wölfe? Sind Hunde eine Subspezies von Wölfen? Wolfsmischlinge sind ja leider fortpflanzungsfähig und "verunreinigen" den Genpool der natürlichen Wolfspopulationen. Das biologische System der Erde ist eben sehr kompliziert und die Statistik geht letztendlich bis hinunter auf die atomare Ebene (und weiter). Das Definieren von Arten oder jede andere Art von makroskopischer Klassifizierung ist letzten Endes eine Art von Mittelwertbildung und Mittelwerte beschreiben ein statistisches System eben nicht vollständig.

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06. Januar 2009 13:51

@Ulrich.Stock

Walter Baumann (WalterBaumann)

Nee - ich heiße Barack Obama.

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06. Januar 2009 11:46

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Ulrich Stock (ulrich.stock)

Ach, Herr Baumann - sind Sie zufällig Rolf Froböse?

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06. Januar 2009 09:07

Darwins Prinzipien scheinen universeller Natur zu sein

Walter Baumann (WalterBaumann)

Im August letzten Jahren konnte ein internationales Physikerteam eindrucksvoll nachweisen, dass bereits kleinste Teilchen wie beispielsweise Quanten den Darwinschen Regeln folgen. Dass der Quanten-Darwinismus ein fundamentales Prinzip des gesamten Universums sein dürfte, wird auch in dem Buch „Die geheime Physik des Zufalls. Quantenphänomene und Schicksal“ diskutiert. Dort wird unter anderem veranschaulicht, wie sich Quantenzustände mit ihren gespeicherten Informationen unter anderem in den ersten Genen verwirklicht haben, woraus sich wiederum Konsequenzen für die vielfältigen Möglichkeiten des Lebens nicht nur auf der Erde, sondern im gesamten Universum ableiten lassen.

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