Eisbären - vom Klimawandel betroffen

UN-Biodiversitätskonferenz in Bonn

„Es geht ums blanke Überleben“

Seit 1993 gilt die UN-Biodiversitätskonvention. Dennoch hat sich das Artensterben beschleunigt. Umweltminister Gabriel hat auf der Weltnaturschutzkonferenz vor dramatischen Folgen gewarnt. Zwei Wochen lang werden Experten aus 191 Staaten in Bonn beraten, wie der Exodus der Arten gestoppt werden kann.

Lesermeinungen zum Beitrag

21. Mai 2008 16:12

Ziemlich zynisch und überheblich ...

bernd ullrich (demokrat2)

... die beiden Kommentare. Manche brauchen nur Gabriel zu lesen und ihr Beissreflex wird aktiviert. Nebenbei werden Experten einer UN-Weltkonferenz mal schnell zu Schmarotzern abgestempelt, die sich voll fressen, während auf der Welt täglich tausende von Kindern an Hunger sterben. Und die vielen Behauptungen über das Artensterben seien nicht richtig, weil es nach Schätzungen heute mehr Tierarten gäbe, als Jahre zuvor. Es seien schon zigtausende von Arten ausgestorben. Hetzer und Klugsch...... gibt es heute immer noch.

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20. Mai 2008 13:05

Unlogische Schlüsse dienen als Schlagzeilenproduzenten.

Daniel J Hahn (137)

Jeder Biologe weiß, daß nur bei warmen Klima die Fertilität der Arten, und durch Auskreuzung und Lebensraumausdehnung letztlich auch die Zahl der Arten zunimmt. Deshalb ist das Gefasel vom Zusammenhang der Klimaerwärmung und dem Artensterben nicht korrekt. Richtig ist, daß Arten die an kühle Umweltbedingungen angepaßt sind Probleme bekommen, wenn es wärmer wird. Ob die Erwärmung aber tatsächlich in dem Ausmaß eintrifft, wie und das IPCC in seinen Berichten suggeriert, ist jedoch fraglich. Geht der permanente Klimawandel langsam vor sich, haben die Tiere Zeit, sich anzupassen. Neueste Erkenntnisse legen auch nahe, daß das Klima zum Ende der letzten Eiszeit mit sprunghaften Temperaturänderungen von bis zu 10°C innerhalb von Jahrzehnten regelrecht flatterte und die Sahara dennoch erst über etliche tausend Jahre verwüstete. Was diese Schwankungen für die Fauna bedeudete, läßt sich nur erahnen. Die Art und Zahl der Arten war immer von den Umweltbedingungen abhängig und es starben schon zigtausend Arten aus, ehe der Mensch überhaupt die Bühne der Welt betrat. Ob Sigmar Gebriel ihnen mit einer Biospritverordnung und klugen Klimawandelgeschwätz geholfen hätte, ist ebenfalls zweifelhaft.

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20. Mai 2008 08:55

Die Art "Spesenritter" nicht vom Aussterben bedroht, im Gegenteil

Detlef Symietz (Symietz)

In Bonn schlagen sich also 6000 "Experten" wochenlang die Bäuche voll, also in dem Land, in dem grosse Teile der Bevölkerung nur noch im Armutsbericht erwähnt werden. Auf allen Fachgebieten spriessen neue Arten von Spesenrittern aus dem Boden wie Pilze nach einem warmen Sommerregen. Und ein besonders Übergewichtiger spricht gar davon, "dass es für viele Menschen auf der Erde um das blanke Überleben geht"; recht hätte er, wenn er dabei an die 18000 täglich verhungernden Kinder (das sind 6 Millionen jedes Jahr) auf dieser Erde dächte, aber das tut er gewiss nicht, na ja, sind auch nicht so fotogen wie Knut. Vielleicht sollte man sich gelegentlich, bevor wieder einmal am deutschen Wesen die Welt genesen soll, die Artenvielfalt in D. einmal anschauen. Dazu der Bericht des Bundesamtes f. Naturschutz (FAZ v.17.6.04): "Im Vergleich zur letzten Schätzung aus 1984 ergab eine aktuelle Studie nun mit rund 48000 Tierarten sogar etwa 4000 Arten mehr". Eisbären sind allerdings wegen des dramatischen Klimawandels, weshalb denn sonst, in D. immer seltener anzutreffen. Ich verstehe heute besser, warum es in der DDR (auch so eine ausgestorbene Art) verboten war, aus älteren Zeitungen zu zitieren.

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