Tiere

Imker befürchten Katastrophe für Bienenvölker

Ohne Bienen müssen Kirschen fruchtlos bleiben

Ohne Bienen müssen Kirschen fruchtlos bleiben

27. April 2003 Eine aus Asien eingeschleppte Milbe richtet nach Darstellung von Imkern „eine mittlere Katastrophe“ unter den Bienenvölkern an. Im Vergleich zu 2002 seien schätzungsweise rund 40 Prozent aller Bienen-Völker gestorben, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Hessischer Imker, Walter Leukel, in Bad Hersfeld. Andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen oder Bayern seien aber noch schlimmer betroffen. Leukel sprach sich für die Züchtung von Bienenarten aus, die gegen die Milben resistent sind.

Die stecknadelgroße Milbe mit dem Namen Varroa destructor erzeugt ein Krankheitsbild names Varroatose. Die Milbe wachse als Parasit in den Brutzellen der Bienen und lebe anschließend auf dem Körper der Tiere weiter, berichtete Leukel. Die Milbe sei 1977 das erste Mal in Deutschland aufgetaucht. Sie würde von den Tieren von Bienenstock zu Bienstock übertragen.

Die Auswirkungen auf die Honigproduktion sind nach Auffassung von Fachleuten kaum zu ermessen. Experten befürchten das größte Bienen- Sterben aller Zeiten. 13 Milliarden Tiere in bundesweit 820.000 Völkern seien bedroht, hatte der Chef des Institutes für Bienenkunde in Münster, Werner Mühlen, bereits vor einigen Tagen gesagt.

Text: dpa
Bildmaterial: dpa/dpaweb

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